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Datenschutz: Windows 10 ist Spyware

Mein Name tut nichts zur Sache
Mein Name tut nichts zur Sache | Foto: Thomas Leuthard - CC BY 2.0

Kostenlos!! Microsoft verschenkt das Update auf Windows 10. Warum wird da niemand stutzig? „Wenn Du nicht der Kunde bist, dann bist Du das Produkt“ – Die Diskussion ist nicht ganz neu. Trotzdem scheint kaum jemand zweimal hinzuschauen.

Als langjährigen Linux-Nutzer hauen mich kostenlose Updates nicht mehr automatisch vom Hocker. Nun gibt es ein kostenloses Update für Windows. Ja, auch ich habe noch eine Partition mit Windows. Zum Spielen. Deswegen habe ich überlegt, heute Abend dieses Update zu installieren.

45 DIN-A4-Seiten neue Nutzungsbedingungen

Ich bin noch mit einer gewissen Microsoft-Skepsis aufgewachsen. Da musste ich mir erst einmal anlesen, was es denn Neues bei Windows gibt. Im Kern scheint neu zu sein, dass es das alte Startmenü wieder gibt und es gibt neue Nutzungsbedingungen – 45 DIN-A4-Seiten.

Die neuen Nutzungsbedingungen räumen Microsoft offenbar so eine Art Universalvollmacht für den Umgang mit den Daten auf dem Rechner ein, gegen den die Vorratsdatenspeicherung ein Fliegenschiss ist: WebCam, Mikrofon, Standortdaten, Browser-Historie, E-Mails, SMS usw. Natürlich nur zur Qualitätssicherung!

All diese Rechte werden eingeräumt und die nötigen Funktionen aktiviert, wenn man die Express-Installation wählt. Man kann das offenbar auch weitestgehend nachträglich wieder abschalten. Trotzdem: Früher hätte man das eine Frechheit genannt. Jetzt kling ich schon wieder wie der Datenschutz-Opa, der die fröhliche Update-Party stört.

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Kommentare

MAWSpitau

Danke für den Beitrag. Ich bin mir nur sicher, dass er in der Welt da draußen verpuffen wird. Die Sensationsgeilheit, des kostenlosen OS wird siegen. „Schöne neue Welt.“

Anon

so eine Art Uni­ver­sal­voll­macht für den Umgang mit den Daten auf dem Rech­ner

Was für ein Müll. Dein Propaganda-Niveau ist ungefähr auf einem Level mit dem von Microsoft.

Steffen Voß

Man muss sich ja auch auf Augenhöhe begegnen. 😉

Es ist zugespitzt, aber wenn sich Microsoft die Rechte einräumen lässt, auf Standortsdaten, Mikrofone, Kameras, Mails, Browserdaten usw. zuzugreifen, dann frage ich Dich, was da noch zur Universalvollmacht fehlt.

Wie die verlinkten Artikel zeigen, bin ich nicht der einzige, der das so sieht. Bei heise.de ist auch gerade ein kritischer Artikel erschienen: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Windows-10-Neue-Datenschutzbestimmungen-Windows-wird-zur-Datensammelstelle-2765536.html

Windows generiert nach Angaben der Datenschutzbestimmungen für jeden Benutzer eines Gerätes eine unverwechselbare Werbe-ID. Diese kann von App-Entwicklern und Werbenetzwerken dazu verwendet werden, um „relevantere Werbung anzubieten“.

Thomas S

Microsoft behält sich auch das Recht vor, auf Inhaltsdaten (z.B. E.MAil) zuzugreifen, wenn bestimmte Rechtsgüter gefährdet sind. Staatliche Stellen brauchen für so etwas i.A. einen richterlichen Beschluss. MS darf das selbst entscheiden.

Schließlich werden wir auf personenbezogene Daten zugreifen, diese offenbaren und bewahren, einschließlich privater Inhalte (wie der Inhalt Ihrer E-Mails und andere private Mitteilungen oder Dateien in privaten Ordnern), wenn wir in gutem Glauben sind, dass dies notwendig ist, um:

