Steffen Voß - Technologie & Gesellschaft

Hering oder Makrele? : Greenpeace hilft beim Fisch-Kauf

Fischi, Fischi, Fischi

Steffen Voß

Da steh ich vor dem Kühlregal mit dem Fisch: „Viktoriabarsch“ – mmmh. Da gabs doch diesen Film. „Alaska-Seelachs“? Ist das nicht eigentlich ein Dorsch und wird der nicht nur Lachs genannt, weil der richtige Seelachs schon weggefischt ist? Nach einigem moralischen Hin und Her, entscheide ich mich für das deutsche Rind: Bio und regional produziert. Wer wie ich beim Fisch nicht mehr durchblickt, findet Hilfe via Internet bei Greenpeace.

Auf der Greenpeace-Homepage gibt es einen Fisch-Führer, der wunderbar übersichtlich darstellt, welche Fische nachhaltig gefischt werden und welche durch Überfischung vom Aussterben bedroht sind.

"Die Situation der weltweiten Fischbestände ist dramatisch", sagt Iris Menn, Meeresexpertin bei Greenpeace. "Über die Hälfte der Bestände werden maximal genutzt, ein Viertel sind entweder überfischt oder sogar bereits erschöpft. Die Politik vesagt seit Jahren auf ganzer Linie – auch in Europa: 80 Prozent der Fischbestände der EU werden so stark gefischt, das ihre Nachkommenschaft nicht gesichert ist", sagt Menn.

Eine endgültige Lösung der Frage „Welchen Fisch kann ich noch essen?“ gibt der Fischführer allerdings auch nicht: Zwar wird der Pangasius hauptsächlich gezüchtet verkauft – allerdings kommt der dann immer um die halbe Welt aus Vietnam. „Öko“ ist das auch nicht. Zeit für ein eigenes Aquarium…

Foto: Knallgrün, photocase.com

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