Steffen Voß - Technologie & Gesellschaft

Fotosammlung : Picasa bringt Gesichtserkennung

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Fotoalbum | Foto: found-photos Lizenz: Creative Commons by-nc-sa

Steffen Voß

Die weite Verbreitung von Digitalkameras führt zu immer größeren Fotosammlungen, denen man schon lange nicht mehr mit herkömmlichen Papier-Fotoalben Herr werden kann. Software erleichtert es, die Fotos zu sortieren und bei Bedarf wiederzufinden. Picasa ist eines dieser Programme und seit der Version 3.5 verfügt Picasa zusätzlich über Gesichtserkennung.

Nach dem ersten Start beginnt Picasa alle vorhandenen Fotos nach Gesichtern zu scannen und ähnliche Gesichter zu gruppieren. Gibt man einem der Gesichter einen Namen, werden dem Benutzer weitere Fotos vorgeschlagen, die die gleiche Person zeigen könnten. Außerdem kann man die normalen, thematischen Alben anklicken und die Namen zu den Gesichtern angeben.

So entsteht nach und nach eine nach Personen sortierte Sammlung, die es ermöglicht zum Beispiel auch nach Fotos zu suchen, auf dem mehrere Personen zusammen zu sehen sind.

Picasa ist Google

Picasa ist eines der Projekte, die Google gekauft hat. Deswegen ist es auch möglich die Namen der Personen direkt mit den Kontakten im Google-Adressbuch abzugleichen – aber wer will das schon. (Muss man auch nicht…)

Picasa arbeitet darüber hinaus natürlich sehr gut mit den Picasa-Webalben zusammen. Die Flickr-Unterstützung kann man nachrüsten – die steuert dann aber eigentlich nur eine weitere Software (Flickr Uploadr) fern. Da könnte Google noch nachbessern, aber hier merkt man eben, dass das kein freies Softwareprojekt ist und das die Interessen einer Firma dahinter stehen.

Gesichtserkennung für alle?

Die Gesichtserkennung funktioniert erschreckend gut und gibt einen Vorgeschmack auf das, was passiert, wenn die ersten Anbieter die Gesichtserkennung auf das Internet loslassen.

Ich hatte zum Beispiel ein Foto, auf dem irgendwo im Hintergrund ein Bekannter zu sehen war – da wäre ich nie drauf gekommen. Picasa hat’s gefunden und erkannt…

Wir können alle gespannt sein, dass für Fotos von uns in Zukunft aus dem Netz gefischt werden.

Betriebssysteme

Picasa gibt es für Windows, Mac und Linux – unter Linux allerdings nicht die neuste Version mit der Gesichtserkennung. Dafür muss man den Umweg über Wine gehen – soll aber funktionieren.

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