  • geltende Gesetze einzuhalten oder auf gerichtliche Verfahren zu antworten, einschließlich denen von Strafverfolgungsbehörden oder anderen staatlichen Stellen;
  • unsere Kunden zu schützen, zum Beispiel, um Spam oder Versuche, Nutzer der Dienste zu betrügen oder zu helfen, den Verlust von Leben oder schweren Verletzungen von Personen zu verhindern;
  • den Betrieb und die Wartung der Sicherheit unserer Dienstleistungen zu erhalten, einschließlich einen Angriff auf unsere Computersysteme oder Netzwerke zu verhindern oder zu stoppen; oder
  • die Rechte oder das Eigentum von Microsoft, einschließlich der Durchsetzung der Bedingungen für die Nutzung der Dienste zu schützen – aber, auch wenn wir Informationen erhalten, dass jemand unsere Dienstleistungen für den Verkehr mit gestohlenem geistigen oder körperlichen Eigentum von Microsoft benutzt, werden wir Privatinhalte eines Kunden nicht selbst inspizieren, aber wir werden die Angelegenheit an die Strafverfolgungsbehörden weiterleiten.
Normy

War ja klar. Ich mag Win10 auch nicht aber muss man wirklich wie Kleinkinder rumbashen ? Und das gerade aus dem neidischen Linuxlager mit weniger als 1% Marktanteil. Its albern und tut Linux einen Bärendienst. Der Blogeintrag strotzt nur vor Polemik und falschne Behauptungen. Spyware ? Könnte man auch von jeder Linuxdistri behaupten. Oder lest ihr alle erst die Quelltexte des Kernels, bevor ihr alle Sofwtare selbst kompiliert …

Man kann sich nur an den Kopf fassen bei soviel Dummheit und Intoleranz.

Soll doch jeder das OS nutzen, welches für seine Arbeit notwendig und das sinnvollste ist. Ich bin nach langen Jahren Linux frustriert wieder zu Windows 7 umgestiegen – ich konnte das Rumgebastel für jeden Scheiss nicht mehr ertragen – unter Windows 7 benötige ich für meine Arbeit im Bereich Design und Video nur noch den halben Zeitaufwand – und kann die gesparte Zeit mit sinnvolleren Dingen als dem PC verbringen.

Ich wette, die gleichen Vollpfosten, die hier mit Worten wie Spyware etc polemisch um sich werfen, sind bestimmt auch auf Fratzenbuch, Gockel+ oder ähnlichem sozialen Dreck angemeldet. Schonmal deren AGBs und Datenschutzbestimmungen gelesen ? Na, viel Spass …

Gerald

@Normy: Ersetze in deinem Kommentar einfach Windows durch Linux und umgekehrt, dann wird dir vielleicht klar, dass du genau das machst, was du den „Linux-Jüngern“ vorwirfst. Psychologen nennen das „Projektion'“.

Torsten

Naja, Ubuntu ist laut RMS (Richard Stallman) aber auch „Spyware“, also die Verknüpfung von Dash und Amazon, beispielsweise. Da darf man (wenn man Ubuntu-Nutzer ist), nicht gleich auf Windows 10 eindreschen. Ich persönlich bevorzuge ein freies und communitygestützes Linuxsystem, wie Debian, Lubuntu, Xubuntu, etc. Linuxe, wie Ubuntu, kommen mir nicht mehr auf die Platte. Immer dort, wo eine Firma dahinter steht, muß man skeptisch sein. Diese Skepsis täte dem ein- oder anderen Linuxnutzer auch einmal ganz gut.

Marko

Meine Güte, was für ein Aufriss. Jedes dieser „Spyware“ Einstellungen kann man abschalten. Jedes einzelne, welches hier erwähnt wird. Und dafür muss man noch nicht einmal gross suchen. Einfach mal die Einstellungen durchgehen und so ziemlich alles auf aus stellen. Aber nein, da muss man ja denken.

Steffen Voß

@Marko: Die Nutzungsbedingungen musst Du aber trotzdem annehmen.

@Torsten: Die Verbindung zu Amazon in Ubuntu finde ich auch falsch. Auf meinem Laptop läuft unter anderem deswegen Fedora. Die Funktion ist aber ein Fliegenschiss gegen das, was sich Microsoft einräumen lässt.

@Normy: Zugespitzt sicher. Bisher habe ich aber keine Anhaltspunkte dafür gesehen, dass es falsch ist, dass sich Microsoft umfangreiche Rechte für meine Inhalte einräumen lässt. Das sagt ja nichts darüber aus, ob Windows ein brauchbares Betriebssystem ist. Ja, es ist immer noch Standard. Ja, die meiste Software wird noch dafür geschrieben. Und durch das klar definierte System greift da auch vieles besser in einander. Das aber hat auch seinen Preis. Ob Du nun Windows 10 nutzt oder nicht, kannst Du Dir selbst aussuchen. Du solltest nur wissen, auf was Du Dich einlässt… Außerdem hat Microsoft auch immer noch die Chance die Nutzungsbedingungen zu ändern und die ganzen Spy-Features auszubauen. Dann bliebe es weiterhin ein funktionables System.

