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Miteinander reden: Für eine bessere Blogkultur

Daumen hoch
"Gefällt mir" klickt man nicht für sich selbst, sondern als Dankeschön. | Foto: Dwayne Bent - CC BY-SA 2.0

„Wie mache ich mein Blog zu Geld“ ist so ein Thema, das mich so gar nicht interessiert und zuerst dachte ich, bei diesem Beitrag von Vladislav Melnik ginge es mal wieder um Vermarktung. Vielleicht liegt das an seiner Clickbait-Überschrift: „5 fundamentale Fehler, die deutsche Blogger den Erfolg kosten„. Tatsächlich geht es aber um Blogkultur. Und er spricht einige Dinge an, die auch mir am Herzen liegen.

Die Art, wie man mit Blogs, Blogartikeln und Kommentaren diskutieren kann, gefällt mir. Ich habe allen Platz der Welt, mir Gedanken zu machen und solange ich mein Blog betreibe, kommen diese Gedanken auch nicht abhanden. Ich kann aus anderen Blogs zitieren. Ich kann weitere Quellen hinzuziehen und all das tun, was soziale Netzwerke nicht bieten.

Ich freue mich dann immer über das sachliche, kritische Feedback, das ich dann oft bekomme. Und ich bin mir sicher, dass sich auch andere freuen, wenn sie gutes Feedback zu ihren Gedanken bekommen. Deswegen versuche ich bei einer Reihe von Leuten, immer wenn ich merke, dass jemand mit einem Blogbeitrag eine Diskussion starten will, eine Antwort zu schreiben. Entweder als Kommentar oder als Blogartikel.

Anders als Vladislav Melnik glaube ich nicht, dass es Egoismus ist, wenn diese Art Austausch zwischen Blogs nicht passiert. Ich muss mich mit meinem Blog nicht gegen andere abgrenzen und ich habe auch nicht den Eindruck, das die Bloggerinnen und Blogger, die ich interessant finde, so denken. Ich glaube eher, dass es eine Frage des Bewusstseins ist. Also hier konkret der Aufruf: Wenn ihr einen Blogartikel seht, der seiner Autorin oder seinem Autor offenbar wichtig ist, dann tut bitte mindestens eines der folgenden Sachen:

  1. Klickt „Gefällt mir“ bei Facebook. Es muss einem nicht immer alles tatsächlich total gefallen. Aber ein „Gefällt mir“ ist auch eine Anerkennung der Arbeit. Der Facebook Algorithmus zeigt die Beiträge dann manchen Eurer Freunde. Bei Twitter wäre das ein Retweet – ein Fav nutzt niemandem.
  2. Oder teilt Beiträge, schreibt einen kurzen Kommentar dazu und teilt Beiträge.
  3. Die dritte Möglichkeit ist ein Kommentar unter dem Beitrag. Das ist immer eine schöne Ergänzung für einen Beitrag, der auch ein Wert für andere Leser ist.
  4. Und die Krönung ist natürlich ein eigener Blogartikel mit Verlinkung. Fremde Artikel können auch eine Inspiration für ideenlose Iron Blogger sein.

Klar, Blogs sind eine Nische. Aber diese Nische können wir uns doch hübsch machen.

Pingbacks

  1. Wenn du Blogs unterstützen willst … | SPREEBLICK
  2. Wenn du Blogs unterstützen willst, … – Europa Blog

Kommentare

creezy

Hört doch bit­te auf in Likes/Faves ir­gend­ei­nen Nutzen zu se­hen. Die sind Bullshit. Schon des­we­gen, weil es mitt­ler­wei­le Tools gibt, die Aussagen von Menschen in mei­ner Timeline au­to­ma­ti­sch fa­ven las­sen. Faves sind ei­ne Illusion!

Hört bit­te auch auf Inhalte von Blogposts auf an­de­ren Plattformen zu dis­ku­tie­ren, dis­ku­tiert sie in den Blogposts selbst! Und nur dort! Dort ist der Ideengeber zu Hause. Das ist sei­ne Adresse, dort­hin soll­te man Gedanken, Meinungen, Statements sen­den! Das macht Blogs und Blogposts er­folg­reich! Komplexe Diskussionen im Blog sind das A und das O, um ein Blogpost in­halt­li­ch er­folg­reich sein zu las­sen.

