kaffeeringe.de

BILD vs. Leser: Der Werbe-Krieg

Times Square Werbung
Symbolbild bild.de | Foto: Matthew Mendoza - CC BY-SA 2.0

Bild.de sperrt jetzt Nutzer von Ad-Blockern aus. Andere Web-Angebote wol­len die­sem Beispiel fol­gen. BILD droht sei­nen Lesern so­gar mit Abmahnung, wenn sie ver­su­chen, die Werbung aus­zu­blen­den. Nun gibt es den Gegenschlag: Das Pro-Ad-Blocker-Plugin für WordPress. Das for­dert Nutzer oh­ne Ad-Blocker da­zu auf, ei­nen zu in­stal­lie­ren und weist ih­nen den Weg.

Als Nicht-BILD-Leser wä­re das glatt an mir vor­bei ge­gan­gen, wenn ich nicht von der BILD-Aktion ge­le­sen hät­te. Dabei hat­te ich kürz­li­ch er­st den klas­si­schen Ad-Blocker er­setzt. Werbung stört mi­ch in der Regel nicht. Mich stö­ren die Tracker. Diesen Seiten geht es in der Regel gar nicht dar­um, bun­te Werbebildchen ne­ben ih­ren Artikeln an­zu­zei­gen – Es geht dar­um, die Nutzungsdaten ih­rer Leser an mög­lichst vie­le Datensammler zu ver­kau­fen oder zu ver­schen­ken.

PrivacyBadger von der EFF

Die Electronic Frontier Foundation hat des­we­gen PrivacyBadger ent­wi­ckelt. Bisher hat AdBlock-Edge bei mir die Werbung und Ghostery die Tracker ge­sperrt. PrivacyBadger will die bes­ten Funktionen aus bei­den Systemen ver­ei­ni­gen – oh­ne be­zahl­te Whitelists und oh­ne wie­der­um selbst Daten zu sam­meln. Da PrivacyBadger auf kein zen­tra­les Verzeichnis zu­greift, lernt es es nach und nach und in je­dem Browser wie­der neu, was ein Tracker ist und was nicht.

Ich fin­de die Lösung fair: Zeigt mir Eure Werbung, aber lasst mi­ch un­be­hel­ligt sur­fen.

Links

Pingbacks

  1. Firefox: Ein Schuss vor den Bug der Werbe-Tracker
  2. Zusammenfassung der Woche ab 26.10.2015 | Iron Blogger Kiel

Kommentare

Piet Lu

Wäre Werbung auf 90% al­ler Internetseiten nich so pe­ne­trant, über­di­men­sio­niert und auf­dring­li­ch, wür­de ich auf den Adblocker wohl auch ver­zich­ten, nur lei­der wird man auf den meis­ten Seiten so der­ma­ßen mit Werbung zu­ge­pflas­tert, dass das ame­ri­ka­ni­sche Free-TV glatt nei­di­sch wird.
Ich hab nichts ge­gen de­zen­te Werbung, aber wenn die Werbung mehr als 50% der Internetseite aus­macht, den Text ver­deckt und nur per win­zig klei­nen Buttons zu schlie­ßen ist, nein, dan­ke. Dann schieb ich dem den Riegel vor.
Gäbe es bei den Webseitenbetreiber in punc­to Werbungschalten ein Umdenken, dann wer­den be­stimmt auch wie­der vie­le auf die Blocker ver­zich­ten, bin ich mir si­cher.
Und auch auf Youtube: 30 Sekunden Werbung vor 20 Sekunden kur­zen Clips ist ein­fach un­ver­hält­nis­mä­ßig.

Auch die Tracker se­he ich ein­fach als un­nütz und voll­kom­men über­trie­ben oft und zu viel ein­ge­setzt

chris_blues

Wäre Werbung nicht (fast?) im­mer mit Tracking ver­bun­den, so könn­te man drü­ber nach­den­ken. Hab schon öf­ter auf be­stimm­ten Blogs z.Bsp. AdBlock ab­ge­schal­tet. Nur lei­der ging dann im­mer Ghostery in die vol­len und mel­de­te meh­re­re Tracker. Das ist ab­so­lut in­ak­zep­ta­bel! Werbung ein­blen­den, um die je­wei­li­ge Website zu un­ter­stüt­zen – ja. Wenn ich dann ver­folgt wer­de – nein!

hanswurst

Hallo,

bit­te re­cher­chie­re et­was mehr über dei­ne Add-Ons die an­geb­li­ch der Privatsphäre die­nen. Ghostery ist ein U-Boot!

https://de.wikipedia.org/wiki/Ghostery#Kritik

Wie wä­re es, wenn du dei­ne gan­zen Ghostery-Artikel mit ei­nem ent­spre­chen­den Hinweis ver­siehst?

http://linuxundich.de/gnu-linux/update-auf-ghostery-5-4-6-aktiviert-anzeigennetzwerk-im-beliebten-privacy-addon/

Wer bloggt, trägt Verantwortung.

Steffen Voß

Von ei­nem Hanswurst lass ich mir na­tür­li­ch ger­ne er­klä­re, wie ich zu blog­gen ha­be. Dass Ghostery über Ghostrank Daten sam­melt, sagt die Funktion schon, wenn sie ein­ge­schal­tet wer­den will. Wer mit dem Plugin Tracking ver­hin­dern will, wird si­ch nicht von Ghostery tra­cken las­sen. Diese Gerüchte über die an­geb­li­che Weitergabe der Daten an Reklamefirmen, gab es da­mals no­ch nicht. Und wie ich ak­tu­ell schrieb, nut­ze ich mitt­ler­wei­le PrivacyBadger statt Ghostery. Da wür­de ich von mei­nen kri­ti­schen LeserInnen ver­lan­gen, dass sie aufs Datum der Artikel ach­ten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Möchtest Du benachrichtigt werden, wenn Dir hier jemand antwortet?