MArko

@Steffen Voß Die Bedingungen musst du bei jeder Software, die du installierst zustimmen. Ich bin mir sicher, das grad mal 1% (wenn überhaupt) sich überhaupt die Mühe machen und diese lesen. Es gab mal einen Softwarehersteller ( es war ein recht grosser), der in seinen ellenlangen Nutzerbedingungen irgendwo mittendrin stehen hatte, das derjenige, der diese liesst und eine e-mail mit einem bestimmten Text an den Suppurt schickt, 5000 Dollar belohnung bekommt. Was glaubst du? Genau, ein einziger user hat sich gemeldet. Bin grad etwas abgeschweift. Back to toppic:

Es ist doch so, nur weil es MS jetzt öffentlich macht und eben Microsoft ist, wird hier so eine hetze betrieben. Sie haben es schon immer gemacht und nun machen sie es offen und Oh mein Gott, man kann es sogar abschalten. Ist doch alles gut. Jeder soll doch einfach damit glücklich werden, womit er am besten zurecht kommt.

Ich muss zum Schluss noch dazu sagen, das ich seit über 7 Jahren hauptsächlich Linux nutze. Auch in den Bereich ist nicht alles eitel sonnenschein.

Steffen Voß

@Marko: Wenn Du Kritik nicht von Hetze unterscheiden kannst, würde ich mich freuen, wenn Du mein kleines Blog in Zukunft ignorierst. Ich möchte nicht, dass Du Dich angegriffen fühlst, wenn Du hier liest.

Thomas S

Vielleicht ist das Thema hier wirklich etwas falsch aufgehoben, weil Linuxanwender wenigstens teilweise eine Alternative haben. Aber gerade weil Mircosoft mit Windows das verbreitetste Betriebssystem vertreibt, sollte Kritik nicht nur erlaubt, sondern auch geboten sein. Gerade wenn viele Nutzer keine Alternative in anderen Systemen sehen, muss man m.E. die Belange des Persönlichkeitsrechts und des Datenschutzes vertreten. Und Nutzungsbedingungen, die dem Herausgeber eines Betriebssystems ggf. gegen meinen Willen Zugriff auf die Inhaltsdaten meiner Kommunikation geben, halte ich für eine Unverschämtheit. Und das kann man übrigens nicht abstellen.

Matthias

@Marko: Und dir täte es einmal ganz gut, die deutsche Grammatik und Rechtschreibung herunterzuladen. Daran hapert es nämlich GEWALTIG bei dir! Und dann auch noch falsche Anglisizsmen verwenden, das habe ich gerne.

Johannews

Hallo,
ich finde den Beitrag gut und der verlinkte Artikel enthält die nötigen Hintergrundinformationen.
Ich halte das Verhalten von MS sehr fragwürdig, da die wenigsten Windows Nutzer sich mit dem System auseinandersetzen. Vor allem wenn es dann auch noch vorinstalliert ist. Andererseits kann ich MS auch verstehen da die Menschheit verblödet und wenn man nicht alles vorkaut und automatisch speichert und synchronisiert wird mein einen großen Teil dieser Konsumenten unglücklich werden.

Zuletzt noch ein Kommentar zu den Kommentaren. Ich halte den Artikel nicht für „bashing“ gegen MS. Es ist doch mehr als eindeutig, dass hier der Datenschutz mit Füßen getreten wird. Und solchen frustrierten und beleidigenden Kommentatoren wie MArko die noch nicht mal Rechtschreibung beherrschen sollte man gar keine PlattForm liefern…

Normy

@Johannews

Bezüglich Rechtschreibung: Wer im Glashaus sitzt ….

Deine Rechtschreibung ist, gelinde gesagt, auch schlecht. Also solltest Du dir Bemerkungen dieser Art lieber sparen. Aber so sind sie halt, die elitären Linuxer – nur zufrieden, wenn sie Andere runter machen können. Schämt euch.

