Steffen Voß - Technologie & Gesellschaft

Google & Co. : Online-​Plattformen als Schiedsrichter für Menschenrechte

Google Glass - Angriff auf die Privatsphäre?
Google Glass - Angriff auf die Privatsphäre? | Foto: Kārlis Dambrāns - CC BY 2.0

„Google und Facebook sind zutiefst davon überzeugt, dass sie Gutes tun.“ Rikke Frank Jørgensen arbeitet am dänischen Institut für Menschenrechte. Die Forscherin hat sich mit Internet-​Giganten und den Menschenrechten beschäftigt und ihre Ergebnisse auf der re:publica präsentiert. Ein Problem scheint zu sein, dass diese Konzerne – im Gegensatz zu vielen älteren Unternehmen – noch keinerlei Sensibilität für den eigenen Einfluss auf die Gesellschaft haben.

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Kübra Gümüşay : Organisiert Liebe!

Kübra Gümüşay
Kübra Gümüşay | Foto: re:publica - CC BY 2.0

Sichtlich bewegt steht die junge Frau auf der Bühne der re:publica und hält inne. Gerade hat sie erklärt, dass sie keine Lust mehr hat, immer stark sein zu müssen. Wenn Sie ins Internet geht, schlägt ihr persönlich der Hass entgegen. Die junge Frau ist die Journalistin Kübra Gümüşay. Sie schreibt unter anderem über Feminismus und sie ist mit ihrem Kopftuch als Muslimin erkennbar. Für einige Menschen scheint das zu reichen, ihr nicht einfach nur inhaltlich zu widersprechen, sondern sie zu beschimpfen.

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re:publica14 Rückblick V : Wir werden alle sterben!!11elf!

Wir werden alle sterben!! / CC-BY-SA

Die re:publica war in diesem Jahr hin und her gerissen. Ist die Zukunft toll, weil wir so unglaublich tolle Dinge mit Technologie machen? Oder immer noch mehr Überwachung? Vermutlich beides nicht, wenn es nach dem Buchautor Holm Friebe geht. Er sagt: Macht es wie die Steine.

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re:publica14 Rückblick IV : Sprache verändert sich

Club Mate Flasche auf Betonboden
Club Mate auf Betonboden

Es ist ja schon etwas her, aber ich habe mich im Studium mit Sprachwissenschaft befasst und ich fand das immer interessant. Und wenn ich mir die Diskussionen um politisch korrekte Sprache anschaue oder mir das Gejammer von Sprachverfall anhöre, dann denke ich an die Seminare damals zurück und wünschte, jeder hätte ein gewisses linguistisches Basiswissen. Auch auf der re:publica war Sprache in mehreren Vorträgen ein Thema. Die habe ich Dir mal zusammengestellt.

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re:publica14 Rückblick Teil III : Journalismus: Gestern, Heute, Morgen.

Text-Generator von Bruchzeilen
Text-Generator von bruchzeilen.de

„Eine Zeitung ist eine riesige Routinemaschine,“ meint der Schweizer Journalist Constantin Seibt. „Man könnte eigentlich 20 Journalisten erschießen in einer Zeitung. Und die Zeitung würde sich weiterbauen irgendwie über Wochen hinweg – ohne das es jemand richtig merken würden.“ Der Tipp der Kiezjournalistin Isabella David von Hamburg Mittendrin ist deswegen auch: „Macht nicht das, was Zeitungen machen.“

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re:publica14 Rückblick II : Wie wir miteinander reden

Beleuchtungselemant auf der re:publica 14
Nicht-Außeriridisch: Beleuchtungselemant auf der re:publica 14

Bereits 2011 hat Sascha Lobo auf der re:publica über Shitstorms gesprochen. Ich glaube, da habe ich diesen Ausdruck das erste Mal gehört habe. Bei ihm klang das so halb-​lustig. Er hatte sich einen Umgang damit zurecht gelegt. Dass diese Trolls dann aber sogar bei ihm vor der Tür standen, fand ich nicht mehr so lustig. Heute gehören die Empörungswellen zum Leben im Netz – leider. Muss das so sein?

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re:publica14 Rückblick Teil I : Der Snowden Report

Kunst auf der re:publica14
Nicht Meckern. Besser Machen | Kunst auf der re:publica14

Letzte Woche fand wieder das „Wacken der Netzgemeinde“ statt: 6000 Menschen aus Deutschland und aller Herren Länder versammelten sich im ehemaligen Postbahnhof am Berliner Gleisdreieck, um sich über das Internet und seine Folgen zu unterhalten. Im Jahr 1 nach den Enthüllungen von Edward Snowden war die re:publica politischer denn je zuvor.

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Vorschau : Meine Tipps für die re:publica14

re:publica 2013

Anfang Mai steht wieder das Frühjahrstreffen der deutschen „Netzgemeinde“ auf dem Plan: Mehr als 5.000 Gäste erwarten die Veranstalter der re:publica in diesem Jahr. Ihnen werden 250 Stunden Programm mit den wichtigsten Vor‑, Mit- und Querdenkerinnen und Denkern des Netzes aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft geboten. Bei dem breiten Angebot lohnt es sich, bereits vor der Anreise einen Blick ins Programm zu werfen. Ich hab das mal für Dich gemacht.

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Medienkompetenz : Alu-​Käppchen und der böse Staat

Medien unter die Lupe nehmen
Medien unter die Lupe nehmen | Bestimmte Rechte vorbehalten von cobalt123

„Das Fernsehen macht die Klugen klüger und die Dummen dümmer.“  hat Marcel Reich-​Ranicki einmal gesagt. Das Gleiche gilt für das Internet. Eigentlich wäre das Internet das ideale Medium: Man hat jederzeit Zugriff auf alle Informationen. Leider hat man auch Zugriff auf schlechte Informationen. Und offenbar können damit viele Menschen nicht umgehen. Mir sind jedenfalls in letzter Zeit vermehrt Link-​Empfehlungen untergekommen, die keinem Qualitätsanspruch entsprechen. Es wäre ja nicht so schlimm – das Internet ist ja auch ein großartiges Meinungsmedium – wenn die Empfehlenden nicht immer Meinung und Fakten verwechseln würden und die Internet-​gestützte Empörung nicht selbst zur Nachricht würde.

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