Steffen Voß - Technologie & Gesellschaft

Crowdfunding : So können Kinder coden lernen

Calliope Mini
Calliope Mini | Foto: Calliope Projekt

Steffen Voß

Kinder sollten damit aufwachsen und wissen, wie die Technologie funktioniert, die sie umgibt. Mit dem teuren Smartphone oder dem Tablet lässt sich das leider nicht lernen – nur konsumieren. Der wunderbare Maxim hat sich deshalb etwas ausgedacht, mit dem schon Grundschüler experimentieren können: Der Calliope ist ein sternförmiger Minicomputer und nur so groß wie eine Spielkarte.

Der kleine Platinenrechner ist aber nicht nur eine weitere Konkurrenz für den Raspberry Pi oder den Arduino. Er ist viel einfacher in der Technologie, hat schon Mikrofon, Lautsprecher, ein LED-Display und verschiedene Schalter und Taster integriert. Zusammen mit einer einfachen Programmiersprache und einem didaktischen Konzept, ist das eine tolle Sache.

Jetzt braucht der wunderbare Maxim Geld, damit der Zauberstern auch gebaut wird und in die Schulen kommt. Dazu hat er eine Crowdfunding-Aktion gestartet. Wer also will, dass die Digitalisierung endlich auch in der Schule ankommt, kann hier seinen Beitrag leisten: https://www.startnext.com/calliope

Pingbacks

  1. Calliope Mini ist eine Einladung zum Experimentieren

Kommentare

Alexander Kallenbach
Alexander Kallenbach:

Hallo,

vielen Dank für den Hinweis. Auf jeden Fall ein interessantes Projekt!

MfG

Alexander

19.12.2016 um 18:54
noisefloor
noisefloor:

Sieht dem BBC Micro:Bit sehr ähnlich. Womit sich die Frage stellt: warum nicht den Micro:Bit mit seinem (recht reichen) Ökosystem adaptieren bzw. auf Deutsch / Deutschland anpassen?

19.12.2016 um 20:03
Maxim Loick
Maxim Loick:

Moin liebe*r noisefloor,

tatsächlich ist der MicroBit unser Vorbild gewesen und wir sind weitgehend kompatibel damit (alle MicroBit Programme laufen auch auf der Calliope, aber leider nicht immer umgekehrt, weil wir ein paar Bauteile mehr an Bord haben). Weil wir aber in die Grundschule wollen, vor allem um dem Gendergap zuvorzukommen (die Aufteilung Informatik = Jungsfach erfolgt i.d.R. erst auf der weiterführenden Schule), haben uns Grundschulpädagog*innen gesagt, dass das Design des MicroBit dafür ungeeignet ist, weil die Pins zu dicht bei einander liegen und Kinderhände mit Kupferklebeband hier nur Kurzschlüsse hinbekommen würden. Daher haben wir einen Kinderbuchdesigner gefragt, wie wir dem entgegenwirken können. Wenn man nun Pins so weit wie möglich auseinander legen möchte, ergibt sich die Sternform beinahe von ganz allein.

Ausserdem wollten wir ein Board, das ohne den Zukauf von viel Zubehör gleich im Unterricht einsatzbar sein sollte. Daher haben wir ein paar mehr Bauteile auf dem Board als der MicroBit, zum Beispiel den Lagesensor, den Bosch uns in großer Zahl geschenkt hat.

Tatsächlich war es ja so, dass wir uns den MicroBit sehr genau angesehen haben und mit den Macher*innen von Anfang an in engem Kontakt stehen – und dass wir sehr von den Erfahrungen des MicroBit Teams profitiert haben.

19.12.2016 um 22:18

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Möchtest Du per E-Mail benachrichtigt werden, wenn Dir hier jemand antwortet?