Marek Walther

Ach Steffen, das ist doch heute Standard. Die Zeit wo bei einer Volkszählung die Barrikaden brennen, sind doch schon lange vorbei. Die Generation Google hat halt nichts zu befürchten, da sie nichts zu verbergen hat.

Microsoft hinkt doch den anderen Anbietern wie Google, Apple, Facebook und Co. nur hinterher und hat sichtlich Mühe, ihr Geschäftsmodell an das neue Jahrtausend anzupassen. Und der Anwender nimmt es doch gerne. Der Tagesablauf wird mit Google Now geplant, der Rauchmelder von Nest warnt uns, wenn die Bude abbrennt und Apple enteignet die digitalen Audioschätze seiner Nutzer. Alles völlig normal, solange man sich als Ventil bei Twitter virtuell über die Vorratsdatenspeicherung aufregen kann. Alles Easy, solange Internet und Facebook funktionieren. Und wenn nicht, dann rufen wir einfach die Polizei an, die macht das dann schon. Wer es bequem haben möchte, darf seine Datenkomfortzone nicht zu weit ausbreiten und muss halt bereit sein zu teilen und zu geben. Der Rest wird halt in interessanten Zeiten leben und feststellen, das man Konspiration immer wieder neu definieren kann. Irgendwann ist man dann ohne Facebook-, Twitter-, Google- und Microsoftkonto verdächtig und muss sich halt rechtfertigen.

Also flux das neue Windows installieren, am besten im Expressmodus, damit man schön angepasst nicht aus der Masse heraussticht. Und welches Fossil liest bitte die 15 Seiten Nutzungsvereinbarung? So etwas war schon immer schlecht für die Augen und verwirrt nur. Vielleicht wenn es das dann zukünftig als Video gibt, am besten mit süßen Katzen als Hauptakteur, dann könnt so etwas eventuell etwas Aufmerksamkeit generieren.

Ich für meinen Teil habe jetzt meinen Trangia Sturmkocher getestet und werden dann wohl mit dem Zelt für ein paar Tage in die wilden Weiten der Welt entschwinden. Ohne Internet, Facebook, Microsoft und Co. Mir stellt sich jetzt nur noch die Frage, Sommerschlafsack oder Winterschlafsack?

Ach was, gar keinen Schlafsack. Ich fange mir halt einen Bären und „leihe“ mir sein Fell aus. Der Exhibitionismus dieser Gesellschaft darf halt vor der Tierwelt nicht haltmachen. Oder hat der Bär etwa etwas zu verbergen?

Jana

Jämmerlich! Da lässt sich jemand (der Autor) ein bisschen scharf über MS aus und schon wird MS von Linuxusern in Schutz genommen. Geht’s eigentlich noch? Wortwahl hin oder her – deshalb sollte man sich nicht einfach ins andere Lager begeben und plötzlich Datenschutzuntergrabungen verteidigen. Ob man abwählen kann, spielt hier keine Rolle, da die meisten Unwissenden das sowieso nicht bewerkstelligen, wie einige oben bereits angemerkt haben. Und genau das weiß MS auch!

LiveWireBT

Ich habe mir vorher schon im Insider Programm auf einer VM angeschaut wie das neue Windows auf dem Desktop wird und benutze nebenbei als zweites Smartphone ein Lumia 730 mit der Windows 10 Preview. Die sichtbaren Verbesserungen in der User Experience gefallen mir, ich hatte aber auch zu Windows 8 eine neutrale Einstellung und habe mich dran gewöhnt. Auf meinem beruflichen Computer läuft noch Windows 7, obwohl die Firma auch Windows 8 bereitstellt.

In den letzten Tagen habe ich nun auch meinen privaten Laptop auf Windows 10 umgezogen, auf wenn er hauptsächlich mit Ubuntu läuft. Mircosoft konsolidiert endlich sein Ökosystem, Apps und Online Speicher wie unter Android halten nun überall Einzug und ich kann meine autmatisch erstellten Xbox Mitschnitte auf dem Desktop angucken. Das Modern Interface gefällt mir und dürfte für viele einfacher zu beutzen sein als z.B. die alte Systemsteuerung, die noch immer vorhanden ist. Auch den „Updatezwang“ sehe ich positiv, weil meiner Erfarung nach der Druchschnittsanwender eher faul ist und mit Sicherheitslücken rumgurkt die schon längst gepatcht sind. Eigentlich alles eine heile Welt mit Windows 10.

