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Diaspora: Die Facebook-Alternative

Diaspora war im letzten Jahr angetreten, eine freie Alternative zur Mega-Datenkrake Facebook zu werden. Social Networks leben aber vor allem von vielen Teilnehmern und die fehlen Diaspora bisher. Martin Weigert hat bei netzwertig dazu aufgerufen Diaspora eine zweite Chance zu geben.

Sicher finde ich ein freies, dezentrales Social Network total sinnvoll. Ich bin nur nicht der Meinung, dass Diaspora schon soweit ist, dass es wirklich auch nur im Ansatz als Alternative zu Facebook bezeichnen kann. Ein dickes Problem ist nämlich, dass man bisher nur mit Einladung mitmachen kann – und ich hab keine mehr zu vergeben.

Dazu kommt, dass Diaspora zwar schon recht schön aussieht, aber noch fast nichts kann. Man kann einen Status hinterlassen, den kommentieren und „gefällt mir“ klicken. Und man kann Fotos hochladen. Aber das leider nur an der Pinnwand und nicht in irgendeiner sortierten Art und Weise in Alben mit Beschreibungen und der Möglichkeit sie öffentlich zu machen, oder so.

Das Entwicklungstempo bei Diaspora ist relativ langsam. Es könnte aber sein, dass Diaspora seine wahre Kraft erst nach und nach entfaltet. Jüngst startete mit cubbi.es ein auf Diaspora basierender Foto-Sammeldienst. Hier kann man per Klick Fotos während des Surfens sammeln und automatisch bei Diaspora veröffentlichen. Das sieht schon recht schön aus.

Wer also einen Diaspora-Account hat, sollte einfach mal wieder reinschauen: Ich hab mir im Firefox in der Lesezeichenleiste einen Ordner “täglich” angelegt, in dem ich alle möglichen Seiten habe, die ich täglich öffnen möchte. Ein Klick mit der mittleren Mouse-Taste und schon sind alle in Tabs geöffnet.

Dort habe ich auch Diaspora verlinkt. So schaffe ich es regelmäßig reinzuschauen, obwohl ich da noch nicht allzu viele Leute kenn.

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Kommentare

Swen Wacker

Falls je­mand no­ch ein Einladung braucht, ich hät­te no­ch wel­che …

Thomas Lange

ir­gend­wie ein to­tes Projekt. 🙁

Andreas

Ergänzend kann no­ch die Tag-Orientierung ge­nannt wer­den, so­wohl für Personen als auch für Posts. Leider fin­det man zum Stichwort SPD zum Beispiel bis­her nur zwei Personen.

Steffen

Es gibt ei­ne gan­ze Reihe ak­ti­ver Leute bei Diaspora. Wenn man Diaspora zu­min­dest zu Anfang eher so nutzt wie Twitter und si­ch die­se frem­den Leute sucht und de­nen ei­nen be­stimm­ten Aspekt hin­zu­fügt, ist Diaspora echt le­ben­dig. Wenn man nach­her mehr Bekannte da hat, kann man die dann ja im­mer no­ch raus­schmei­ßen. Aber ich glau­be, ich will das gar nicht, weil die echt in­ter­es­san­te Sachen pos­ten.

nunatak@joindiaspora.com

Die Einladungen sind be­stimmt nicht das Problem. Würde erst­mal ei­ne Anmeldewelle los­bre­chen, wa­ren schnell ge­nug da. Und wenn nicht gibt es no­ch an­de­re Pods wie Geraspora.
Sicher, es soll­ten no­ch wei­te­re Optionen ein­ge­rich­tet wer­den, aber am Ende soll ja trotz­dem ge­ra­de nicht so ein bun­ter Haufen wie Facebook, mit Farmeville und all dem Blödsinn sein. Ich den­ke Diaspora ist auf ei­nem gu­ten Weg, al­lein es feh­len no­ch die Nutzer. Doch dass das kein leich­ter, schnel­ler Weg wür­de war doch klar! Selbst Netzwerk-Riesen wie Myspace sind in die Knie ge­gan­gen, wäh­rend an­de­re Giganten wie Google es nicht schaf­fen konn­ten si­ch auf die­sem Markt zu eta­blie­ren. Was ich da­mit sa­gen will: Wer Diaspora will darf kei­nen kur­zen Atem ha­ben. Wer es nach den we­ni­gen Monaten schon wie­der auf­ge­ben will, hat­te nie ech­tes Interesse dar­an oder ist viel zu naiv her­an­ge­gan­gen.

JW

@Sven: Also ich wür­de mi­ch über ei­ne Einladung freu­en! 🙂 jw_diaspora [at] arcor.de

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