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Linux überall: Es tut sich was im Ubuntu-Land

Neben dem un­ver­meid­li­chen April-Release von Ubuntu, ste­hen ei­ni­ge an­de­re Projekte vor der Tür. Mark Shuttleworth, Chef der Ubuntu-Firma Canonical, ver­sucht mit sei­ner Linux-Distribution Neuland zu be­tre­ten. Nach Ubuntu für den Fernseher folgt jetzt Ubuntu für Android. Das Telefon wird da­mit erst­mals als voll­wer­ti­ger Rechner ge­nutzt.

Ubuntu TV

Verschiedene Firmen ha­ben in den letz­ten Monaten an­ge­kün­digt, im Fernsehmarkt der Zukunft mit­spie­len zu wol­len. Unter an­de­rem Google ist da­bei – und seit Kurzem auch Ubuntu.

Ubuntu TV soll vor al­lem mit al­len mög­li­chen an­de­ren Systemen zu­sam­men ar­bei­ten und Filme zum Beispiel auch aus iPho­nes strea­men kön­nen.

Ubuntu on Android

Viel span­nen­der ist aber „Ubuntu on Android“: Heutige Smartphones sind leis­tungs­fä­hi­ge, klei­ne Computer. Man müss­te nur Tastatur, Maus und Monitor an­schlie­ßen, um sie voll als sol­che ein­set­zen zu kön­nen. Genau das will Ubuntu jetzt er­rei­chen.

Ubuntu on Android star­tet ei­ne kom­plet­te Desktopumgebung auf dem Telefon, wenn es in ei­ne Dockingstation ge­steckt wird. Dort ste­hen dann nor­ma­le Programme wie VLC oder Thunderbird zur Verfügung. Außerdem kön­nen die Android Apps ge­nutzt wer­den.

So ein System ist mir bis­her von kei­nem an­de­ren Anbieter (Apple, Google…) be­kannt, klingt aber sehr char­mant: Man hat im­mer nicht nur die ei­ge­nen Daten da­bei, son­dern auch die ge­sam­te Software mit den per­sön­li­chen Einstellungen. Gerade im Berufseinsatz könn­te das den klas­si­schen Bürorechner ab­lö­sen und das Laptop er­gän­zen.

Ob si­ch da­bei aber ge­ra­de Ubuntu durch­setzt, oder ob Apple und Google jetzt ei­ge­ne Lösungen ent­wi­ckeln bleibt ab­zu­war­ten. Ubuntu hat aber ei­ne in­ter­es­san­te Geräte-Strategie ge­wählt, um dem ei­ge­nen Produkt ei­ne brei­te­re Basis zu ge­ben. Begeisterte Ubuntu-Fans ha­ben schon ein­mal vi­sua­li­siert, wie sie si­ch ein Ubuntu-Solarlaptop oder ein Ubuntu TV aus­se­hen könn­ten.

Und in die­sem Zusammenhang er­gibt die ei­ge­ne Cloud Ubuntu One und die Einführung der Bedieneroberfläche Unity auch Sinn (so­gar der Name): Die glei­che Oberfläche funk­tio­niert dann auf Touchscreens, Desktopcomputern und Fernsehern. Die Kunden müs­sen si­ch nicht um­ge­wöh­nen. Canonical hat jetzt die Chance, ei­ne ei­ge­ne Produktwelt zu schaf­fen, die al­le mög­li­chen Medien zu­sam­men­führt. Und das Schöne ist: Das al­les ist freie Software.

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