Bis man sich dann schlagartig bewusst wird dass man unter solchen verdongelten Systemen keine Privatsphäre oder Eigentum mehr hat. Ob Windows Desktop, Windows Mobile oder Xbox/PS4 im Prinzip ist heute alles gleich; ihr bekommt nur eine Lizenz es benutzen zu dürfen solange ihr nicht gegen die Geschäftsbedingungen verstoßt, dann ist nämlich alles futsch. Der Anbieter hat aufgrund Rechtssprechung in seinem Land vorsorglich maximale Verwertungsrechte an euren Inhalten für sich in seinen Geschäftsbedingunen beansprucht und muss euch auch generell unter Verdacht stellen und euch überwachen um Anfragen von Geheimdiensten nachzukommen. Da steckt man nun heute in der Zwickmühle, denn eigentlich will man all diese Angebote und Dienste nutzen bzw. können sich manche gar nicht mehr vorstellen wie die Benutzung von Computern ohne diese Dienste überhaupt möglich wäre oder was überhaupt diese „Computer“ sind.

Als Androidbenutzer war der Übergang fließend, bei einem traditionellen bzw. standard Betriebssystem wie Windows überkommen mich nun Gefühle von Klaustrophobie und Paranoia: SCHEIẞE DAS WIRD ALLES ÜBERWACHT! Egal ob Login, Suchanfrage im Browser oder Dinge die eigentlich Offline, auch wenn ich meine Ansprüche an Komfort verringere und versuche Funktionalität abzuschalten. Und für den Durchschnittsanwender*in ist das ganz normal bzw. die Verwunderung groß wenn es unter Linux nicht so ist. (Wie z.B. Anfragen im KeePassDroid Bugtracker ob Restores für Datenbanken erstellt werden.)

Übrigens, wo ich hier so einige Kommentare überfliege: Du musst nicht jeden publizieren. Positives Beispiel Holger Klein von WRINT.

Steffen

Danke für den tollen Kommentar!

peter

Nicht aufregen über Rechtschreibfehler. Mit der Rechtschreibreform wurden die Regeln aufgehoben. Am besten, sich über nichts aufregen. Die Menscheit ist im kollektiven Wahnsinn angekommen, kein Weg führt hinaus. Wer das akzeptieren kann ( ist schwer ), der sollte am besten nur noch lachen. Steht schon im Buch der Bücher : “ Am Lachen erkennt man den Narren…“ und die sind wir doch alle.

Udo Springfeld

Entwickler horten unterschiedliche Geräte für ihre Funktionstests, hier bspw. liegt ein Phone-/Tablet-Stack mit Android, iOS, Windows. Das lokale Netzwerk wird im Rahmen der Funktionstests überwacht. Und trotzdem meine produktiven Geräte, also jene mit denen ich arbeite, auf Windows basiert, und sowohl Android als auch iOS-Geräte – soweit überhaupt möglich* – sind nicht registriert oder nutzen Netzwerkdienst, sind aber zahlenmäßig überlegen sind: Was da nach Hause gefunkt wird bringt Windows nicht in hundert Jahren zusammen.

Makrotron [Q2 ESL]

Ich selbst habe das ganze seit Windows8 für mich persönlich so gelöst: Windows auf einer 250 GB SSD + Firefox + Steam (Big Picture Modus). Sonst gar nichts! Dann habe ich noch eine weitere SSD für Fedora Linux (+ Steam und Firefox + Rest was ich Benutze) und eine zusätzliche ext3 Datenplatte für meine Daten.
Natürlich hilft das nichts dagegen wenn Microsoft einen geheimen ext3 Festplattentreiber hat um meine Daten auszuspähen, aber ich denke derartige Szenarios sind wie der Bundestrojaner mit zumutbaren Aufwand nicht beizukommen.
Unter Windows mach ich nur noch Zocken, nicht mal Emails. Beim Steam Kauf achte ich darauf bevorzugt Linux Games zu Kaufen. Ich hoffe in ein paar Jahren werde ich auf der Windows SSD was anderes machen können.

