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Freie Karten: OpenStreetMap erreicht den Mainstream

Kiel, Ravensberg | Bild: OpenStreetMap Lizenz: CC-BY-SA

Nach AOL engagiert sich jetzt auch Microsoft bei dem freien Geodaten-Projekt OpenStreetMap: Bereits Anfang Juli präsentierte AOL die neue Version seines Google Maps Konkurrenten MapQuest – basierend auf den freien Geodaten von OpenStreetMap. Nun zieht Mircosoft nach und ergänzt den Kartenservice seiner Suchmaschine „Bing“ um einen OpenStreetMap-Layer.

Im Jahr 2004 startete das Projekt „OpenStreetMap“ damit Geodaten zu sammeln und daraus Karten zu erzeugen. Nach dem Prinzip von Wikipedia kann jeder angemeldete Benutzer Daten einreichen, anlegen und verändern.

Der Vorteil freier Geodaten gegenüber den kostenlosen Karten liegt vor allem darin, dass jeder aus den Daten das herausholen kann, was er benötigt. Die Karte, die man unter www.openstreetmap.com  benutzen kann, ist nur eine Möglichkeit. Der AOL Service MapQuest zeigt, wie die selben Daten mit einer anderen Software völlig anders aussehen können.

Mittlerweile hat sich eine eigene Community rund um OpenStreetMap gebildet, die an weiteren Anwendungsmöglichkeiten arbeitet: Ob freie Seekarte oder Fahrrad-Routing-Software –  es gibt nichts, an dem noch nicht gearbeitet wird. Das meiste davon sind Projekte von Hobbyisten. Doch offenbar erkennen jetzt auch die Großen die Vorteile.

Bis zum Start von Google Maps war AOLs Kartenservice MapQuest der Inbegriff der Online-Karte. Doch die einfache Bedienbarkeit und die globale Verfügbarkeit von Google Maps führte zum Niedergang. Jetzt führt MapQuest OpenStreetMap als Kartengrundlage ein und AOL nutzt es in seinem Hyper-Local-News Angebot „Patch„.

Gerade zu Inhalten, die davon leben, dass sie konkret eine bestimmte Nachbarschaft betrifft, passen die Karten, die von den Bewohnern dieser Nachbarschaft erstellt wurden. OpenStreetMap kann schnell auf Veränderungen vor Ort reagieren und kann damit aktueller sein, als kommerzielle Dienste.

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Bild: „Kiel, Ravensberg“ OpenStreetMap Lizenz: CC-BY-SA

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