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OpenWeatherMap: Wettervorhersage im Eigenbau

Wetter
Was kommt denn da? | Foto: Steffen Voß CC-BY-SA
Steffen Voß

Über das Wet­ter kann man immer reden. Die Open Source Com­mu­nity will da natür­lich mitre­den. Einige Wetter-Gucker haben sich deswe­gen über­legt, wie sie den großen, kom­merziellen oder amtlichen Wetter-Agenturen freie Konkur­renz machen kön­nten. Das Inter­net eignet sich her­vor­ra­gend dazu, Gle­ich­gesin­nte miteinan­der zu ver­net­zen und was der Einzelne nicht schafft, kann man vielle­icht gemein­sam schaf­fen. Her­aus­gekom­men ist dabei zur Zeit die Open­Weath­erMap. Und jeder kann mitmachen.

Max Goldt hat mal gesagt, “wer wis­sen will, wie das Wet­ter wird, soll aus dem Fen­ster schauen.” Und Recht hat er. Alle Vorher­sagen für die näch­sten Tage sind doch nur unzu­ver­läs­siges Füll­w­erk in Radio, Fernse­hen und Zeitun­gen. Ich war ger­ade ein paar Tage unter­wegs in Schleswig-Holstein und was dort geholfen hat, war tat­säch­lich der Blick aus dem Fen­ster. Und was noch mehr geholfen hat, war der Blick ein wenig weiter aus dem Fen­ster per Regen­radar. Manch­mal haben sich her­anziehende Regen­wolken aufgelöst. Aber gebildet haben sich unter­wegs nie welche. Dadurch ließ sich recht zuver­läs­sig vorher­sagen, wie lange es trocken sein würde. Für die meis­ten Aktiv­itäten von Städtern reicht diese Genauigkeit.

Auf OpenWeatherMap.org kann man das fast schon heute nach­schauen: Open­Weath­erMap sam­melt die Daten von pri­vaten Wet­ter­sta­tio­nen und stellt sie auf einer Open­StreetMap dar. So eine Wet­ter­sta­tion kann man für unter 100€ kaufen. Nicht jede Sta­tion hat alle Funk­tio­nen. Wenn man zum Beispiel die Regen­menge messen will, benötigt man eine umfan­gre­ichere Sta­tion, als wenn Tem­per­atur und Luft­druck reichen. Wer darauf achtet, dass die Sta­tion mit pywws kom­pat­i­bel ist, kann die Daten regelmäßig über die Open­Weath­erMap API hochladen. Daraus wird dann die Karte erzeugt.

Um die Daten ständig aktuell zu hal­ten, muss man natür­lich einen Rech­ner mit Inter­net rund um die Uhr laufen lassen. man benötigt aber keinen starken Rech­ner, um ein paar kurze Text­daten auszu­tauschen. Es gibt deswe­gen einige Anleitun­gen dazu, wie man die Soft­ware zum Beispiel auf einem Router zum Beispiel mit Open­WRT betreibt.

Die Darstel­lung der bisher vorhan­de­nen Daten als Punkt-Stationen ist natür­lich wenig inter­es­sant. Über eine JSON-Schnittstelle kann man die Daten von Open­Weath­erMap bekom­men und auswerten. Und man kön­nte auch daraus eine Regenkarte extrapolieren. Dazu muss aber ein dichtes Netz von Sta­tio­nen existieren. In Schleswig-Holstein zähle ich knapp zwei Dutzend pri­vater Sta­tio­nen. Nur ein Teil davon haben Nieder­schlags­daten. Das wird für eine ver­lässliche Aus­sage nicht reichen.

Ich werde mir jetzt keine Wet­ter­sta­tion an den Balkon schrauben Aber ich finde die Open­Weath­erMap ein inter­es­santes Pro­jekt. Und ich bin ges­pannt, wie es sich weiterentwickelt.

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