Gerriet Selent

Als ich den Artikel las, war ich ein wenig sprachlos. Und wenn ich nun die ganzen Kommentare hier lese, da stelle ich mir die Frage, wer hier alles bei Facebook und Co ist ? Weil da wird eigentlich genau dasselbe gemacht, was nun Microsoft macht, nämlich Daten sammeln. Klar kann man sich schützen, nur der normale Anwender weiss doch gar nicht was er da einstellen muss. Die normalen Anwender muss einen extra Menschen anheuern, der sich das ganze asieht und halt dann die Einstellungen machen muss. Und genauso ist es doch auch bei Win10, Win8 ist an mir vorbei gegangen. Ob ich auf Win10 umsteige, k.a Ich spiele eigentlich auch nur noch unter Windows, als zweites BS hab ich Linux Mint. Hab Win7BooPartition extra auf ne kleine Sata gelegt und gut ist. Updates lasse nur die wichtigsten durch.
Hier wurde was von Neutralität geschrieben, wenn ein Mac User diesen Artikel erstellt hätte, wäre das bestimmt auch als Bashing durchgegangen.

Have a nice Time ;D

Axel

„Was für ein Müll.“, „wie Klein­kin­der rum­bas­hen“, „dem nei­di­schen Linux­la­ger“, „Könnte man auch von jeder Linuxdis­tri behaup­ten.“, „soviel Dumm­heit und Intoleranz“, „Rum­ge­bas­tel für jeden Scheiss“, „Voll­pfos­ten“, „Aber so sind sie halt, die eli­tä­ren Linu­xer — nur zufrie­den, wenn sie Andere run­ter machen kön­nen.“

Ich möchte hier einmal an einige Kommentatoren appellieren, bitte etwas weniger zu pauschalisieren und dafür mehr zu differenzieren. Nur weil Steffen seine Sicht der Dinge darstellt, ist das erstens kein Grund, aggressiv zu werden, und zweitens noch weniger Grund, alle Linux-Nutzer über einen Kamm zu scheren. Polemisiert doch woanders…

Ich persönlich nutze ein Linux mit KDE und komme damit seit Jahren prima zurecht. Und nein, ich bin nicht bei Facebook angemeldet. Deswegen poste ich noch lange nicht Schmähungen über Windows- und Facebook-Nutzer. Also wer ist offenbar nur dann zufrieden, wenn er andere runtermachen kann?

Linuxer

Ich habe Windows auf meiner zweiten Platte zum Zocken. Weil Steam leider derzeit unter Linux noch nicht soviele AAA Games hat. Primär OS ist UbuntuMate. Bin sehr zufrieden. Windwos10 wird mein Windows7 nicht werden. 2020 ist mein linux jahr. Vielmehr das Windows Go To Trash jahr 🙂

Jörg

Ich möchte noch einen Aspekt hinzufügen. Aus meiner Brille als Datenschützer denke ich an die vermutlich vielen zukünftigen beruflichen Nutzer von Win10. Wenn Chef oder Firma entscheiden aif Win10 zu wechseln, werden die meisten Mitarbeiter kaum eine Chance haben, sich dagegen zu wehren. Zwar wird die berufliche Nutzung nicht so viele persönliche Informationen preisgeben wie private Nutzung. Allerdings lassen sich vorzüglich Nutzungsprofile erstellen. In einem Land, in dem die Leistungs- und Verhaltenskontrolle gesetzlich verboten ist und selbst staatlichen Stellen hohe juristische Hürden auferlegt werden, könnten immense Begehrlichkeiten von vielen Seiten entstehen. Somit gehört Win10 in seiner jetzigen Auflage für den gewerblichen Gebrauch aus Datenschutzgründen verboten. Firmen, die Win10 einsetzen, muss die Einhaltung des Bundesdatenschutzgesetzes aberkannt werden.

ManaHerz

Hallo und danke für Deinen Beitrag Steffen.

Ich kann die Polemik verschiedener Kommentatoren zu diesem Beitrag durchaus nachvollziehen, lässt sich doch niemand gerne sagen, dass er in seiner Urteilskraft getrübt ist. Egal wie sehr man diese Aussage auch aus den von Dir geschriebenen Worten herausfantasieren muss. Doch das ist nicht der Grund meines Kommentars.

