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uncomputing: Transformer Prime Kunden gehen auf die Barrikaden

Foto: Some rights reserved by mandyxclear
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Die Kunden von Asus sind ent­setzt: Das Transformer Prime hat ei­nen ver­schlüs­sel­ten Bootloader. Damit ist es nicht mehr ein­fach mög­li­ch, be­lie­bi­ge Software zu in­stal­lie­ren. Ein ei­gent­li­ch als be­son­ders viel­sei­tig an­ge­prie­se­nes Gerät funk­tio­niert da­durch nur so, wie es si­ch der Hersteller vor­stellt. Bei Apple mag das nor­mal sein – Androidnutzer kann­ten das bis­her nur von HTC. Und HTC hat ih­re ent­spre­chen­de Strategie nach mas­si­ven Kundenprotesten wie­der ge­än­dert.

Ein Laptop? Ein Tablet? Nein! Das Transformer Prime von Asus! Eigentlich soll­te es ein be­son­ders prak­ti­scher Taschen-Computer sein: Normal ein Tablet-PC mit Touchscreen, doch wenn man die Tastatur an­steckt, ein voll­stän­di­ges Notebook.

Was aus­sieht, wie ein uni­ver­sel­ler Computer ist ein Wahrheit ein Kastrat: Der ver­schlüs­sel­te Bootloader ver­hin­dert das Aufspielen an­de­rer Software.Viele Kunden hat­ten si­ch of­fen­bar er­hofft, auf das Gerät ein Linux oder nach dem Erscheinen auch Windows 8 in­stal­lie­ren zu kön­nen. All das ist jetzt er­st ein­mal nicht mög­li­ch. Auf der Facebookseite von Asus Nord-Amerika re­bel­lie­ren die Kunden.

Richtig so. Jonathan Zittrain, Autor des Buches „The Future of the Internet – and how to stop it“ for­der­te ge­ra­de in ei­nem Essay für Technology Review: „Wir brau­chen wü­ten­de Nerds„.

„Doch so­wohl Entwickler als auch Nutzer soll­ten for­dern­der sein. Entwickler soll­ten nach Wegen Ausschau hal­ten, wie sie oh­ne Beschränkungen ih­re Nutzer er­rei­chen kön­nen, über of­fe­ne Plattformen oder durch Druck auf die Geschäftsbedingungen der ge­schlos­se­nen Plattformen. Nutzer wie­der­um soll­ten si­ch öf­ter auf al­ter­na­ti­ve Apps ein­las­sen und die Plattformen, die sie no­ch an­bie­ten – und da­mit den Geist des PC-Konzepts hoch­hal­ten.“

Denkt al­so ein we­nig mehr nach beim Kaufen des nächs­ten prak­ti­schen Gimmicks, ob ihr viel­leicht ir­gend­wann Euren „Echten PC“ über­flüs­sig macht und es den dann in Zukunft nicht mehr gibt.

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