Steffen Voß - Technologie & Gesellschaft

Kinostammtisch : Film-Rückblick 2016

Foto: reynermedia - CC BY 2.0

Steffen Voß

Auch in die­sem Jahr war der Kinostamm­tisch wie­der ein­mal im Monat im Kino. Wie­der durf­te reih­um einer ei­nen Film aus­su­chen, den die Ande­ren dann oh­ne Wider­spruch mitsehen muss­ten. Da der Tag im­mer fest­steht und die Aus­wahl be­schränkt ist, kom­men da­bei manch­mal recht eigen­wil­lige Filme her­aus.

Irgendwie haben die Termine in diesem Jahr oft nicht gepasst und ich konnte oft nicht dabei sein. Deswegen kann ich zu vielen Filmen nichts sagen.

Januar – Carol

Da war ich leider nicht dabei. Ich glaube aber, die anderen fanden den Film ganz gut.

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Februar – Das brandneue Testament

Deathleaks: Gott ist ein böser, alter Mann und seine Tochter verrät den Menschen ihr vorherbestimmtes Todesdatum. In dem Wissen, noch mehr oder weniger lange zu leben zu haben, ändern die Menschen ihr Leben. Sie fangen an, ihre Träume zu verwirklichen. Der göttliche Plan kommt durcheinander und dann kommt auch noch Gottes Frau ins Spiel… Mir war der Film zu deprimierend, obwohl er eigentlich lustig sein sollte. Kann aber auch an meiner Stimmung gelegen haben.

4 von 15 Punkten

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März – Spotlight

Im Jahr 2001 deckt der Boston Globe auf, dass die katholische Kirche systematisch pädokriminelle Priester geschützt hat. „Spotlight“ erzählt die Geschichte der Recherchen als spannendes Drama aus Perspektive der beteiligten Journalisten nach.

12 von 15 Punkten

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April – Alle Katzen sind grau

Einer dieser Filme, die ganz anders werden, als man vorher denkt: Dorothy will herausfinden, wer ihr richtiger Vater ist. Per Zufall lernt sie den Privatdetektiv Paul kennen. Sie engagiert ihn ihr zu helfen. Aber ist Paul vielleicht ihr Vater oder ist alles doch viel komplizierter? „Alle Katzen sind grau“ hat mir wirklich gut gefallen, auch oder vielleicht weil wir ihn im Original auf Französisch mit deutschen Untertiteln gesehen haben.

13 von 15 Punkten

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Mai – Ein Hologramm für den König

Den hab ich auch nicht gesehen.

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Juni

Ausgefallen.

Juli – Kill Billy

Eigentlich läuft alles ganz gut für Harold Lunde. Sein Möbelhaus ist das beste Geschäft am Platz und er verkauft solide, klassische Möbel – bis IKEA nebenan eröffnet. Kurze Zeit später ist Harold pleite und er beschließt sich zu rächen: Er will IKEA-Gründer Ingvar Kamprad entführen! Der Coup gelingt – doch was soll Harold dann mit Ingvar Kamprad anfangen? „Kill Billy“ ist ein witzige, skandinavische Komödie mit Tempo und Tiefgang.

13 von 15 Punkten

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August – Toni Erdmann

Soll ja gut sein. Hab ich aber nicht gesehen.

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September – High Rise

Hab ich auch nicht gesehen. Ich fand den Trailer aber interessant. Ich glaube, mein Kinostammtisch war nicht so begeistert.

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Oktober – The Wispering Star

Hab ich auch nicht gesehen. Stattdessen habe ich „Snowden“ gesehen.

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November – Nirgendwo

Ich glaube, es ist leicht, diesen Film blöd zu finden. Allzu konstruiert ist der Gegensatz zwischen Dannys Studienstadt und seiner Heimatstadt „Nirgendwo“. Die Studienstadt ist kalt und blau. Alles ist Stahl und Beton. In der Heimatstadt ist alles warm. Immer scheint die Abendsonne. Und dann diese Stockfoto-Ästhetik. Junge Erwachsene, die kein größeres Problem im Leben haben, als sich zu überlegen, was sie denn mal tun wollen. BWL-Studium oder Fotografen-Karriere? Das könnte ein echt schrecklicher Film sein – zumal es ein deutscher Film ist. Aber irgendwie schafft Regisseur Matthias Starte es, seine Figuren sehr sympathisch zu machen. Nur selten rutschen die Dialoge ins Sat1-Film-Niveau. „Nirgendwo“ ist ein Coming-of-Age-Film, aber ist es auch Jugendfilm? Ich finde nicht und trotz seiner Schwächen hat mich der Film gut unterhalten.

8 von 15 Punkten

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Dezember – Paterson

Paterson heisst wie das amerikanische Kaff in dem er lebt als Busfahrer arbeitet. Er lebt mit seiner Freundin Laura zusammen, der er Gedichte in sein Notizbuch schreibt. Jim Jarmusch erzählt sieben Tage, in denen Paterson Bus fährt und Gedichte schreibt, während Laura sich kreativ auslebt: Sie will Gitarre lernen, um Country-Star zu werden, sie backt Cupcakes für einen Bauernmarkt und sie streicht alles mit schwarz-weißen Mustern. Alles ziemlich ziellos und sehr gewollt. Paterson dagegen ist der Meinung, dass er als Busfahrer in der Provinz kein Künstler sein könne, dabei sind seine Gedichte wirklich gut. „Paterson“ ist ein peotischer Film über das, was Menschen zu Künstlern macht – oder eben nicht. Ein schöner Abschluss für ein Kinojahr in dem ich leider nur wenige Filme gesehen habe.

13 von 15 Punkten

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