Steffen Voß - Technologie & Gesellschaft

#FridayForFuture : „Wir fliegen nicht mehr in den Urlaub!”

Flugzeug mit Kondensstreifen
Kondensstreifen | Foto: Rool Paap / CC-BY

Steffen Voß

Jeden Freitag demonstrieren Schülerinnen und Schüler für eine bessere Klimapolitik. Einen großen Beitrag zum Klimaschutz könnten sie ganz konkret selbst leisten.

„Ein Mensch kann die Umwelt nicht mehr schädigen als wenn er sich in ein Flugzeug setzt.”

Niko Paech, Umweltökonom

Fast 9 Tonnen CO² produziert jeder Deutsche pro Jahr. Das setzt sich zusammen vor allem aus dem CO², das beim Heizen entsteht, bei der Herstellung der Nahrungsmittel und des sonstigen Konsum.

Der Umweltökonom Niko Paech meint, es dürften in Zukunft nur noch 2 – 3 Tonnen sein, wenn wir die Klimaziele erreichen wollen. Das ist eine enorme Menge, die wir noch reduzieren müssen. Da es nicht so schnell geht, von Kohle und Öl auf Wind und Sonne umzustellen, sollte man überlegen, auf was man am einfachsten verzichten kann: Urlaubsflüge!

Ein Flug von Frankfurt nach New York und zurück produziert pro Passagier 4 Tonnen CO² – Ein Flug nach Neuseeland und zurück sogar 14 Tonnen. Das ist eine Menge CO², die man durch Dinkelbrötchen und bei schönem Wetter Fahrradfahren nicht wieder ausgleichen kann.

Wenn Schülerinnen und Schüler wirklich etwas bewegen wollen, dann sollten sie zu ihren Eltern gehen und sagen: „Wir fliegen nicht mehr in den Urlaub!” Das wäre sofort ein großer Beitrag zum Klimaschutz.

Hat’s Dir gefallen? Bitte teilen:



Kommentare

Franz
Franz:

Nicht mehr in den Urlaub fliegen. Sehr gut! Habe ich seit rund 15 Jahren nicht mehr gemacht.

Und Sie auch? Falls ja, schön, bin ich nicht der einzige.
Falls nein, wie kommen Sie darauf, anderen zu sagen, was sie tun sollten?

Gruss

4. Februar 2019 um 17:13
Steffen Voß
Steffen Voß:

Lieber Franz, vielen Dank, dass Sie sich über meine moralische Integrität so viele Gedanken machen wie über die Umwelt.

4. Februar 2019 um 17:44
Marcus
Marcus:

Ist ja schön, das man für die Umwelt nicht mehr in den Urlaub fliegen soll(te):

Nur mal die Gegenfrage: Wieviele Flüge würden deswegen gestrichen werden? So Tendenziell Null?

Denn es will mir doch niemand ernsthaft erzählen, das die sogenannten ‚Urlaubsflieger’ nur Urlauber befördern und keine Geschäftsleute.

Und weil man ja heute nicht mehr nur in dem Land arbeitet, in dem man geboren wurde, sondern weltweit, hat man ja auch Verwandtschaft quer über den Globus verteilt. Soll man sich dann zukünftig auch verkneifen, die zu besuchen? Das ist doch absurd.

Sprich: Die Umweltziele würden wir nur erreichen, wenn wir die Globalisierung abschaffen oder um 90% einschränken. Und das wird nicht passieren.

Mal ganz abgesehen von der angeblich so sauberen E‑Mobilität. Die mag hierzulande sauber sein. Da wo der Grundstoff für die Batterien herkommt ist sie es zu 100% nicht, sondern absolut umweltschädlich.

9. Februar 2019 um 11:09
Steffen
Steffen:

@Marcus: Dann sind wir wohl dazu verdammt, unseren Planeten zu ruinieren. Aber bis dahin können wir noch ein paarmal Tante Gerda in Australien besuchen.

11. Februar 2019 um 10:19
Titus von Unhold
Titus von Unhold:

@Marcus: Niemand hat das Recht darauf den Planeten zu zerstören. Ich bin dafür die Fliegerei so teuer zu machen dass – wenn überhaupt – Millionäre fliegen können.

13. Februar 2019 um 18:10

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.