Steffen Voß - Technologie & Gesellschaft

Prism, Guantanamo & Co. : Outsourcing ins rechtliche Schlaraffenland

Inaugurate Justice
Inaugurate Justice | Bestimmte Rechte vorbehalten von Shrieking Tree

Ist es nicht schön: Während die Bevölkerung der meisten Länder äußerst empfindlich dabei ist, wenn sie von ihren Regierungen ausspioniert werden, haben die meisten Menschen nichts dagegen, wenn im Ausland spioniert wird. Man macht dann einfach einen Deal: Wir spionieren Euch aus und ihr spioniert uns aus und am Ende sind wir alle befreundet und tauschen die Erkenntnisse aus. Man outsourct einfach in ein anderes Rechtsgebiet und schon hat alles den Anschein von Legalität.

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Nach #PRISM : Anonymität ist keine Lösung

Reclaim Privacy
Reclaim Privacy | Bestimmte Rechte vorbehalten von Schockwellenreiter

Nachdem der amerikanische Whistleblower Edward Snowden öffentlich gemacht hat, was die US-Regierung in Kooperation mit befreundeten Geheimdiensten alles treibt, um möglichst alle Menschen in aller Welt zu überwachen, wird immer wieder darauf hingewiesen, wie man sich im Internet verstecken könnte – gerne kommt auch der Hinweis darauf, dass viele Bürger zu viel von sich im Internet preis gäben. Anonymität und Medienkompetenz mögen zwar für Vieles gut sein, sie sind aber kein Ersatz für funktionierende Rechtsstaaten und freiheitliche Gesellschaften – zu denen auch immer Datenschutz gehört.

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Netzsperren : England will Pornografie sperren

Tim Schlotfeldt schreibt in seinem Blog über Moral und Netzneutralität im Zusammenhang mit den Plänen, die in Großbritannien bekannt wurden: Schon seit geraumer Zeit diskutierte die konservative Regierung, die Provider dazu zu zwingen, pornografische Inhalte zu sperren und nur auf Antrag der Kunden weiterzuleiten. Die vier größten Provider der Insel lassen sich nun wohl auf diese Pläne ein, wie der Guardian berichtet.

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Großbritannien : Die feine englische Art – elektronisch überwacht

Es gab eine Zeit, da verband man mit England vor allem den Gentleman. Er war höflich und zurückhaltend und lief mit Tweed-Anzug auf seiner Insel herum. Die Polizisten nannte man „Bobby“ und diese lehnten an schwarzlackierten Straßenlaternen und schwangen lässig ihre Gummiknüppel. Diese Zeiten sind vorbei. Hooligans, betrunkene Jugendliche und Terroristen haben das Land fest um Griff. Weil die Bobbys nicht überall sein können, gibt es eine Videoüberwachung, von der George Orwell nicht einmal geträumt hat. Den allgemeinen Unfug nur zu beobachten ist nun aber nicht mehr genug.

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