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re:publica14 Rückblick IV: Sprache verändert sich

Club Mate Flasche auf Betonboden
Club Mate auf Betonboden

Es ist ja schon et­was her, aber ich ha­be mi­ch im Studium mit Sprachwissenschaft be­fasst und ich fand das im­mer in­ter­es­sant. Und wenn ich mir die Diskussionen um po­li­ti­sch kor­rek­te Sprache an­schaue oder mir das Gejammer von Sprachverfall an­hö­re, dann den­ke ich an die Seminare da­mals zu­rück und wünsch­te, je­der hät­te ein ge­wis­ses lin­gu­is­ti­sches Basiswissen. Auch auf der re:publica war Sprache in meh­re­ren Vorträgen ein Thema. Die ha­be ich Dir mal zu­sam­men­ge­stellt.

Sprachpolizeiliche Ermittlungen

Wo, wie im Internet, Gruppen mit un­ter­schied­li­chen Wertvorstellungen auf­ein­an­der pral­len, wird nicht nur um Inhalte, son­dern auch um Sprachregelungen ge­kämpft. Diese Kämpfe wer­den schnell zu Grabenkriegen, weil al­le Beteiligten ei­ner Reihe von Fehlschlüssen über die Funktionsweise von Sprache un­ter­lie­gen. Bereits auf dem 29C3 hat Linugist Anatol Stefanowitsch ei­nen groß­ar­ti­gen Vortrag zu ge­rech­ter Sprache ge­hal­ten. Auf der re:publica ver­mit­telt er zwi­schen Progressiven und den Sprachbewahrern:

Ein blindes Huhn ist kein Ponyhof: Mit Schabernack auf Wortschatzsuche

Wibke Ladwigs lau­ni­ger Vortrag ist da­ge­gen eher ei­ne Einführung in das Thema Sprache. Sie ist al­ler­dings auch kei­ne Linguistin, son­dern Wortliebhaberin. Ganz ne­ben­bei er­fährt man, dass Konrad Adenauer nur ei­nen ak­ti­ve Wortschatz von 1000 Worten hat­te:

Rede zur Lage der Nation

Ja, Sascha Lobos Rede zur Lage der Nation hat­te ich schon im ers­ten Teil des Rückblicks. Aber auch er macht si­ch Gedanken über Sprache, denn wer be­stimmt, wie et­was ge­nannt wird, be­stimmt auch wie über ei­ne Sache ge­spro­chen wird. Bereits in sei­ner Kollumne hat er die „Sicherheitsesoterik“ vor­ge­schla­gen, um all die Diskussionen zu kenn­zeich­nen, in de­nen Überwachung mit Angst be­grün­det wird. In sei­ner Rede hier macht er ein paar wei­te­re Vorschläge, um die Überwachungsbefürworter zum Beispiel als „Radikale“ zu brand­mar­ken.

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