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Web-Entwicklung: Die Industrialisierung kommt

Flickr Commons

Das Internet verändert sich. Auch wenn das Netz ständig wächst – Anbieter wie Facebook oder Google gewinnen immer mehr Gravitation und binden Aufmerksamkeit an sich. Für Vieles muss man heute keine eigene Website mehr betreiben und gerade Communities lassen sich oft einfach bei bestehenden Social Networks oder zumindest in Anbindung an Social Networks organisieren. Eine logische Entwicklung.

Früher gab es in jedem Ort einen Schumacher, der für Leute, die sich das leisten konnten, individuell Schuhe hergestellt hat. Nicht jeder konnte sich das leisten. Dann kam die Industrielle Revolution. In großen Fabriken werden tausende von Schuhen billig hergestellt. Und jeder kann sich viele Paare Schuhe leisten.

Heute haben wir noch viele, kleine Internet-Klitschen in der Welt, die für diejenigen, die sich das leisten können, individuell Internetseiten erstellen. Wir sehen heute schon Bands, die ausschließlich bei MySpace sind. Die können sich nichts anderes leisten und für die reicht das: Ein paar MP3s, Tourdaten, News, Fotos und die Leute können schreiben, dass es ihnen gefällt. Selbst wenn MySpace als Community heute nicht mehr der Kracher ist: Jede Band kann heute bei MySpace eine ordentliche Webseite haben. Wenn die dann mal Stars und reich werden, lassen die sich eine individuelle Website und handgemachte Schuhe herstellen.

Wir sehen heute auch Firmen, die für bestimmte Aktionen gar keine Webseite mehr eröffnen und ausschließlich bei Facebook sind. Das reicht, wenn man Interaktion mit den Kunden haben will. Wir sehen Leute, die ihre eigene Homepage bei jimdo.com erstellen können. Und die sehen ganz okay aus – auch wenn man keine Ahnung vom Internet hat.

Wer nicht will, dass alles sich um die Planeten Google und Facebook dreht, sollte zusehen, die freien Alternativen zu nutzen. Ich hatte vor einiger Zeit schon einmal darüber gebloggt, dass Ubuntu One Diaspora anbinden sollte. Jeder Ubuntu One Benutzer hätte dann auch einen Account bei dem freien Social Network. Auch Open Source Projekte sollte versuchen, die eigene Benutzer-Verwaltung soweit wie möglich an Diaspora oder StatusNet anzuschließen.

Foto: Flickr Commons

Kommentare

lightonflux

„dass Ubuntu One Dis­pora anbin­den sollte”

RECHTSCHREIBUNG!

(dies war eine dezente Mitteilung, präsentiert von GNU-Commercials)

Steffen

„Knietief im Dispo“ 😉

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