Steffen Voß - Technologie & Gesellschaft

Ubuntu : Android-​Handy mit Ubuntu per WLAN verbinden

Ubuntu Desktop mit verschiedenen offenen Fenstern, die GSConnect in Aktion zeigen
Screenshot

Steffen Voß

Android und Ubuntu lassen sich besser miteinander verbinden, als ich bisher dachte. Mit einer einfachen App auf beiden Geräten kann man mehr als nur Dateien hin und her schieben.

Ich fand es bisher immer ziemlich unpraktisch, wie Android sich mit anderen Betriebssystemen verbindet – egal ob Windows oder Ubuntu. Wenn ich das Smartphone per USB-​Kabel anschließe, vergesse ich jedes Mal, dass ich noch einstellen muss, dass ich jetzt Dateien austauschen will. Und dann kann ich auch ausschließlich Dateien austauschen.

Bisher habe ich manchmal Airdroid benutzt. Aber das ist auch eine dieser Apps, die wollen, dass ich mich registriere und bei denen man merkt, dass die eigentlich nur meine Daten wollen.

Ich habe gelesen, dass sich einige Leute Dateien sogar mailen, um sie vom Handy auf den Rechner oder umgekehrt zu bekommen. Was für ein Aufstand für etwas, das eigentlich unkompliziert funktionieren sollte.

Installation

Für Ubuntu gibt es so eine einfache Lösung: Einfach im Ubuntu Software-​Center nach „GSConnect” suchen und installieren. Auf dem Smartphone suchst Du im Play-​Store nach „KDE Connect” und installierst die App.

Dann startest Du die Software auf beiden Geräte. Wenn beide im gleichen Netzwerk sind, finden die sich ziemlich schnell. Du kannst sie dann miteinander verbinden.

Der Android-​App kannst Du den Zugriff auf verschiedene Funktionen des Smartphones erlauben, so dass zum Beispiel Deine Benachrichtigungen auch auf dem Rechner angezeigt werden.

Dort kannst Du auch einzelne Verzeichnisse zu Freigaben machen. Ich habe zum Beispiel das Musik-​Verzeichnis zu einer Freigabe gemacht, so dass ich einfach neue Musik auf das Telefon laden kann.

Für Firefox und Chrome gibt es darüber hinaus auch noch Addons, mit denen man Links vom Rechner ans Telefon schicken kann. Das mach ich aber üblicherweise per Mozilla-​Sync.

Mit der Kombination aus GSConnect und der KDEConnect-​App, ist die Verbindung zwischen Computer, Laptop und Smartphone endlich so einfach, wie sie sein sollte.

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Kommentare

micha
micha:

Hi, ich würde auch gerne das Bild vom Handy auf den Browser zeigen. Hast du da auch n Möglichk?

3. September 2019 um 22:24
Ari
Ari:

Funktioniert bei Linux-​Mint nicht. Also weiter per eMail, denn per Datenkabel läuft es seit Android 10 nicht mehr.

11. März 2020 um 19:02
thopie
thopie:

Servus,

auf der Suche nach einen schnüffelfreien Lösung zum Datenaustausch über WLAN zwischen Android und Linux bin ich „bei dir” gelandet. Dein Hinweis: „Bisher habe ich manchmal Airdroid benutzt. Aber das ist auch eine dieser Apps, die wollen, dass ich mich registriere und bei denen man merkt, dass die eigentlich nur meine Daten wollen.” hat mich besonders neugierig für auf KDE Connect gemacht.

Die App hab ich mir nun bezüglichen Berechtigungen etwas genauer angeschaut. Korrigiere mich bitte, wenn ich falsch liege, aber egal ob über Google Play Store oder F‑Droid, die vorgeschlagene App (KDE Connect) scheint leider ein echter Meisterschnüffler zu sein. Es wird Zugriff auf Kontakte, Anruflisten, Standort und SMS verlangt. Hinzukommt, dass die Telefonidentität zum Abruf bereitgestellt wird.

Falls ich richtig liege, wäre für den vertrauensvollen Leser, ein entsprechender Hinweis oder die Richtigstellung in deinem Beitrag sehr hilfreich.

Viele Grüße
thopie

5. April 2020 um 13:48
Steffen Voß
Steffen Voß:

@thopie: Aber das ist doch der Sinn der App. Du willst doch über die App auf die verschiedenen Funktionen des Telefons zugreifen. Dazu muss die App ja auch auf die Funktionen zugreifen dürfen. Wie soll das sonst gehen.

Der Hinweis dazu steht im Text: „Der Android-​App kannst Du den Zugriff auf verschiedene Funktionen des Smartphones erlauben, so dass zum Beispiel Deine Benachrichtigungen auch auf dem Rechner angezeigt werden.”

Wenn Du also nicht willst, das eine App auf die Inhalte Deines Telefons zugreifen kann, solltest du keine App installieren.

5. April 2020 um 15:15
Steffen
Steffen:

Ich hab gerade noch einmal nachgeschaut. Die Zugriffsrechte für die erweiterten Features wie dem Abgleich der Benachrichtigungen und der Kontakte kann man alle einzeln freigeben. Dafür gibt es extra Menüpunkte – man wird danach nicht einmal beim Start der App gefragt.

6. April 2020 um 10:24
thopie
thopie:

Hallo Steffen,

danke, dass du wegen der Freigaben nochmal nachgeschaut hast. Dann lässt sich dass mit dem Zugriff auf die Telefonidentität verschmerzen.

VG
thopie

6. April 2020 um 14:35

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