Steffen Voß - Technologie & Gesellschaft

Tiny Tiny RSS : Jetzt auch noch der eigene Online-RSS-Reader

Foto: hoellisch / photocase.com

Steffen Voß

Irgendwie macht es mir gerade wieder richtig Spaß einen Cloud-Dienst nach dem Anderen durch eigene Lösungen zu ersetzen. Durch einen Tipp von Rowi bin ich auf Tiny Tiny RSS gestoßen. Ich hatte mich gerade mit dem Google Reader als Ersatz für das Firefox-Plugin Brief beschäftigt und gar nicht daran gedacht, dass es einen gleichwertigen, freien RSS-Reader geben könnte.

Tiny Tiny RSS ist schnell eingerichtet (Hochladen, Config anpassen, fertig) und bietet dann eine Oberfläche, die dem Google Reader sehr ähnlich ist: Links gibt es die Auswahl zwischen den verschiedenen Feeds und den verschiedenen aggregierten Übersichtsseiten, wenn man die Feeds thematisch sortiert. In der Mitte sieht man dann die einzelnen Posts mit Titel und Inhalt.

Bei Google Reader kann man die Feeds per OPML exportieren – Tiny Tiny RSS importiert sie. Das einzige Feature, das natürlich fehlt, sind die Empfehlungen nach dem Motto: „Wenn Sie sich für diesen Feed interessieren, könnte Sie auch dieser Feed interessieren.“

Dafür lässt sich die eigene Tiny Tiny RSS-Installation im Firefox als RSS-Reader anmelden. Klickt man dann einen RSS-Feed an, bietet Firefox den als Ziel des RSS-Abonnements an.

Schnell hat man so den Reader überladen, aber auch bei Tiny Tiny RSS gelten meine Tipps zur Bändigung der Informationsflut per RSS. Den einen oder anderen Feed hab ich inzwischen wieder rausgeschmissen. Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden mit meinem eigenen Reader.

Links

Foto: hoellisch / photocase.com

Kommentare

Stefan
Stefan:

Interessant, aber warum sich die Mühe mit dem Export der OPML-Dateien machen und nicht gleich – auch mit dem Desktop-Client – auf die Google-Reader Feeds zugreifen, habe ich mich gefragt und habe für Windows den Feed-Demon Lite (http://www.feeddemon.com) oder Plattformunabhängig (Adobe Air App 😉 ) den WebReader (http://getwebreader.com) gefunden. Beide greifen direkt mit den Google-Anmeldedaten auf die Feeds des GoogleReader zu und können diese auch komfortabel editieren. Vorteil den ich sehe: Eine zentrale Ablage aller Feeds im GReader, die ich von überall erreiche. Ein Stand in allen Clients ohne Im- und Export.
Nur mal so als Tipp am Rande.
Hoffentlich wird das hier jetzt nicht mit den ganzen Links als Spam abgelegt 😉
Gruß,
S.

19.4.2011 um 18:57
Jörg
Jörg:

Hm. Lässt sich das auch z.B. mit einem Offline-Reader synchronisieren?

19.4.2011 um 20:23
Steffen
Steffen:

@Stefan: Aber ich wollte doch gerade weg von Google 😉

@Jörg: Wozu? Wenn Du nicht ins Netz kommst, kannst Du viele Feeds ja ohnehin nicht lesen. Ich nutz nur noch reader.kaffeeringe.de 😉

19.4.2011 um 22:33

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