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Daten, Daten, Daten: Wir brauchen eine Datenbank – Dann wird alles gut!

Look at all this data!
Look at all this data! | Quelle: memegen.com

Könnte die Welt nicht so schön einfach sein? Man muss nur genügend Daten sammeln, dann wird alles gut: Wir brauchen eine Datenbank für Nazis und eine für Hooligans. Wir brauchen eine für Islamisten und eine für Flugreisende. Wir brauchen eine Datenbank für Telefonierende und eine für Internetnutzer – auf die wir natürlich nur bei Bedarf zugreifen. Und dann wird alles gut.

Wir brauchen eine Datenbank für die Bankkunden und eine für Steuerzahler. Dann wird alles gut. Wir brauchen eine Datenbank für Ärzte, Patienten und ihre Fitness. Wir brauchen eine Datenbank für LKW und eine für PKW und wo sie alle gerade sind. Und dann wird alles gut.

Wir brauchen eine Datenbank für alle Kunden und für das was sie gekauft, gewünscht, verschenkt und angeguckt haben und eine Datenbank für das, was sie empfehlen. Wir brauchen eine Datenbank für alle Einwohner und Wähler, für Politiker und ihre Einkommen. Und dann wird alles gut.

Eigentlich brauchen wir nur eine große Datenbank. In der speichern wir alles über jeden – und dazu noch das Wetter von heute und von morgen, der Stand von Sonne, Mond und Sternen. Und dann wird alles gut! Dann werden wir endlich frei sein – frei von Gefahr und Not. Ach, wie schön einfach könnte die Welt sein.

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Kommentare

bagalutenGregor

Schön has­te das Geschrieben.
🙂

Sabine

Und dann no­ch ei­ne Datenbank zur Verwaltung all die­ser Datenbanken … dan­ke fürs auf-den-Punkt-Bringen …

p.

Eine Datenbank, in der al­le Datenbanken ge­spei­chert sind. Das hal­te ich auch für wich­tig.

Jonas

Du bist zu spät dran. Zuckerberg hat­te die Idee be­reits.

Mathias

Eine Datenbank, sie al­le zu knech­ten…

Nichts an­de­res ist die Vorratsdatenspeicherung.

KarstenV

Kann mi­ch nur den vor­ste­hen­den Kommentaren an­schlie­ßen, um Wiederholungen zu ver­mei­den. Aber, da wir ja nun er­kannt ha­ben, dass eben nicht durch Datensammeln al­les gut wird, son­dern eher die Gefahr des Missbrauchs der Daten ge­för­dert wird, soll­ten wir uns über­le­gen, wie man die­ser Datensammelwut be­geg­net, oder?

Es geht ja auch nicht im­mer nur um die Gefährdung der Persönlichkeitsrechte son­dern auch um die Durchdringung al­ler Lebensvorgänge mit Datenvergleichen, wo­durch ein gna­den­lo­ser Wettbewerb al­ler Menschen ge­gen­ein­an­der or­ga­ni­siert wird.
Menschen wer­den schon jetzt wie­der wie sei­ner­zeit bei den Nazis nach ih­rem Nutzen be­wer­tet ( s. Asylbewerber-Flüchtlingsdiskussion).

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