Steffen Voß - Technologie & Gesellschaft

flattr.com : Wenn der Gefällt-Mir-Button ka-tsching macht…

flattr.com

Steffen Voß

Schon vor einiger Zeit hatte ich über das neue Micropayment-System von flattr.com geschrieben. Mittlerweile verfüge ich über einen Account und testweise habe ich den flattr-Button in meine Artikel eingebaut. 

Zwar ist flattr noch nicht komplett öffentlich – es hat aber gerade mal zwei Tage von der Registrierung bis zum Invite gedauert. Nach der Anmeldung muss man mindestens 8,- EUR per PayPal oder Kreditkarte auf das flattr-Konto überweisen. Abzüglich der Gebühren von flattr und PayPal, kommen dann 7,38 EUR im Konto an.

Nun kann man entscheiden, ob pro Monat 2, 5, 10 oder 20 Euro verflattert werden sollen. Ich hab mich für meinen Test für erst einmal 2 EUR entschieden. Ich weiß ja noch gar nicht, wer bei flattr teilnimmt und wen ich damit tatsächlich belohnen kann.

Diese 2,- EUR von mir werden nun auf die Leute verteilt, die so einen flattr-Button in ihrer Seite haben und nur dann, wenn ich ihn klicke. Je mehr ich klicke, desto weniger wird ein Klick wert. Ich habe jetzt zum Beispiel schon acht Buttons geklickt – das ergibt einen Klickwert von 0,22 EUR. Jeder der Acht Buttonbesitzer bekommt also 22 Cent von mir.

Das Like-Prinzip

Im Prinzip funktioniert der flattr-Button also wie der „Gefällt-Mir“-Button von Facebook, mit dem Unterschied, dass bei jedem Klick Geld an die Ersteller der Inhalte fließt.

Ich bin mir sicher, dass bei mir hier keine Reichtümer zusammen kommen und ich freue mich schon, wenn mal der Eine oder die Andere überhaupt drauf klickt. Aber ich finde es eigentlich eine ganz schöne Idee, den Leuten, die interessante Artikel schreiben oder Podcasts machen, zu zeigen, dass mir das gefällt. Und wenn ich sie dann auch noch unkompliziert finanziell unterstützen kann, ist das noch besser.

Ausblick

Johnny Häussler von Spreeblick vermutet nicht ganz unbegründet:

„Letztendlich werden sich daher via flattr wahrscheinlich Blogger gegenseitig bezahlen, was wiederum gar nicht schlecht sein muss. Doch für relevante Umsätze wird flattr eine Masse erreichen müssen, die über ein paar hundert Blogger hinaus geht, ein bisschen rechnen macht in diesem Fall ernüchternden Spaß.“

Ich könnte mir aber vorstellen, dass es Wege geben könnte, wie man leichter an einen Account bei flattr kommt. Ich meine damit nicht das Invite-Verfahren. Ich meine, dass es möglich sein könnte, dass sich flattr zum Beispiel mit jemanden wie Amazon oder Ebay zusammen tut und dass diese Accounts, über die ohnehin schon Menschen Geld bezahlen, an flattr angebunden werden. Dann wäre es jedem, der bei z.B. bei Amazon eingeloggt ist möglich, flattr-Buttons zu nutzen.

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Kommentare

Der Brüsseler
Der Brüsseler:

Erst einmal müssen die Blogger eigene flattr-Konten haben… zur Zeit (beta) sind’s um die 17.000, was keine besonders Masse ist.

7.6.2010 um 18:53
Der Brüsseler
Der Brüsseler:

Erst ein­mal müssen die Blog­ger eigene flattr-​Konten haben… zur Zeit (beta) sind’s um die 17.000, was keine beson­ders große oder relevante Masse ist.

7.6.2010 um 18:54

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