Steffen Voß - Technologie & Gesellschaft

Früher : Das Loch in der Banane

Foto: kai / photocase.com

Steffen Voß

Erinnerst Du Dich noch an das Fernsehen früher? Es gab nur eine Hand voll Sender – die hatten dafür umso mehr Zeit. Nachts kam das Testbild und Mittags „Videotext für alle“. Im „Ersten Programm“ gab es immer Pausen. Keine Werbepausen, sondern Zeiten, wenn auf die Regionalprogramme umgeschaltet wurde. Diese Pausen waren damals immer etwas ganz besonderes – weil sie so schön waren und man nie wusste, wie lange sie dauern. Sie waren immer zu kurz – weil der Pausenfüller so schön war.

In diesen Pausen flog in einem Film ein Ballon über eine von 19 gezeichneten norddeutschen Städten. Im Hintergrund ein wunderschönes akustisches Gitarrenstück.

Die Zeichungen sind offenbar von einem Zeichner der Klaus Fischer heißt – leider kann ich im Netz überhaupt nichts über ihn finden. Erstaunlich. Es gab in den 1980ern ja nicht nur diese Pausenfilme. Die Motive der verschiedenen Städte gab es auch als Poster.

Der Song heißt „Das Loch in der Banane“ und ist von Klaus Weiland, den man sogar mit einem eigenen Channel bei Youtube findet. Dort spielt er auch genau „Das Loch in der Banane“ und erklärt in der Beschreibung, dass das Akustikstück eigentlich nur ein Lückenfüller war – eine Fingerübung, die zum letzten Song auf dem Album „Acoustic Guitar Scene“ (1973) wurde.

Den Erfolg seines Songs hat Klaus Weiland offenbar gar nicht mitbekommen, weil er zu der Zeit in Indien herumreiste. Nur einmal habe er beim Betreten des Zimmers noch den Ballon ausblenden sehen.

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Kommentare

Sascha
Sascha:

ich bin mir nicht 100% sicher, aber möglicherweise ist das dieser klaus fischer?

http://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Hein_Fischer

14.9.2010 um 08:56
Karin
Karin:

Toller Artikel.

Bin eben durch Zufall auf deinen Blog gestoßen. Super

lg
Karin

19.9.2010 um 11:22

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