Steffen Voß - Technologie & Gesellschaft

Zum 18. Jubiläum : Bloggen oder nicht?

Schreibmaschine auf der geschrieben steht:
Foto: Suzy Hazelwood/Pexels

Steffen Voß

Seit 18 Jahren gibt es jetzt dieses Blog und auch wenn es manchmal ruhiger ist: Ich brauchen diesen Ort für Gedanken. Shubham Jain hat gerade ein paar Gründe zusammengestellt, warum man ein Blog haben sollte.

Generell bin ich ein Fan von „Blog like no-​one is watching“. Mir ist das Schreiben wichtiger als das Gelesen werden. Aber auch ohne Influencer-​Ruhm ergibt es Sinn, ein ordentliches Blog zu führen.

Eine Kriegs-​Kasse mit Artikeln

Oft diskutieren wir im Internet über die gleichen Themen. Da ist es vorteilhaft, wenn man zu bestimmten Themen schon einmal ausführlich gebloggt hat. Man kann sich dann mit einem Link auf so einen Artikel viel Arbeit sparen. 

Vielleicht wird irgendwann mal relevant

So mache ich das oft. Ich schreiben irgendwann mal einen Gedanken auf, weil ich ihn irgendwo aufgeschnappt habe und interessant finde. In Diskussionen verlinke ich den dann und spare mir viel Arbeit.

Einer ist besser als keiner

Manchmal poste ich neue Artikel auf Twitter, Mastodon, Facebook und LinkedIn. Oft mache ich das auch gar nicht. Dann bekommt nur von dem Artikel mit, wer noch Blogs per RSS folgt. Das ist für mich vollkommen okay. 

Ich sehe aber in meiner Statistik, dass immer wieder Menschen auch per Suchmaschine auf Artikel stoßen. Im Grunde schreibe ich für mich und für die, die danach suchen. Vielleicht ist für die ein interessanter Gedanke dabei. Wenn es einer weiteren Person außer mir gefällt, ist es schon super. Deswegen freue ich mich auch immer über nette Kommentar.

Schreibe für Dich

Ganz nebenbei übt man Schreiben am besten durch Schreiben. Feedback ist dann echt wichtig. Ich habe sehr schnell gemerkt, dass man auch in Blogs aufpassen muss, dass man alles auch halbwegs belegen kann. Journalistische Standards werde ich hier nicht immer nach dem Lehrbuch erfüllen. Aber wenn einem zwei, drei mal gesagt wurde, dass hier oder da die Fakten gar nicht stimmten, dann passt man auf, was man behauptet.

Das Blog als Aushängeschild

Auch wenn man nicht über die Themen bloggt, mit denen man bei der Arbeit zu tun hat, ist das Blog eine Art Portfolio. Wer sich für Dich interessiert, kann hier nachlesen, für was Du Dich interessierst und wie Du Dich damit beschäftigst.

Vor allem finde ich es wichtig, Ideen und Gedanken nicht einfach nur in Social Networks zu kippen und dort mit dem Strom der Nachrichten wegspülen zu lassen, sondern sie festzuhalten. Auf einer eigenen Plattform, die nach meinen Regeln funktioniert. 



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  1. Zum 18. Jubiläum: Bloggen? Sind nicht alle klüger als ich?

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