Steffen Voß - Technologie & Gesellschaft

Social Networks : Facebook-Alternative Diaspora wächst

Pusteblume
Spread the Word! | Foto: Sylvain Naudin - CC BY-SA 2.0

Steffen Voß

Auch wenn es still um Diaspora geworden ist, wächst das alternative Social Network, berichtet Constanz Kurz. Die Sprecherin des Chaos Computer Clubs (CCC) bloggt seit Neuestem für netzpolitik.org.

Mit viel Tamtam ist Diaspora vor einigen Jahren gestartet. Selbst Facebook-Gründer Mark Zuckerberg steckte ein wenig Geld in das Projekt. Doch seit sich das ursprüngliche Team zerschlagen hat, ist es still um Diaspora geworden.

Neugierig habe ich mir damals einen Account angelegt und in den ersten Tagen auch viele Bekannte dort gefunden. Von denen sind allerings nur noch Tim, Michael und Uli aktiv. Stattdessen habe ich mir relativ wahllos andere Leute gesucht, denen ich folge.

Nach und nach habe ich die Schwachmaten entfernt und neue Leute hinzugefügt. Inzwischen habe ich ein paar sehr nette Leute gefunden und ein paar gute Tags, die es durchaus interessant machen, den Diaspora-Tab im Browser offen zu halten. Und ich muss sagen, dass ich dort häufiger Feedback auf Beiträge bekomme als auf Google+.

Laut der Statistik aus Constanze Kurz‘ Artikel gibt es nur knapp 100.000 aktive Diaspora-Nutzer. Das ist wahrlich nicht viel, im Vergleich zu den Konzern-Netzwerken. Es macht aber trotzdem Spaß.

Kommentare

Michael
Michael:

Nach diesem Beitrag habe ich auch mal wieder bei diaspora vorbeigeschaut. Dieses Netzwerk reizt mich nicht.
Vielleicht liegt es daran, dass ich einen kleinen Netzwerkoverflow habe.
Was bringt es mir in einem Netzwerk zu sein, indem keiner ist dem ich gerne folge?
Diaspora wird wahrscheinlich auch in Zukunft genauso vor sich hindümpeln wie auch jetzt.
Die Idee hinter Diaspora ist toll, aber ich glaube, dass das Netzwerk allein aufgrund der Registrierung schon zu kompliziert für Otto-normal-User ist.
Ich erkenne zwar einen kleinen Mehrwert durch den Datenschutz, aber der Grund, wieso Menschen ein Netzwerk nutzen ist doch, dass sie sich mit vielen Menschen verbinden wollen und dies ist bei Diaspora einfach nicht gegeben.

Just my two cents 😉

25.2.2015 um 22:03
Steffen Voß
Steffen Voß:

Bei mir ist das so: Ich hätte gerne ein Netzwerk, das so unabhängig von Datensammelfirmen ist, wie es bei E-Mail schon einmal geklappt hat. Deswegen möchte ich in so einem Netzwerk erreichbar sein – irgendwer muss ja mal anfangen.

Und dann ist es so, dass ich auch bei Twitter Leuten folge, die ich nicht kenne – weil sie Interessantes zu sagen haben. Von denen gibt es auch einige bei Diaspora.

Früher war ich in Foren aktiv, in denen ich tolle Gespräche mit viel viel weniger aktiven Nutzern hatte.

Und so habe ich ein Tab auf mit Twitter, eines mit Facebook und eines mit Diaspora. Und ich schaue hier und da, was ich Interessantes finde.

Dazu kommt, dass man bei Diaspora Tags folgen kann, so dass ich interessante Dinge zu meinen Themen lesen kann. Das geht bei anderen Netzwerken nicht, soweit ich weiß.

25.2.2015 um 22:56
Michael Pohl
Michael Pohl:

„irgend­wer muss ja mal anfangen“ – Das stimmt wohl…
Für mich ist das Nutzen des Netzwerkes aber einfach viel zu klein, sodass ich dort erst gar nicht aktiv werden würde. Wenn es dort RSS-Feeds zu Tags geben würde, würde ich diese vielleicht noch nutzen.

Ich versuche seit einiger Zeit einfach meine Quellen zu minimieren und nur Wichtiges herauszufiltern.

Die gute alte Forenzeit. Da hatte ich auch „früher“ eine hohe Aktivität.

Tags sind bei Facebook und Twitter auch nichts Neues mehr…Und bei Google+ gibt es auch eine passende Suchfunktion.

26.2.2015 um 10:53
Steffen Voß
Steffen Voß:

Ich will jetzt Diaspora nicht verkaufen – ich finde da einfach viele News zu Open Source & Co.

Tags bei Facebook und Google+ haben einfach keinerlei praktischen Wert, weil sie niemand benutzt. Bei Twitter sind sie auch mehr ein Hilfsmittel, um kürzer zu Texten.

Bei Diaspora kann ich Tags folgen, wie ich Personen folge. Dadurch ist in meiner Timeline immer etwas los – zwar nicht von Bekannten, aber zu Themen, die mich interessieren.

26.2.2015 um 16:10

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