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Nachtgedanken: Als hätten wir eine zweite Demokratie im Kofferraum…

Ja - Nein
Ja - Nein | sör alex / photocase.com

Kaum ei­ne öffentlich-rechtliche Politik-Talkshow kommt mehr oh­ne ei­nen meist in­tel­lek­tu­el­len Nichtwähler aus. Es ist ge­ra­de­zu hip ge­wor­den, zu cool wir die­sen Wahl-Scheiß zu sein: Alles zu lang­wei­lig, zu dre­ckig, zu un­pro­fes­sio­nell, und zu ähn­li­ch – Kein Kick und der Glamour fehlt. Und für die Mehrheitsmenschen än­dert si­ch zu we­nig, egal wer am Drücker ist. Das ist Quatsch – Gefährlicher Quatsch. 

Der Wahlkampfberater Frank Stauss sag­te neu­li­ch in sei­nem Interview der TAZ:

„Wir be­neh­men uns, als ob wir ei­ne zwei­te Demokratie im Kofferraum hät­ten, wenn wir so ver­ächt­li­ch über sie spre­chen.“

Recht hat Frank Stauss. Aber er über­sieht: Das ist schon die zwei­te, deut­sche Demokratie.

“Nur der Einverstandene hat Chancen, die Welt zu ver­än­dern.” — Walter Benjamin

Natürlich reicht es nicht, nur al­le vier Jahre ein Kreuzchen zu ma­chen. Das ist die Mindestanforderung. Leider ha­be auch ich in der Schule nur ge­lernt, wie man Wähler wird – Wie man Citoyen wird, muss ich mir selbst er­ar­bei­ten.

Die ein­zi­ge Chance aber auf Veränderung in un­se­rer par­la­men­ta­ri­schen Demokratie ist der parlamentarisch-demokratische Weg. Und der ist, wie er ist – mit al­lem, was man kri­ti­sie­ren kann. Das heißt aber nicht, dass man nichts än­dern kann. Einfach ist das nicht. Letztlich sind wir ja auch nur ein Mensch von 80 Millionen in Deutschland. Vom Nichtstun aber, vom Abwarten oder aus Resignation ist no­ch nie et­was pas­siert – schon gar nicht, das was man ei­gent­li­ch will. Ein bes­se­res Land kommt nicht von al­lein.

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