Steffen Voß - Technologie & Gesellschaft

ipredator.se : Eine Alternative zum eigenen OpenVPN-Server

Visingsö, Småland, Sweden
Irgendwo hier in Schweden kommt das VPN dann raus | Foto: Swedish National Heritage Board - Flickr Commons

Steffen Voß

Wer keine Lust hat, einen eigenen OpenVPN-Server zu betreiben kann auch zu kommerziellen Angeboten greifen. Es gibt dafür unterschiedliche Anbieter. Einer davon ist ipredator.se – ein Angebot von „The Pirate Bay“.

ipredator.se bietet Zugang sowohl per PPTP als auch per OpenVPN. PPTP ist in der Regel einfacher einzurichten. Bei den gängigen Linux-Distributionen ist das Point-to-Point Tunneling Protocol schon eingerichtet. ipredator.se bietet die nötigen Einstellungen zum Download. Auch Android unterstützt PPTP. Allerdings gilt PPTP mittlerweile als unsicher:

„2012 präsentierte Verschlüsselungsexperte Moxie Marlinspike ein Webangebot, das beliebige VPN- und WLAN-Verbindungen innerhalb eines Tages knacken können soll. Die Zeitschrift c’t konnte das Verfahren erfolgreich anwenden und sprach deshalb vom „Todesstoß für PPTP“.“ – Wikipedia

Wer sich nur vor neugierigen Gelegenheits-Hackern in Café-WLANs schützen will, kann das nutzen. Wer mehr will, sollte sich mit OpenVPN beschäftigen. Auf dem Android-Gerät ist das eine einfache App. Unter Linux muss man dazu leider noch ein wenig basteln.

Bei ipredator.se kann man auch Kunde werden, ohne seine Daten preiszugeben. Man kann sogar per Bitcoin bezahlen. Es werden nur Daten zu Debugging-Zwecken gespeichert und die natürlich verschlüsselt. Als schwedischer Anbieter unterliegt ipredator.se dem schwedischen Recht. Ein Monat VPN kostet 6,- EUR.

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