Steffen Voß - Technologie & Gesellschaft

Twitter : Eine Zeitung! Ein Telefon! Nein, es ist Social-​Media!

Twit­ter­seite zum SPD Bundesparteitag
Twit­ter­seite zum SPD Bundesparteitag

Twitter hat jetzt eigene Twitterwalls – sogenannte Eventpages. Die erscheinen, wenn man das entsprechende Tag auf twitter.com anklickt. Die normale Hashtag-​Seite kommt erst nach einem weiteren Klick. Um diese allzugut integrierten Twitterwalls gibt es seit den Bundesparteitagen von CDU und SPD nun Diskussionen. Ich habe das gestern an anderer Stelle schon kommentiert. Jens Best hat nun auch dazu gebloggt und ich kann die Kritik verstehen und teile sie in einigen Aspekten auch. Der Kern des Problems liegt darin, dass wir aus der Prä-​Internetwelt den Unterschied zwischen Publikationsmedien und Kommunikationsinfrastruktur kennen. Diesen Unterschied gibt es nicht mehr immer.

Von Steffen Voß / / 1 Kommentar

Netzneutralität : Wie soll das Internet sein und wer sorgt dafür, dass es so wird?

Eine bunte Party | Bestimmte Rechte vorbehalten von Arun Basil Lal
Eine bunte Party | Bestimmte Rechte vorbehalten von Arun Basil Lal

Das Internet als wunderbarer, freier und bunter Ort: Gleicher Zugang aller Bürgerinnen und Bürger zu Informationen und Services aus aller Welt und als Chance für Unternehmen, mit innovativen Konzepten ein weltweites Publikum erreichen zu können. All das habe ich zumindest in der ominösen Netzgemeinde für eine Art Minimalkonsens gehalten. Beim WebMontag habe ich mal wieder festgestellt, dass es unterschiedliche Konzepte von Freiheit gibt, denn zumindest in der Gruppe gab es auch eine starke Fraktion, die vor allem die Freiheit der Unternehmen schätzte und auf Vertragsfreiheit und die Kontrolle durch die Konsumenten setzte. Eine spannende Diskussion.

Von Steffen Voß / / 6 Kommentare

Jugend & Gesellschaft : Nazis find ich persönlich ja doch eher uncool

Graffito:
Nazis find ich persönlich ja doch eher uncool | Foto: pixelputze / photocase.com

Schon ein paar Jahre alt ist die Auswertung einer Studie, in der das deutsch-​österreichische Trendforschungsunternehmen tfactory, jugendliche „Opinion Leader” zu ihren Werten befragte. Herausgekommen ist dabei das Bild von einer Generation, die seit Jahrzehnten zu einem Desinteresse an gesellschaftlichen Zusammenhängen erzogen wurde. Dieser Befund spiegelt sich in einem erodierenden Vertrauen in Organisationen und Institutionen und einem gelebten Pragmatismus. Fatal ist das für eine Gesellschaft, wenn der Nachwuchs in Parteien und Organisationen wegbleibt.

Von Steffen Voß / / Kein Kommentar