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Sound lokal streamen: Vom Sofa zur Stereoanlage

Foto: Some rights reserved by derfranzjoseph
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Das Szenario: Der eine Rechner steht ne­ben der Stereoanlage und der an­dere liegt mit sei­nem Besitzer auf dem Sofa. Die Frage: Wie kann man nun die Musik vom Sofa aus steu­ern? Die Antwort: Man streamt die Musik ein­fach vom Sofa-Laptop zum Anlagenrechner. Unter Ubuntu sind das ein paar Klicks.

Auf bei­den Rechnern muss eine ak­tu­elle Ubuntu-Version in­stal­liert sein. Dazu muss man auf bei­den Rechnern „pa­prefs“ in­stal­lie­ren. Das ist ein klei­nes Programm, das am Soundsystem Pulseaudio (pa) zu­sätz­li­chen Einstellungen (prefs) er­mög­licht. Nach der Installation muss man pa­prefs auf­ru­fen. Das Programm be­steht aus ei­nige Tabs mit Einstellungen.

  1. Als ers­tes man ein Häkchen bei dem Stereoanlangenrechner im Tab „Multicast/RTP“ auf „Multicast/RTP-Empfänger ak­ti­vie­ren“.
  2. Dann macht man beim Sofarechner ein Häkchen im Tab „Multicast/RTP“ auf „Multicast/RTP-Sender ak­ti­vie­ren“. Und es stellt dar­un­ter so ein, dass die Ausgabe des Lautsprechers über­ge­ben wird.

In der Regel sollte man jetzt fer­tig sein und al­les, was an Sound auf dem Sofarechner läuft, ist auf dem Stereoanlagenrechner zu hö­ren. Ich hatte noch das Problem, dass es auf dem Laptop zu­nächst nur per Kabel-LAN ging. Wenn also die Übertragung nicht gleich geht, kann das daran lie­gen, dass der Netzwerkadapter Multicast nicht durch­lässt. Dann muss man mal schauen, wel­chen Netzwerkadapter der Rechner nutzt und das frei­ge­ben:

sudo if­con­fig NETZWERKADAPTER all­multi

also zum Beispiel:

sudo if­con­fig wlan0 all­multi

Per Kabel läuft die Sache sehr rund. Per WLAN kann es sein, dass man das Netzwerk neu star­ten muss. Wer nicht ge­nau weiß, wie das geht, kann ein­fach bei­den Rechner ein­mal neu star­ten. Der Effekt ist der glei­che. Natürlich muss der WLAN-Empfang auf bei­den Rechner ei­ni­ger­ma­ßen sein (min­des­tens 40%), da­mit es ohne Probleme klappt. Dann steht auch dem ge­müt­li­chen Musikabend auf dem Sofa nichts mehr im Weg.

Update 1 [30.12.2011]

Auf Grund ei­nes Bugs kann es sein, dass das so nicht funk­tio­niert. Man kann dann ein­fach eine Pfad auf eine an­dere Version von Pulseaudio ver­bie­gen (via ubuntuusers.de):

sudo ln -s /usr/lib/pulse-1.0 /usr/lib/pulse-1.0.0

Update 2 [31.12.2011]

Ich hab gute Erfahrungen da­mit ge­macht, auf dem Netbook, das den Stream ab­spielt Pulseaudio in Realtime zu star­ten:

sudo pul­se­au­dio –high-priority=1

Ansonsten setzt der Stream ab und zu aus und be­kommt im­mer mehr Versatz zum Original. Das liegt aber nicht an der Übertragung son­dern daran, dass das Netbook mit an­de­ren Sachen be­schäf­tigt ist. Auf leis­tungs­fä­hi­ge­ren Rechner sollte das aber kein Problem sein.

Links

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Kommentare

Christoph

Festplatte an Fritzbox mit Konservenmusik oder Internetradio-Stream.
Wlan-Radio an Verstärker.
Radioclient auf Tablet, Handy oder Notebook zur Steuerung der Musik.
Wenn der Daddeldrang über­mäch­tig wird, dann biege ich das Gameaudio per Bluetooth auf das Wlan-Radio um.
Was ging nicht? Ipad lässt sich nicht in­te­grie­ren, wenn man auf iTu­nes verzichtet…und ich ver­zichte.

Ikem

Dein Tutorial hat su­per funk­tio­niert. Danke da­für. 🙂

Tonio

Hey! Ich hab die ex­akt oben ge­schil­derte Situation, nur dass bei mir beide Rechner Macs sind. Gibts da eine ähnliche/gleiche Lösung?

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