Steffen Voß - Technologie & Gesellschaft

Volumio 2 : Super Musik-Player für den Raspberry Pi

Volumio 2 Oberfläche auf dem Smartphone
Volumio 2 Oberfläche auf dem Smartphone

Steffen Voß

Mit Volumio kannst Du aus Deinem Raspberry Pi super einfach einen Musik-Player machen. Über die Stereo-Anlage gibt es einen super Sound und bedienen kannst Du Volumio über das Handy oder jeden Computer.

Schon länger hatte ich die Stereo-Anlage im Arbeitszimmer mit einem Raspberry Pi als MP3-Player auf gerüstet. Zu Anfang hatte ich immer einfach einen MPD-Server laufen und den per App bedient. Ich bin dann aber darüber gestolpert, dass man den Raspberry Pi soundmäßig aufrüsten kann. Mit einem DAC (Digital-to-analog Converter) bekommt man einen wesentlich besseren Sound als direkt aus dem Raspberry Pi.

Besserer Sound per Hardware-Update

So ein DAC habe ich mir bei Hifiberry bestellt und dann nach der einfachsten Lösung gesucht, das Ding zu benutzen. Ich habe dann Volumio gefunden – damals noch in der Version 1. Mittlerweile ist Version 2 erschienen und es ist hervorragend zu bedienen.

Du installierst es, wie andere Betriebssysteme auf dem Raspberry Pi auch: Du lädst das Image herunter, spielst es auf eine SD-Karte und startest den Raspberry Pi mit der Karte. Ab da haben die Entwickler von Volumio wirklich tolle Arbeit geleistet, denn Du musst den Raspberry Pi nicht mit Tastatur und Monitor starten oder dich per SSH verbinden, um dann irgendwelche Configs zu ändern.

Super Installations-Assistent

Volumio macht einen eigenen Hotspot auf. In dieses WLAN verbindest Du Dich zum Beispiel mit dem Smartphone. Das Smartphone öffnet danach diese Vorschaltseite, bei denen man bei öffentlichen WLANs immer diesen „Jaja, ich halte mich an alle Rechte“-Haken setzen muss. Nur startet hier die Weboberfläche von Volumio, fragt nach der Sprache und dem Standort. Dann kann man das richtige WLAN auswählen und das Passwort angeben. Wenn ein DAC an den Raspberry Pi angeschlossen ist, kannst Du den hier auswählen. Wer sich per NFS oder Samba mit einem externen Laufwerk verbinden möchte, kann das im letzten Schritt tun. Der Raspberry Pi startet jetzt die neue WLAN Verbindung und steht dann voll konfiguriert im Netzwerk zur Verfügung.

Die elegante und übersichtliche Web-Oberfläche kannst Du von jedem Gerät im gleichen WLAN aus aufrufen. Du kannst dort aus Deiner Musiksammlung auswählen, Playlisten anlegen und abspielen. Du kannst Internet-Radio hören. Über ein Plugin kannst Du auch Spotify und Youtube hören. Mir fehlt eigentlich nur ein eingebauter Podcatcher zum vollen Glück. Es gibt auch eine App – die ist aber eigentlich auch nur ein Browser, der die Weboberfläche aufruft. Nur dass die App die richtige URL selbstständig findet.

Dicke Empfehlung!

Volumio2 ist zu einer Institution bei mir geworden. Mit der Software läuft der Raspberry Pi als Musikplayer so zuverlässig, dass er überhaupt nicht auffällt. Bei der vorigen Lösung musste ich immer mal wieder neu starten, weil sich das System aufgehängt hat. Volumio2 läuft seit Jahren ohne Probleme.

Kommentare

Didi
Didi:

Hi, arbeitet Volumio auch mit einem auf den Pi montierten HifiBerry? Auf der Homepage heißt es lediglich: „Works with any USB 2.0 DAC.“

24.10.2017 um 06:23
Steffen Voß
Steffen Voß:

Jo, genau. Ich hab sonst fest montierten Hifiberry und den hat Volumio bei der Installation erkannt und gefragt, ob der genutzt werden soll.