Daraus folgt: Content counts!

Und dar­aus folgt zwangs­läu­fig: Content counts!

Guckt man ge­nau­er hin, könn­te man dar­aus ab­lei­ten: Content counts!

Ich fin­de es im üb­ri­gen eher so ga­ga Blogerfolge und Blognhalte via Facebook-Algorithmen im Erfolg mes­sen zu wol­len. Das ist m. E. Selbstbetrug.

Klaus-Peter

Ich ha­be jetzt Deinen Aufruf zu mehr Blog-Kultur ge­le­sen und Teile Deine Ansichte auch – mit der Einschränkung, dass Blogger gar nicht un­be­dingt die bes­se­ren Menschen sind, und si­ch durch­aus auch mal gars­tig ver­hal­ten. Rangeleien um die Rangordnung zum Beispiel. Da kommt es auch mal vor, dass Kommentare und Ping-Backs nicht frei­ge­ge­ben wer­den…

Wenn ich Deinen Blog-Namen rich­ti­ge in­ter­pre­tie­re, hast Du ei­ne be­son­de­re Beziehung zum Kaffee?
Darf ich des­halb mal et­was ma­chen, was ich ei­gent­li­ch nicht ma­che, weil es schnell un­ter den un­se­li­gen Spam-Verdacht fällt…
Ich ha­be näm­li­ch ein Kaffee-Projekt, ei­gent­lic nur ei­ne Idee:
http://portionsdiaet.de/produkte/bestes-aroma-frisch-geroesteter-fair-trade-bio-kaffee
Und nie­mand hat sie bis­her kom­men­tiert…
Und das auch no­ch mit der Bitte, dort mal Deine Meinung zum Artikel kund zu tun, ver­bun­den…

Robert Weller

Ich glau­be, je­der Blogger hat da sei­ne ei­ge­ne Art und Weise, wä­re ja auch scha­de (und ei­gent­li­ch auch nicht ty­pi­sch für die Blogosphäre) wenn wir al­le die­sel­ben Verhaltensmuster auf­wei­sen wür­den.

Ich selbst favorisiere/like Beiträge an­de­rer u.a. als Zeichen mei­ner Anerkennung, aber manch­mal auch um ge­wis­se Automatismen in Gang zu set­zen, wie sie cree­zy oben be­schreibt. Einige da­von spei­che­re ich mi­ch da­durch zum Lesen für spä­ter.

Letztendlich geht es al­so nicht dar­um, wie ich als Blogger sol­che Interaktionen durch mei­ne Leser „be­wer­te“ bzw. in­ter­pre­tie­re. Wenn ich et­was mes­sen will, dann brau­che ich kon­kre­te Zielstellungen, Kennzahlen und ins­ge­samt ein sinn­vol­les Setup. Einfach nur zu sa­gen ich ha­be „X Likes (mehr als Blogger Y)“, dann ist das no­ch kei­ne Wertaussage. Muss ja auch nicht al­les im­mer ei­nen Wert ha­ben, oder? 😉

Felix

Ich fin­de den Aufruf zwar sehr lo­bens­wert, glau­be aber ir­gend­wie das Thema ist durch. Blogkommentare gibt es kaum no­ch, die Diskussion ist zu Facebook ab­ge­wan­dert. Die we­ni­gen, die si­ch Facebook ver­wei­gern, kom­men­tie­ren dann un­ter dem Blog nicht, weil sie nicht die ers­ten sein wol­len. Da un­ter­schei­den si­ch die Leser nicht von Teenies in der Disco 😉
Noch vor ei­nem Jahr hät­te die­ser Artikel doch hun­dert Kommentare ge­habt oder?

Steffen

Ich hab sel­ten mehr Kommentare als un­ter die­sem Artikel.

