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BILD vs. Leser: Der Werbe-Krieg

Times Square Werbung
Symbolbild bild.de | Foto: Matthew Mendoza - CC BY-SA 2.0

Bild.de sperrt jetzt Nutzer von Ad-Blockern aus. Andere Web-Angebote wollen diesem Beispiel folgen. BILD droht seinen Lesern sogar mit Abmahnung, wenn sie versuchen, die Werbung auszublenden. Nun gibt es den Gegenschlag: Das Pro-Ad-Blocker-Plugin für WordPress. Das fordert Nutzer ohne Ad-Blocker dazu auf, einen zu installieren und weist ihnen den Weg.

Als Nicht-BILD-Leser wäre das glatt an mir vorbei gegangen, wenn ich nicht von der BILD-Aktion gelesen hätte. Dabei hatte ich kürzlich erst den klassischen Ad-Blocker ersetzt. Werbung stört mich in der Regel nicht. Mich stören die Tracker. Diesen Seiten geht es in der Regel gar nicht darum, bunte Werbebildchen neben ihren Artikeln anzuzeigen – Es geht darum, die Nutzungsdaten ihrer Leser an möglichst viele Datensammler zu verkaufen oder zu verschenken.

PrivacyBadger von der EFF

Die Electronic Frontier Foundation hat deswegen PrivacyBadger entwickelt. Bisher hat AdBlock-Edge bei mir die Werbung und Ghostery die Tracker gesperrt. PrivacyBadger will die besten Funktionen aus beiden Systemen vereinigen – ohne bezahlte Whitelists und ohne wiederum selbst Daten zu sammeln. Da PrivacyBadger auf kein zentrales Verzeichnis zugreift, lernt es es nach und nach und in jedem Browser wieder neu, was ein Tracker ist und was nicht.

Ich finde die Lösung fair: Zeigt mir Eure Werbung, aber lasst mich unbehelligt surfen.

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Kommentare

Piet Lu

Wäre Werbung auf 90% al­ler Internetseiten nich so pe­ne­trant, über­di­men­sio­niert und auf­dring­li­ch, wür­de ich auf den Adblocker wohl auch ver­zich­ten, nur lei­der wird man auf den meis­ten Seiten so der­ma­ßen mit Werbung zu­ge­pflas­tert, dass das ame­ri­ka­ni­sche Free-TV glatt nei­di­sch wird.
Ich hab nichts ge­gen de­zen­te Werbung, aber wenn die Werbung mehr als 50% der Internetseite aus­macht, den Text ver­deckt und nur per win­zig klei­nen Buttons zu schlie­ßen ist, nein, dan­ke. Dann schieb ich dem den Riegel vor.
Gäbe es bei den Webseitenbetreiber in punc­to Werbungschalten ein Umdenken, dann wer­den be­stimmt auch wie­der vie­le auf die Blocker ver­zich­ten, bin ich mir si­cher.
Und auch auf Youtube: 30 Sekunden Werbung vor 20 Sekunden kur­zen Clips ist ein­fach un­ver­hält­nis­mä­ßig.

Auch die Tracker se­he ich ein­fach als un­nütz und voll­kom­men über­trie­ben oft und zu viel ein­ge­setzt

chris_blues

Wäre Werbung nicht (fast?) im­mer mit Tracking ver­bun­den, so könn­te man drü­ber nach­den­ken. Hab schon öf­ter auf be­stimm­ten Blogs z.Bsp. AdBlock ab­ge­schal­tet. Nur lei­der ging dann im­mer Ghostery in die vol­len und mel­de­te meh­re­re Tracker. Das ist ab­so­lut in­ak­zep­ta­bel! Werbung ein­blen­den, um die je­wei­li­ge Website zu un­ter­stüt­zen – ja. Wenn ich dann ver­folgt wer­de – nein!

hanswurst

Hallo,

bit­te re­cher­chie­re et­was mehr über dei­ne Add-Ons die an­geb­li­ch der Privatsphäre die­nen. Ghostery ist ein U-Boot!

https://de.wikipedia.org/wiki/Ghostery#Kritik

Wie wä­re es, wenn du dei­ne gan­zen Ghostery-Artikel mit ei­nem ent­spre­chen­den Hinweis ver­siehst?

http://linuxundich.de/gnu-linux/update-auf-ghostery-5-4-6-aktiviert-anzeigennetzwerk-im-beliebten-privacy-addon/

Wer bloggt, trägt Verantwortung.

Steffen Voß

Von ei­nem Hanswurst lass ich mir na­tür­li­ch ger­ne er­klä­re, wie ich zu blog­gen ha­be. Dass Ghostery über Ghostrank Daten sam­melt, sagt die Funktion schon, wenn sie ein­ge­schal­tet wer­den will. Wer mit dem Plugin Tracking ver­hin­dern will, wird si­ch nicht von Ghostery tra­cken las­sen. Diese Gerüchte über die an­geb­li­che Weitergabe der Daten an Reklamefirmen, gab es da­mals no­ch nicht. Und wie ich ak­tu­ell schrieb, nut­ze ich mitt­ler­wei­le PrivacyBadger statt Ghostery. Da wür­de ich von mei­nen kri­ti­schen LeserInnen ver­lan­gen, dass sie aufs Datum der Artikel ach­ten.

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