Steffen Voß - Technologie & Gesellschaft

Diaspora : Die Facebook-Alternative

Steffen Voß

Diaspora war im letzten Jahr angetreten, eine freie Alternative zur Mega-Datenkrake Facebook zu werden. Social Networks leben aber vor allem von vielen Teilnehmern und die fehlen Diaspora bisher. Martin Weigert hat bei netzwertig dazu aufgerufen Diaspora eine zweite Chance zu geben.

Sicher finde ich ein freies, dezentrales Social Network total sinnvoll. Ich bin nur nicht der Meinung, dass Diaspora schon soweit ist, dass es wirklich auch nur im Ansatz als Alternative zu Facebook bezeichnen kann. Ein dickes Problem ist nämlich, dass man bisher nur mit Einladung mitmachen kann – und ich hab keine mehr zu vergeben.

Dazu kommt, dass Diaspora zwar schon recht schön aussieht, aber noch fast nichts kann. Man kann einen Status hinterlassen, den kommentieren und „gefällt mir“ klicken. Und man kann Fotos hochladen. Aber das leider nur an der Pinnwand und nicht in irgendeiner sortierten Art und Weise in Alben mit Beschreibungen und der Möglichkeit sie öffentlich zu machen, oder so.

Das Entwicklungstempo bei Diaspora ist relativ langsam. Es könnte aber sein, dass Diaspora seine wahre Kraft erst nach und nach entfaltet. Jüngst startete mit cubbi.es ein auf Diaspora basierender Foto-Sammeldienst. Hier kann man per Klick Fotos während des Surfens sammeln und automatisch bei Diaspora veröffentlichen. Das sieht schon recht schön aus.

Wer also einen Diaspora-Account hat, sollte einfach mal wieder reinschauen: Ich hab mir im Firefox in der Lesezeichenleiste einen Ordner “täglich” angelegt, in dem ich alle möglichen Seiten habe, die ich täglich öffnen möchte. Ein Klick mit der mittleren Mouse-Taste und schon sind alle in Tabs geöffnet.

Dort habe ich auch Diaspora verlinkt. So schaffe ich es regelmäßig reinzuschauen, obwohl ich da noch nicht allzu viele Leute kenn.

Links

Kommentare

Swen Wacker
Swen Wacker:

Falls jemand noch ein Einladung braucht, ich hätte noch welche …

14.6.2011 um 15:38
Thomas Lange
Thomas Lange:

irgendwie ein totes Projekt. 🙁

14.6.2011 um 16:44
Andreas
Andreas:

Ergänzend kann noch die Tag-Orientierung genannt werden, sowohl für Personen als auch für Posts. Leider findet man zum Stichwort SPD zum Beispiel bisher nur zwei Personen.

16.6.2011 um 09:10
Steffen
Steffen:

Es gibt eine ganze Reihe aktiver Leute bei Diaspora. Wenn man Diaspora zumindest zu Anfang eher so nutzt wie Twitter und sich diese fremden Leute sucht und denen einen bestimmten Aspekt hinzufügt, ist Diaspora echt lebendig. Wenn man nachher mehr Bekannte da hat, kann man die dann ja immer noch rausschmeißen. Aber ich glaube, ich will das gar nicht, weil die echt interessante Sachen posten.

16.6.2011 um 21:27
nunatak@joindiaspora.com
nunatak@joindiaspora.com:

Die Einladungen sind bestimmt nicht das Problem. Würde erstmal eine Anmeldewelle losbrechen, waren schnell genug da. Und wenn nicht gibt es noch andere Pods wie Geraspora.
Sicher, es sollten noch weitere Optionen eingerichtet werden, aber am Ende soll ja trotzdem gerade nicht so ein bunter Haufen wie Facebook, mit Farmeville und all dem Blödsinn sein. Ich denke Diaspora ist auf einem guten Weg, allein es fehlen noch die Nutzer. Doch dass das kein leichter, schneller Weg würde war doch klar! Selbst Netzwerk-Riesen wie Myspace sind in die Knie gegangen, während andere Giganten wie Google es nicht schaffen konnten sich auf diesem Markt zu etablieren. Was ich damit sagen will: Wer Diaspora will darf keinen kurzen Atem haben. Wer es nach den wenigen Monaten schon wieder aufgeben will, hatte nie echtes Interesse daran oder ist viel zu naiv herangegangen.

17.6.2011 um 17:41
JW
JW:

@Sven: Also ich würde mich über eine Einladung freuen! 🙂 jw_diaspora [at] arcor.de

8.7.2011 um 11:29

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Möchtest Du per E-Mail benachrichtigt werden, wenn Dir hier jemand antwortet?