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kino.to: Geld verdienen mit fremder Arbeit

almogon / photocase.com
almogon / photocase.com

Letzte Woche wur­de das il­le­ga­le Filmportal kino.to dicht­ge­macht und bun­des­weit Verdächtige fest­ge­nom­men, die das Portal be­trie­ben ha­ben sol­len. Die Reaktionen dar­auf wa­ren zum Teil recht merk­wür­dig. Die Piraten ha­ben si­ch so­gar of­fi­zi­ell mit den Betreibern so­li­da­ri­siert. Ich fin­de, es gibt ei­nen Unterschied zwi­schen dem Gelegenheits-Downloader und Leuten, die mit frem­der Leute Arbeit viel Geld ma­chen.

Johnny Haeusler be­schreibt es recht gut: Sicher ist die Filmindustrie kein Wohlfahrtsverein, bei dem das gan­ze Geld bei den Künstlern lan­det. Und si­cher hät­te sie si­ch in­ten­si­ver um ei­ne zeit­ge­mä­ße Online-Vermarktung küm­mern kön­nen.

Bei kino.to sieht aber nie­mand der Beteiligten Geld. Und das kön­nen nicht ein­mal die ver­rück­tes­ten Urheberrechtsgegner wol­len. Filme und Serien zu dre­hen kos­tet ei­ne Menge Geld – und das kann man nicht über Merchandising rein­krie­gen. Live-Auftritte sind in die­sem Bereich auch schwie­rig. Obwohl: „LOST – Das Musical“ – ich würd’s mir an­gu­cken!

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Foto: al­mo­gon / photocase.com

Kommentare

stephan dirks

Das was die Betreiber und vor al­lem die Uploader auf der ei­nen Seite tun ist na­tür­li­ch auch recht­li­ch von an­de­rer Qualität, als das pu­re Downloaden bzw. et­was neu­tra­ler for­mu­liert: „Nutzen“ der Plattform. Ob das über­haupt ge­gen ur­he­ber­recht­li­che Vorschriften ver­stößt, ist zu­min­dest frag­li­ch (bei uns gibts auch nen kur­zen Text da­zu: http://www.sdplegal.de/Aktuelles/2011/6/10/kinoto–Nutzer-im-Visier-von-Rechteinhabern-und-Staatsanwaltschaft/) . Es sieht des­we­gen er­st ein­mal nicht so aus, als wür­den dort nun mas­sen­wei­se „die klei­nen ge­hängt“, und das se­hen auch die meis­ten ern­st zu neh­men­den Kollegen so.

Was die „Debatte“ um ein neu­es Urheberrecht an­geht – die wird mE aus be­stimm­ten Richtungen oft­mals mit der Grundhaltung ge­führt, dass er­laubt sein muss, was mög­li­ch ist. Wie du rich­tig sagst, wird es auf die­se Weise aber kei­nen sach­ge­rech­ten Interessenausgleich zwi­schen Urhebern, „Contentindustrie“ und Nutzern/Konsumenten ge­ben.

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