Steffen Voß - Technologie & Gesellschaft

Wirtschaft : Disruptiv muss es sein!

Typ flezt mit Laptop
They "sprawl on couches like Great Danes" | Foto: Guido van Nispen - CC BY 2.0

Es reicht nicht mehr, eine gute Dienstleistung anzubieten oder ein gutes Produkt: Wer etwas auf sich hält, rollt den Markt auf und macht alle Konkurrenten platt. „Disruption” ist das Zauberwort. Doch Jill Lepore vom New Yorker hat sich mit dem Thema auseinandergesetzt und festgestellt, auf welch wackeligen Beinen die wirtschaftswissenschaftliche Theorie dazu steht.

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Polemik : Google kann sich selbst helfen

Auf in die Schlacht für einen fremden Herrn!
Auf in die Schlacht für einen fremden Herrn! / https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

Ich wundere mich immer, wie viele Menschen ihr Herz für Konzerne entdecken, wenn jemand es wagt, einen der Internet‐​Konzerne, wie aktuell Google, zu kritisieren. Ich wundere mich aber noch mehr, auf welch niedrigem Niveau die Google‐​Apologeten zum Teil argumentieren.

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re:publica 13 : Kann Arbeit enden?

Joachim Kleske | Foto: Screenshot
Joachim Kleske | Foto: Screenshot

Einer der Schwerpunkte der re:publica 13 war das Thema „Arbeit”. In mehreren Vorträgen ging es darum, wie wir Arbeit und Leben besser unter einen Hut bringen oder wie Unternehmen mehr gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Johannes Kleske wiederum erklärte „Das Ende der Arbeit”. Aber kann Arbeit eigentlich enden?

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BarCamp Fortschritt = / ≠ Wachstum : Irgendwas mit „bessere Welt”

Thilo Spahl und Jacob Bilabel auf dem BarCamp Fortschritt | Foto: Steffen Voß
Thilo Spahl und Jacob Bilabel auf dem BarCamp Fortschritt | Foto: Steffen Voß

Am 13. April 2013 fand im Betahaus, Hamburg das „BarCamp Fortschritt = /​ ≠ Wachstum”  statt. Eingeladen hatte die ZEIT‐​Stiftung mit ihrer Initiative „.vernetzt#”. Die hat sich auf die Fahnen geschrieben „mit einem interaktiven Labor/​Konzept von Veranstaltungen, Workshops, einer Online‐​Plattform und einem „beta‐​Club” die aktuellen Phänomene und Entwicklungen der Netzwerkgesellschaft zu ergründen und Perspektiven zu entwickeln”. Ein sehr breites Themenspektrum, das ein buntes Publikum angezogen hat. Ein paar unfertige Gedanken dazu.

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Barcamp Fortschritt : Was bedeutet Fortschritt für uns?

Dampflok | Foto: National Library of Ireland
Dampflok | Foto: National Library of Ireland

Das 20. Jahrhundert war von der Idee geprägt, dass technischer Fortschritt, gesellschaftlicher Fortschritt und moralischer Fortschritt Hand in Hand gingen – oft genug wurde diese Idee aber auch praktisch widerlegt. Ob technischer Fortschritt noch gesellschaftliche Krisen lösen kann und welche Rolle Wachstum dabei spielt – diese uns ähnliche Fragen stellt sich das Barcamp Fortschritt am 13. April 2013 in Hamburg.

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Empörung über Amazon : Der Wert einer inkonsequenten Haltung

Dollars
Dollars | Foto: Bestimmte Rechte vorbehalten von 401(K) 2013

Die Wellen schlagen hoch bei Amazon. Nach einer Reportage der ARD über die Arbeitsbedingungen bei dem Versandservice, beschweren sich Kunden vor allem über die Facebook‐​Seite von Amazon. Es gibt aber auch Stimmen, die das alles für scheinheilig halten. Die Verhältnisse bei Amazon seien nur Ergebnis der unkritischen Konsumhaltung der Kundschaft und im Übrigen sei es in China viel schlimmer. Das ist natürlich Quatsch.

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Micropayment : Ein kleines Flattr‐​Revival

Flattr
Flattr

Auf kaffeeringe.de gibt es wieder einen Button für Flattr. Meinen eigenen Account habe ich bestimmt 2 Jahre nicht mehr benutzt. Nachdem Flattr aber die Funktion eingeführt hat, dass man Tweets „flattrn” kann, hat mir hin und wieder jemand ein paar Cent zugesteckt. Ich will mich jetzt revanchieren: Ich habe meine Account wieder mit ein wenig Geld befüllt und angefangen Leute zu flattrn.

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Sofortkultur : Don’t Eat the Marshmallow

By: sand_and_sky - CC BY-SA 2.0

Das hatte Googles deutsche Stimme, Stefan Keuchel noch nicht erlebt: Nachdem die neue Generation Nexus‐​Geräte innerhalb kürzester Zeit ausverkauft waren, sah er sich einem Sturm der Entrüstung ausgesetzt. Solche „persönlichen Beleidungen und Beschimpfungen” hatte der erfahrene Pressesprecher in 8 Jahren nicht erlebt. Er war zwischen die „Konsumistische Internationale” und ihr Objekt der Begierde geraten.

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Netzneutralität : Wie soll das Internet sein und wer sorgt dafür, dass es so wird?

Eine bunte Party | Bestimmte Rechte vorbehalten von Arun Basil Lal
Eine bunte Party | Bestimmte Rechte vorbehalten von Arun Basil Lal

Das Internet als wunderbarer, freier und bunter Ort: Gleicher Zugang aller Bürgerinnen und Bürger zu Informationen und Services aus aller Welt und als Chance für Unternehmen, mit innovativen Konzepten ein weltweites Publikum erreichen zu können. All das habe ich zumindest in der ominösen Netzgemeinde für eine Art Minimalkonsens gehalten. Beim WebMontag habe ich mal wieder festgestellt, dass es unterschiedliche Konzepte von Freiheit gibt, denn zumindest in der Gruppe gab es auch eine starke Fraktion, die vor allem die Freiheit der Unternehmen schätzte und auf Vertragsfreiheit und die Kontrolle durch die Konsumenten setzte. Eine spannende Diskussion.

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Nachhaltigkeit : Smartphones aus Pappe oder Keramik

Amerikanische Müllhalde
Some rights reserved by Wisconsin Department of Natural Resources

2007, 2008, 2009, 2010, 2011 – jedes Jahr gibt es ein neues iPhone. Und jeder, der etwas auf sich hält, muss die neueste Version des Telefons haben. Wer noch eines dieser runden Modelle aus der Anfangszeit hat, wird belächelt. Dabei war der Lebenszyklus eines Telefons vorher – gebunden an den Sponsoring‐​Zyklus der Mobilfunkanbieter noch zwei Jahre. Das ist natürlich kein Apple‐​Phänomen. Aber bei Apple fällt es mehr auf, weil Apple mehr Show drum macht und die iPhones immer schon künstlich etwas schlechter waren als der aktuelle Standard: Das iPhone 1 konnte nicht einmal UMTS und die Kamera mit mickerigen 2 Megapixeln war softwareseitig nicht in der Lage zu filmen. „Stop shipping hardware products that are only ‚beautifully designed,’ ” fordert Designer Wells Riley mit Blick auf die mangelnde Nachhaltigkeit dieser Produkte.

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