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Neu in Kiel: Cloud-Computing selbst gemacht

Cloud in Kiel Signet

Am 2. Februar 2010 hat sich in den Räumen des Toppoint e.V. in Kiel der Arbeitskreis Cloud-Computing gegründet. Das Ziel: Der Aufbau eigener Cloud-Services. Zum Auftakt waren ein gutes Dutzend anwesend, als Initiator Hinnerk Haardt die zugrundelegende Technik erklärte, einen Überblick über den Cloud-Computing Markt gab und die vorhandene Hardware vorstellte.

Cloud-Computing ist die Kombination von bestimmten Technologien auf verschiedenen Ebenen: Aus der Anwendersicht, bedeutet es, dass Software immer weniger auf dem heimischen Rechner und viel mehr im Netz auf Servern läuft. Der Zugriff auf diese Programme erfolgt dann per Browser – es ist also fast egal, mit welchem Endgerät man zugreift, wichtig ist der Internetzugang und ein aktueller Browser.

Diese Programme laufen nicht mehr auf einem bestimmten Server, wie zum Beispiel Webserver bisher. Stattdessen hat der Cloud-Computing Anbieter seine Server so vernetzt, dass dem Benutzer nur noch der Gegenwert einer „Rechnereinheit“ angeboten wird. Die Leistung wird dann aus dem Rechnernetz geholt. Der Vorteil ist hier vor allem, dass man sich flexibel mehr Server dazuschalten kann, die dann pro Stunde abgerechnet werden. Einige Aufgaben benötigen in kurzer Zeit viel Rechenleistung: Dafür kann man sich kurzzeitig mehrere hundert Rechnereinheiten mieten und danach wieder abschalten.

Die private Cloud

Natürlich kann man sich nur hunderte von Rechnereinheiten mieten, wenn der Anbieter so viele Rechner auch hat – das Projekt in Kiel startet natürlich kleiner: Der Toppoint e.V. hat einige gebrauchte Server gekauft. Die werden jetzt mit Festplatten ausgestattet und lauffähig gemacht. Die freie Software „Eucalyptus“ ermöglicht die Verwaltung der Ressourcen als Cloud und so wird nach und nach eine Cloud aufgebaut. Die nötigen Plätze in einem Rechenzentrum sind vorhanden, so dass eine gute Anbindung und eine durchgehende Stormversorgung sichergestellt ist.

Sobald die Cloud verlässlich läuft, sollen verschiedene Dienste angeboten werden: Für viele Dienste in kommerzieller Hand gibt es freie Alternativen, die hier zum Einsatz kommen sollen. Der Vorteil ist die Gewissheit, dass die Daten weiterhin in der eigenen Hand sind und nicht von einer Firma für andere Zwecke missbraucht werden.

Mitmachen!

Bei dem Projekt kann im Prinzip jeder mitmachen: Vom Techniker bis zum Anwender. Wer also Erfahrungen im Umgang mit Cloud Computing sammeln will, kann sich gerne bei dem Arbeitskreis melden. Das Blog dazu findest Du unter: http://cloud.in-kiel.de

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