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Serientipp: Generation Kill

Patrouille im Irak
Foto: The U.S. Army - CC BY 2.0

„Ja, so war das“, sollte jeder US-Soldat sagen, wenn er die HBO-Miniserie „Generation Kill“ (2008) gesehen hat. Das war der Anspruch des Teams zu dem auch David Simon gehörte, der vorher bereits mit einem ähnlichen Anspruch an den Realismus „The Wire“ gedreht hat.

In „Generation Kill“ geht es um den Irak-Krieg von 2003. Die Serie basiert auf dem Buch des Rolling Stone Reporters Evan Wright, der bei der Invasion damals als Journalist „im vordersten Humvee der vordersten Einheit“ mit gefahren ist. Die Aufklärungseinheit der US-Marines sollte eigentlich den eigenen Truppen vorweg feindliche Stellungen ausmachen und weiter melden.

Im Laufe der Serie wird aber klar, dass im Krieg wenig nach Lehrbuch verläuft: Die Truppen sind schlecht ausgerüstet, die Führungskräfte sind unterschiedlich kompetent und sie merken schon nach kurzer Zeit, dass sie zwar die Schlachten gegen Saddams Armee gewinnen, den Krieg um den Irak aber schleichend verlieren. Werden die amerikanischen Truppen zu Anfang noch begeistert von der Bevölkerung begrüßt, wird das Verhältnis immer angespannter. Nach 21 Tagen ist der Krieg gewonnen und der Irak komplett destabilisiert.

Wer verstehen will, was da eigentlich schief gelaufen ist, sollte sich die 7 Folgen „Generation Kill“ anschauen.

Trailer

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