Steffen Voß - Technologie & Gesellschaft

Weihnachten : Zuhause ist, wo Du kein WLAN brauchst

Foto: Horst Horstinger - CC BY-SA 2.0

Warmes Licht dringt aus dem Stalltor. Mehr kann ich in der stock-​dunklen Landschaft nicht erkennen, die vor meinem Bahnfenster vorbei huscht. Passt ja zu Weihnachten irgendwie. Ich versuche meinen biblischen Vergleich in einen Tweet zu fassen, um der Welt diese gute Botschaft zu verkünden. Die Welt ist aber nicht erreichbar. Seit der ersten Generation Mobilfunk hat sich in diesem Teil von Schleswig-​Holstein niemand die Mühe gemacht, neue Antennen zu montieren.

Von Steffen Voß / / Kein Kommentar

Wutausbruch : Versehentlich schwarzgefahren

Foto: Hagbard_ - CC BY 2.0

Michael Preatorius’ Hand zittert vor Wut, als sein nagelneuer Monats-​Fahrschein zwischen seinen Fingern brennt. Gerade hat er berichtet, was ihm bei seiner Fahrt mit der Münchner S‑Bahn passiert ist.

Von Steffen Voß / / 1 Kommentar

Überwachungspläne : Wie gefährlich ist Bahnfahren in Schleswig-Holstein?

Didgeman (CC0), Pixabay

Der Landtag beschäftigt sich nach einem Antrag der Fraktion der Piratenpartei im letzten Jahr mit Videoüberwachung in Regionalbahnen. Demnach hatte das Land die Ausrüstung der Züge mit Videoüberwachung zum Teil der Ausschreibung für die Strecken im Land gemacht, ohne sich über Wirkung und Kosten im Klaren zu sein. 

Von Steffen Voß / / Kein Kommentar

Mobilität : Unsere abgefahrene Zukunft

Google Auto
Google Auto | Foto: Bestimmte Rechte vorbehalten von ScottSchrantz

Vor 10 Jahren hatte sich Kiel gemeinsam mit Hamburg um die Olympischen Spiele beworben. Spätestens seit damals geistert die Idee einer Stadtregionalbahn durch die Stadt. Als eine der letzten Städte hatte Kiel erst 1985 die letzte Straßenbahnstrecke eingestellt. Hier und da finden sich immer noch Schienen im Stadtgebiet. Doch ist die Eisenbahn – eine Technologie aus dem 19. Jahrhundert – für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) eigentlich wirklich noch auf der Höhe der Zeit?

Von Steffen Voß / / 3 Kommentare

Automaten Guides : Die Rückkehr des Menschen

Mann steht auf dem Bahnsteig und schau in sein Handy
Foto: Clem Onojeghuo /Pexels

Als ich im Sommer am Stuttgarter Bahnhof eine Fahrkarte erwerben wollte, musste ich zunächst zwei Leuten helfen, ihre Karte zu kaufen. Der ältere Herr um die 80 lugte durch seine dicke Brille auf den Bildschirm und drückte immer wieder irgendwo auf drauf, so als gelte es nur den richtigen Knopf zu erwischen, um die Karte zu bekommen. Die Frau mitte 40 hatte schon vom Hingucken keine Lust mehr. Also griff ich ein und kaufte den beiden ihre Karten.

Mittlerweile hat die Bahn dieses Problem wohl erkannt und stellt neben die Automaten sogenannte „Automaten Guides“. Ein Wort, das sich vermutlich das selbe Kreativteam ausgedacht hat, dass auch den „Service Point“ erfunden hat… Zumindest übernehmen diese Guides den Job, den bisher nur hilfsbereite Mitreisende wie ich ausgeführt haben und kaufen überforderten Kunden ihre Karten.

Bei all dem Personaleingespare hat da wohl jemand die Realität vergessen: Die meisten Leute lesen nicht gerne. Und viele können es nicht einmal besonders gut – weil sie es nie richtig gelernt haben oder weil sie schlecht oder gar nicht gucken können.

Von Steffen Voß / / Kein Kommentar