Steffen Voß - Technologie & Gesellschaft

25 Jahre Toppoint : Vom Bürgernetz zum Hackerspace

Blick in die Toppoint
Blick in die Toppoint

Steffen Voß

Die Toppoint in Kiel wird 25! Gestern Abend feierte der Hackerspace sein Jubiläum mit einer kleinen Sause. Zu Recht! Der Verein ist ein wichtiger Treff für Technikbegeisterte und er wird heute mehr gebraucht denn je.

Als ich in der Toppoint ankomme, erzählen die alten Herren vom Krieg – von den Usenet-Schlachten, die sie per Modem geschlagen haben. Drum herum steht die jüngere Generation Hacker und hört gebannt zu.

Die Toppoint ist irgendwann vor 25 Jahren als Mailbox gestartet: Ein Computer, in den man sich per Modem einwählen konnte. Nach und nach vernetzte sich die Toppoint – das Internet kam nach Kiel. Das war damals noch monochrom und extrem langsam. Doch die Leute von der Toppoint erkannten das Potential und wollten das allen Menschen anbieten. Neben der Technik hatte die Toppoint auch immer einen sozialen und politischen Anspruch. KielNet stellte 30 Einwahlnummern – andere KielNet-Kunden konnten sich kostenlos einwählen und surfen. Über 400 Mitglieder hatte der Verein damals.

Dann setzte sich Internet tatsächlich durch und Zugänge gab es zum Telefon dazu. Der Verein verlor an Bedeutung und Mitglieder und machte eine harte Zeit durch, die sie nur dank einiger besonders treuer Mitglieder überlebt hat. Es fehlte ein gemeinsames Ziel.

Mittlerweile gibt es wieder so ein Ziel: Die Toppoint ist heute ein „Hackerspace“, ist vor einigen Wochen in neue, große Räume im Wissenschaftspark eingezogen und kümmert sich um eine Vielzahl Themen vom Freifunk bis hin zum 3D-Druck. Erste Erfolge zeigen sich: Der Verein gewinnt wieder Mitglieder und hat heute rund 100. Es soll auch endlich ein neues Logo geben. Die Homepage hat der Verein schon renoviert.

Die Arbeit des Vereins wird heute mehr denn je gebraucht: Immer mehr digitale Technologie umgibt uns und es ist wichtig, dass es Leute gibt, die sich auch privat damit beschäftigen, wie das alles funktioniert. In der Toppoint können sich fast jeden Tag die Leute treffen, die genau das tun, die die Auswirkungen reflektieren und die auch gerne ihr Wissen teilen. Wer sich dafür interessiert, sollte einmal in der Toppoint vorbei schauen: Der Eingang zu den Souterrain-Räumen der Toppoint liegt im Innenhof des Neufeldhauses – also dort, wo auch der Biergarten des Galileo liegt.

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