Die Frage, warum sich ein Mensch für ein bestimmtes Produkt entscheidet oder eben nicht, unterliegt in der überwiegenden Anzahl aller Fälle keinem bewussten und klar differenzierten Entscheidungsprozess, sondern den äußeren Umständen unserer Lebenssituation, den gesellschaftlichen Normen, denen wir ganz unterbewusst zu entsprechen versuchen, in Verbindung mit unserem Belohnungszentrum. Der Mensch strebt nach Bestätigung, Anerkennung und allem voran einem Gefühl für Sicherheit innerhalb der Gesellschaft und so ist es nur logisch, dass die Entscheidung, ob man sich der offensichtlichen Überwachung durch Microsoft unterwirft oder nicht, eben genau der gleichen Prozesse unterworfen ist. Denn nur wenige sind in der Lage, sich selbst gegenüber seiner Umwelt erklären zu können, warum er sich gegen das entscheidet, was in der breiten Masse als akzeptiert und angenommen gilt.
Schwimmt man also gegen den Strom, indem man sich, im hiesigen Fall aufgrund berechtigter Zweifel an den Datenschutzbestimmungen von Windows 10, gegen die Nutzung von Microsoft-Diensten auf dem heimischen PC entscheidet, so läuft man Gefahr von eben seiner Umwelt zumindest teilweise ausgeschlossen zu werden. Egal in welcher Form, wird er aber auf jeden Fall als Sonderling betrachtet werden. Ohne eine gefestigte Persönlichkeit, bleibt dann nur noch der Schritt zurück in die breite Masse.
Denn jede Entscheidung, sich gegen die breite Masse der vermeintlich Sicherheit versprechenden gesellschaftlichen Zugehörigkeit zu stellen, steht auf ganz natürliche Weise dem menschlichen Grundbedürfnis nach Bestätigung, Anerkennung und Sicherheit gegenüber. Dieser Prozess würde verlangen, dass man sich ganz bewusst und mit logischem Kalkül aus seiner Komfortzone begibt und in die damit einhergehende Unsicherheit.
Der betreffende Nutzer eines Produktes wie Windows 10 kann also, sofern er diesen Prozess nicht aus einer beobachtenden Position heraus an sich selbst erkennt, analysiert und auswertet, niemals anders als sich dem, was gesellschaftlich akzeptiert ist und von genau dieser Gesellschaft an Verhaltensregeln aufgebürdet wird, zu unterwerfen, anstatt auf sich selbst und sein logisches Verständnis für die richtige Entscheidung zu vertrauen.
Es erfordert unglaublich viel Selbstbewusstsein, Charakterstärke und Selbstvertrauen, aber vor allem Kraft, die eigenen, unbeeinflussten Entscheidungen zu treffen, sie zu vertreten und sich entgegen der Umwelt für eine Handlungsweise zu entscheiden, die sich gegen die eigenen im Menschen instinktiv verankerten Grundbedürfnisse stellt. Der menschliche Organismus scheut diesen Kraftaufwand in aller Regel, da er wie bereits erwähnt Sicherheit vorzieht.
Doch im Leben war es eben genau immer dieser Entscheidungsprozess, es anders zu machen als all die anderen, sich zu zeigen, sich auseinanderzusetzen, die Konfrontation zu suchen und die eigene Sicherheit für die richtige Entscheidung aufs Spiel zu setzen, der die Weiterentwicklung ermöglicht hat. Evolution entsteht nicht durch die, die alles so machen, wie man es von ihnen erwartet. Evolution entsteht durch den Aufwand von Kraft und den Willen und die Stärke sich gegen das allgemein Akzeptierte zu stellen.

Warum nun also das lange Vorgeplänkel? Die Frage ist nicht, ob man sich dem Diktat der Microsoft’schen Datenschutzbestimmungen, die keine mehr sind, unterwerfen soll oder nicht, sondern, ob man die Kraft und den Willen hat, sich trotz des eigenen Geltungsbedürfnisses innerhalb der Gesellschaft, gegen eine offensichtlich perfide Überwachngsmaschinerie zu entscheiden. Denn für so paranoid, wie es hier einige halten mögen – die Kunst des Betrügers ist es, sich in der Masse zu verstecken und eben dieser die eigene Hinterlist erfolgreich zu ihrem Vorteil zu verkaufen.

Fakt ist, Microsoft bespitzelt seine „Kunden“ nicht nur, sondern lässt sich von jedem Nutzer das Recht einräumen auf alles vollumfänglich zugreifen zu dürfen und keine noch so samaritär erscheinende Option und kein noch so hilfreich aussehender Schieberegler innerhalb des Betreibssystems wird dies auch wirklich tun. Nachzulesen hier:

http://arstechnica.com/information-technology/2015/08/even-when-told-not-to-windows-10-just-cant-stop-talking-to-microsoft/

Man darf immer nicht vergessen, dass Micrsoft hier ein Produkt vermarktet, dass als Service gedacht ist, der auf den Daten der Kunden aufbaut. Wäre jeder dieser Kunden in der Lage ohne Weiteres genau diese Funktionen zu unterbinden, wäre dieser Service unbrauchbar, witschaftlich nicht tragbar und eben dann auch von vornherein garnicht erst zustande gekommen. Niemand hat etwas zu verschenken. Auch Microsoft nicht.

