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Arabellion: Der übliche Irrtum

Protest for Syria - Brussels, May 2010
Some rights reserved by Gwenaël Piaser
Steffen Voß

“Um eine Rev­o­lu­tion zu machen, braucht man Schläger und Kanonen – keine Ide­al­is­ten, die auf Face­book posten,” besser­wusste der Kriegsre­porter Peter Scholl-Latour neulich in Anne Wills Fernsehshow. Das ist der übliche Irrtum inter­net­ferner Men­schen, die meinen, dass man entweder alles oder gar nichts mit dem Inter­net machen muss — und dann lieber gar nichts. Doch eine neue Tech­nolo­gie ergänzt immer nur das Beste­hende und sie verän­dert es — sie ersetzt es aber nicht.

Don Tap­scott erk­lärt in seinem TED-Vortrag, wie diese Ide­al­is­ten in Tune­sien das Inter­net genutzt haben, um Scharf­schützen zu orten und aus schal­ten zu lassen. Er erzählt wie syrische Jugendliche über Twit­ter ein alter­na­tives Gesund­heitssys­tem organ­isieren. Das ersetzt die Kämpfer nicht — aber es hilft ihnen. Und Don Tap­scott macht klar, dass diese Rev­o­lu­tio­nen natür­lich nicht von Face­book son­dern den üblichen sozialen Kon­flik­ten aus­gelöst wurden.

Men­schen haben sich schon immer organ­isiert. Das Inter­net ist dafür ein großar­tiges Werkzeug. Wer das noch mehr ver­ste­hen will, sollte sich auch Clay Shirkys TED-Vortrag “Insti­tu­tions vs. Col­lab­o­ra­tion” anschauen.

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Foto: Some rights reserved by Gwe­naël Piaser

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Kommentare

  1. soso:

    die Sit­u­a­tion in Tune­sien und den anderen Län­dern hat sich also gebessert.…
    schon mal dortgewesen???

  2. Steffen Voß:

    Wo genau schreibe ich, dass es in Tune­sien und den anderen Län­dern besser ist?

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