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Jubiläum: 2 Jahre WebMontag in Kiel

Vor 2 Jahren im Sommer sprach ich in der Uni mit einem Bekannten und erzählte ihm, dass ich leider kaum jemanden in Kiel kenne, der sein Geld im oder mit dem Internet verdient. Er gab mir den Tipp mit dem WebMontag: Ein informelles Treffen von Web2.0-Enthusiasten, dass bereits in verschiedenen deutschen Städten etabliert wäre. Ich Kiel wollte er das initiieren, hatte bisher aber keine Zeit dazu.

Also fragte ich Stephan, einen der wenigen Leute in meinem Bekanntenkreis, die an so etwas Interesse haben könnten, ob er nicht am 23. Oktober Zeit und Lust habe einen WebMontag zu veranstalten. Er sagte zu, und so trugen wir den Termin im Wiki ein und legten das Storchnest als Treffpunkt fest: „Wenn keiner kommt, trinken wir einfach so ein Bier und hauen wieder ab.“

Es kamen dann aber tatsächlich noch 3 Leute mehr, mit denen wird zusammen planten, wie wir mehr Leute ansprechen könnten. Mittlerweile findet der WebMontag im KITZ statt und hat regelmäßig um die 20 wechselnde Teilnehmer aus einem Kreis von ca. 50 Interessierten, die ich jeden Monat mit einer Einladung nerve.

Der Ablauf

Auf jedem WebMontag gibt es einige kurze Vorträge nach einer Zeit des Eintrudelns und Begrüßens. War diese Zeit früher immer ein wenig zäh, kennen sich inzwischen so viele Teilnehmer gegenseitig, dass es manchmal schwer wird, mit den Vorträgen anzufangen.

Die Vorträge sind manchen ehemaligen Teilnehmern zu technisch. Da geht es dann um Programmier-Frameworks und VPN-Protokolle. Aber ich muss zugeben, dass ich auch nicht immer alles verstehe. Ich finde es aber gut, zu hören, was es alles gibt und zu wissen, wer das kann, wenn ich das dann doch mal brauche.

Zum Einen gibt es aber auch immer wieder Vorträge und Diskussionen um Instant Messenger, Twitter, Wikis und Web2.0-Kultur im allgemeinen.

Zum Anderen sind die Vorträge selten länger als 20-30 Minuten und so auch zu überstehen, wenn man nichts versteht. Und letztlich geht es darum, die verschiedenen Leute zu treffen, Kontakte zu knüpfen und zu pflegen.

Teilnehmen statt zuschauen

Und wem ein WebMontag zu technisch ist, soll sich aufgefordert fühlen, für den nächsten Termin ein weniger technisches Thema einzubringen. Der WebMontag ist das, was jeder selbst draus macht. Wer ein Projekt vorstellen möchte, kann sich hier fachlich fundierte Kritik aus verschiedensten Branchen holen.

Die Mischung macht‘s

Ich bin immer wieder überrascht, was alles für verschiedene Leute beim WebMontag auftauchen – wer alles kommt, wenn man ein wenig die Werbetrommel rührt: Vom Blogger und Podcaster, über den Designer und den Linux-Enthusiasten, bis hin zu Programmierern, Anwälten und Geschäftsleuten. Und alle bringen sich in irgendeiner Form ein. Allein der Frauenanteil entspricht nicht dem in der Bevölkerung – noch nicht einmal dem der aktiven Online-Bevölkerung. Aber vielleicht sind Frauen einfach nicht so soziale Wesen 😉

Auch von der Uni hatte ich mir mehr versprochen: Direkt um die Ecke vom KITZ und ne Menge Leute, die eigentlich mit „Neuen Medien“ zu tun haben sollten. Aber an Vernetzung mit der Wirtschaft oder der regionalen Community scheint dort kaum jemand interessiert zu sein.

Danke!

Ich möchte mich bei allen Bedanken, die in den letzten 2 Jahren zum Gelingen des WebMontags beigetragen haben. Bei allen, die dabei geblieben sind, als wir nur zu fünft waren, bei allen, die Vorträge gehalten haben, die sich um Räume und Getränke kümmern, die Werbung machen und sogar bei allen, die für sich behalten, wenn es ihnen nicht gut gefallen hat. Danke! Ohne Euch müsste ich immer noch mit Stephan alleine im Storchnest Bier trinken 😉

Ich freue mich auf die nächsten 2 Jahre WebMontag.

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