Ich jedenfalls stelle mich der breiten Masse, begebe mich in die Unsicherheit und scheue nicht davor zurück die vielleicht unbeliebte, aber für mein Verständnis richtige Entscheidung zu treffen. Ich möchte an dieser Stelle hervorheben, dass ich den ganzen Weg gegangen bin. Nach über zwanzig Jahren unbewussten Konsumierens und der Nutzung allermöglichen digitalen Angebote, die man in diesem Zeitraum nutzbar machen konnte, habe ich mich, nach einem langen Entscheidungsprozess, vor wenigen Wochen dazu entschieden, das einzig Richtige zu tun, zu dem heutzutage nur noch die wenigsten überhaupt gewillt sind. Kein Microsoft, kein Amazon, kein Google, kein Apple, kein Facebook, kein WhatApp, kein Sony, kein Smartpone, kein Tablet. Und auch nichtfreie und proprietäre Software wurde, zugunsten meiner Privatsphäre, auf die Nutzung eines unfreien Linuxbetriebssystems auf meinem Spiele-PC reduziert. Für alle diese Entscheidungen gab es sehr gute, persönliche Gründe, die mich dazu bewogen haben, mein eigenes Werteempfinden über die wirtschaftlichen Belange dieser Firmen zu stellen, auf deren Dienste und Leistungen nicht ein einziger auf diesem Planeten wirklich und wahrhafig angewiesen ist. Ich sagte bewusst, dass „nur die Wenigsten noch gewillt sind“ und nicht „in der Lage sind“, denn das würde bedeuten, dass einem die die Möglichkeit sich gegen das moralisch Falsche zu entscheiden, abgenommen wäre und man sich seinem Schicksal fügen müsse. Doch dem ist nicht so. Wir sind frei in unseren Entscheidungen, nur machen wir nur noch zu selten davon Gebrauch.
Um aber im Themenbereich zu bleiben, kann ich nur sagen, dass all die Argumente, die hier für die Nutzung von Windows 10 genannt wurden, für mich keinerlei Bestand haben. Es gibt NICHTS, auf das man so angewiesen wäre, als dass man sich dafür in die selbstverschuldete Vollzeitüberwachung begeben müsste. Ich habe da noch die Worte meines Vater in Erinnerung, der sagte, er wüsste garnicht, was er ohne sein Navigationsgerät machen würde, da seine Software ja nur für Windows existiere. Von dem Mann, der seine gesamte Familie jahrzentelang mit einer einfachen Karte und der Fähigkeit sich räumlich zu orientieren sicher und zielstrebig durch die Campingurlaube gebracht hat. Das nur als Beispiel, wie selbstverschuldet wir uns in diese Abhängigkeit gebracht haben, purer Gewohnheit und Bequemlichkeit nicht mehr fähig sind unsere eigenen Entscheidungen noch rational zu treffen oder es zumindest versuchen.
Ich für meinen Teil habe den Großteil meiner Freizeit über den Verlauf von nunmehr über zwanzig Jahren mit Computerspielen verbracht. Microsoft war für mich in all der Zeit, bis noch vor einigen Wochen, mein stetiger Begleiter, wenn es um Computerspiele ging. Doch nun muss ich feststellen: es geht auch sehr gut ohne. Vortrefflich sogar.
Schaut man sich das Angebot an hochkarätigen Spielen an, die man für Linux derzeit findet und sichtet die Liste derer Titel, die sich in diesem jahr noch für eine Portierung oder eine native Unterstützung anschließen werden, dann muss ich schlichtweg sagen, dass es nie leichter war, die Akte Microsoft ad acta zu legen.

In diesem Sinne danke ich für den Artikel und die dargebrachten Kommentare, haben sie mich doch alle zusammen dazu bewogen, eben diesen, zugegeben etwas ausschweifenden, Kommentar zu verfassen.

Ich wünsche allen an der Stelle ein glückliches neues Jahr.

Beste Grüße

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