Steffen Voß - Technologie & Gesellschaft

Ubuntu Update mit Problemen

Steffen Voß

Seit gestern ist es da: Ubuntu 8.04 Hardy Heron. Auf meinem Laptop lief das Update zwar sehr langsam aber problemlos durch. Dafür hat mein Desktop-Rechner umso mehr Ärger gemacht. Nach 5 Stunden basteln, suchen, basteln, suchen läuft das System wieder so wie es soll.Wie ich es schon von letzten Update gewohnt bin, lief alles sehr reibungslos, nach dem ich unter System/Systemverwaltung/Aktualisierungsverwaltung das Update angeschoben habe. Auf dem Laptop hat nur der Download ewig gedauert. Da war auf dem Desktop das Thema Update schon komplett durch, als der erst alle Pakete hatte. Zum Teil brach die DL-Rate da auf unter 1kB/s zusammen. Dafür lief das Laptop danach rund – Auf dem Desktop hatte ich diverse Probleme:

1. Das System rebootet und diverse Applikationen, die automatisch starten (Pidgin, Skype usw.) stürzen ab. Das hat mir ein wenig angst gemacht, sich aber als Einzelfall herausgestellt. Das ist mir seither nicht mehr passiert.

2. Die Auflösung war verstellt. 800×600 macht keinen Spaß auf nem 19″ Flatscreen. Das wuchs sich dann zum größeren Problem aus. Die Lösung: Umstellung auf die aktuelle Kernel-Version. Nicht gerade Newbie-freundlich. Sicher liegt das an den proprietären Treibern von NVidia aber da nicht gerade wenig Leute NVidia-Karten haben, sollte da doch irgendwie mit umgegangen werden können.

3. Mit Ubuntu 8.04 kommt die Beta-Version von Firefox 3. Das halte ich für einen Fehler. Eine Vielzahl Extensions sind noch nicht auf FF3 umgestellt und funktionieren nur mit Tricks – wenn überhaupt. Bei mir laufen jetzt htmltidy, MorningCoffee und Brief nicht mehr. Firebug scheint auch noch zu bocken. Da bleibt nicht mehr viel übrig. Ich möchte meinen alten FF2 wieder haben. Die Vorteile von FF3 seh ich noch nicht. Vielleicht ändert sich das, wenn Firefox im Sommer fertig ist.

Große Änderungen am Desktop seh ich genrell bisher nicht. Das finde ich aber auch gut. Ich hab keine Lust alle 6 Monate ein neues System kennenzulernen. Die Beständigkeit halte ich für einen echten Vorteil von Ubuntu gegenüber Windows.

Zwei kleine Verbesserungen habe ich aber schon ausgemacht:

Zum einen wird meine G15-Tastatur inzwischen besser unterstützt und der G15Daemon startet so, wie ich das vor Monaten mal eingestellt hatte. Das hat damals nie funktioniert.

Und dann funktioniert das Bluetooth-Tool endlich. Ich vermute, dass in 7.10 ein Schreibfehler verhindert hat, dass das richtig funktioniert. Jetzt findet das total einfach mein Mobiltelefon und wenn ich die per Klick verbinde, öffnet sich das Verzeichnis hier einfach im Verzeichnis-Browser. Wie jedes andere Verzeichnis. Sehr cool und viel einfacher als unter Windows, wo Bluetooth für mich immer ein Krampf war.

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