24.10.2017 um 10:41
Didi
Didi:

Ok., Danke für die Information. Ich nutze den Pi mit HifiBerry als Webradio und Mediaplayer an der Musikanlage. Software: Raspbian, MPD und Ario. Das war eine Menge Frickelei. Gut, eine Alternative zu kennen.

24.10.2017 um 10:53
Steffen Voß
Steffen Voß:

Ich würde mich freuen, wenn du hier von Deinen Erfahrungen berichtest. Deine Software- Kombination hatte ich übrigens vorher auch.

24.10.2017 um 11:51
Didi
Didi:

Ich habe ja in meinem Blog jeden Schritt beschrieben. Der Pi funktioniert so konfiguriert stabil. Im Gegensatz zu Deinem vormaligen System hängt sich meines nicht auf. Nur leider funktioniert das Upgrade von R 8 auf 9 nicht einwandfrei: Mir gelingt es einfach nicht mehr, nach dem Upgrade den Stick mit meiner Musiksammlung automatisch einbinden zu lassen. Ich müsste also das System komplett neu aufsetzen, wozu ich keine Lust habe. Falls ich mich aber dazu durchränge, würde ich gerne auch wegen der automatischen Updates (Seamless update system: no need to reinstall when a new version is available) Volumio ausprobieren.

24.10.2017 um 14:02
Steffen Voß
Steffen Voß:

Nimm doch erst einmal ne neue SD-Karte und probiers aus. Zurück wechseln ist dann super einfach.

24.10.2017 um 21:07
Didi
Didi:

Klar. Ich könnte aber auch die alte nehmen, weil ich das System mit Clonezilla regenmäßig als Image sichere.

25.10.2017 um 06:04
Didi
Didi:

Aber ich habe gerade noch eine neue gefunden. Ich werde es damit ausprobieren.

25.10.2017 um 06:08
Didi
Didi:

So, läuft alles. Danke für die Empfehlung! Meine Erfahrungen: https://www.dietmarjanowski.de/wordpress/?p=16480

25.10.2017 um 12:12
Saddy
Saddy:

Man sollte nicht unerwähnt lassen, dass auf der lokalen Seite, mit der man Volumio steuert, Scripte von Google Analytics und Facebook mitlaufen. Schade.

26.10.2017 um 21:08
Didi
Didi:

Nach einer Änderung des Passwortes über SSH/Putty ist derzeit keine Installation der Plugins möglich. Diese sollten also vorher installiert worden sein. Eine weitere Änderung des neuen in das alte Passwort, um das Problem zu umgehen, ist nicht möglich, weil Volumio das alte Kennwort als „zu einfach“ verwirft. Eine weitere Alternative wäre, es beim alten Passwort zu belassen und SSH nur kurzfristig für Updates per Putty/Konsole zu aktivieren. Ist das Problem schon gelöst worden? Im Forum wird das zwar diskutiert. Ein Ergebnis konnte ich jedoch nicht finden.

26.10.2017 um 21:17
Steffen Voß
Steffen Voß:

Ich dachte, SSH sei abgeschaltet? Die Updates macht man über die Volumio-Administration.

27.10.2017 um 07:35
Didi
Didi:

Ja, wg. der zuletzt bekannt gewordenen Sicherheitslücke.Wenn Du aber meinen Beitrag ließt, wirst Du feststellen, dass und wie man SSH aktivieren kann. Wie sollte man sonst im Bedarfsfall auf Dateien zugreifen, wenn nicht etwa mit nano? So, wie ich das verstehe, kann man mit der Volumio-Administration von einer Version auf die nächste upgraden: Denn ein Klick auf den Aktualisierungsknopf zeigt Dir nach der Erstinstallation an, es keine neue Version vor. Updates jedoch werden wie üblich über die Konsole/Putty des Client-Rechners bewerkstelligt. Denn eine Paketverwaltung gibt es bei Volumio nicht. Du kannst dann mit sudo apt update und sudo apt upgrade aktualisieren. Ich habe nach der Installation so Volumio auf den neusten Stand gebracht.

27.10.2017 um 08:57
Didi
Didi:

Oben sollte es heißen: Denn ein Klick auf den Aktualisierungsknopf zeigt Dir nach der Erstinstallation an, es liege keine neue Version vor.

27.10.2017 um 09:28

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