Dafür sind die im­mer nett. 😉

Lisa

Ich glau­be, dass der feh­len­de Austausch vor Allem an Faulheit liegt. Ich be­ob­ach­te es bei mir auch oft: Ich le­se ei­nen in­ter­es­san­ten Post, ha­be ei­ne Meinung da­zu und über­le­ge, ob ich das jetzt in die Kommentare schrei­be und dann den­ke ich…. Och nöö… Natürlich nicht im­mer, aber es kommt vor! Und das von Felix an­ge­spro­che­ne „Ich will nicht Erster sein“ ist wohl oft der Grund.
In ei­nem Punkt wür­de ich cree­zy üb­ri­gens wi­der­spre­chen: Zwar ist es na­tür­li­ch im­mer am Schönsten, wenn un­ter ei­nen Blogpost kom­men­tiert wird, schon al­lein, weil es da­durch er­hal­ten bleibt und nicht im Facebook-Sumpf ver­schwin­det. Aber ge­ra­de für neue Blogs mit we­nig Lesern ist Social Media doch ein wich­ti­ger Teil des Ganzen. Denn durch Kommentare un­ter Facebook-Posts wird (so­weit ich das weiß) die Reichweite er­höht und da­durch be­kommt neue Leser.
Man kann nun mal no­ch so vie­le Kommentare un­ter ei­nen Post schrei­ben, wenn das son­st kei­ner liest, weil man der ein­zi­ge Leser ist, hilft das ja al­les nichts. Die be­s­te Idee ist na­tür­li­ch, so­wohl in Facebook als auch auf dem Blog zu in­ter­agie­ren… da kommt nur wie­der die Faulheit ins Spiel;)

Myriam

Wir stel­len uns vor, dass wir ei­nen su­per tol­len Blogpost ge­schrie­ben ha­ben, wir wa­ren krea­tiv, wit­zig und ha­ben lan­ge re­cher­chiert. Alles per­fekt. Aber es liest kei­ner, weil nie­mand weiß, dass wir ge­ra­de et­was ab­so­lut tol­les ge­schrie­ben ha­ben. Wie brin­gen wir nun am bes­ten die PS auf die Straße? Andere müs­sen von un­se­rer Seite, un­se­ren Blogposts er­fah­ren. Was ist das leich­tes­te Mittel? Facebook? Auf an­de­ren Blogs kom­men­tie­ren? Kommentier- und Folgespiele? Ich bin ge­ra­de in ei­nem Selbstversuch. Ich kom­men­tie­re viel (ver­su­che es täg­li­ch) weil nur so an­de­re Menschen auf mi­ch auf­merk­sam wer­den. Das bringt mir enorm viel. Bei Folgespielen ma­che ich auch hin und wie­der mit – es hat je­doch kei­nen lan­gen Erfolg und bringt auch nicht wei­ter. Facebook ist in­so­fern in­ter­es­sant, als dass man dort re­la­tiv gut ver­brei­ten kann. Einer muss aber an­fan­gen – und das war ich in die­sem Fall. Nach 2 Wochen ha­ben die Blogbetreiber de­ren Beiträge ich kom­men­tiert und ge­li­ked ha­be auch bei mir kom­men­tiert und ge­li­ked. Manchmal pas­siert es mir, dass ich nicht weiß was ich bei ei­ni­gen Beiträgen von an­de­ren Bloggern kom­men­tie­ren soll. Für mi­ch heißt das, dass ich kon­kre­te Fragen am Ende mei­ner Beiträge schrei­be. Sodass die Leser auch wis­sen was sie schrei­ben kön­nen. Ich über­le­ge vorm Teilen von Beiträgen auf FB auch im­mer: Nützt es mei­nen Lesern oder ist es nur „Spam“? Ich be­die­ne auch nicht al­le Social Media Kanäle. Mein Augenmerk liegt auf Facebook und G+. Twitter und Instragam ha­be ich nicht. Auch als Blogger muss man nicht auf al­len Hochzeiten gleich­zei­tig tan­zen. Bloglovin schickt täg­li­ch ei­nen Newsletter mit al­len neu­en Beiträgen von den Blogs, die ich „ge­herzt“ ha­be. Ich ha­be auch schon ge­le­sen, dass folg. Zeitaufteilung emp­foh­len wird: 20% für dei­ne Texte und 80% für die Vermarktung der Beiträge. Ist mir per­sön­li­ch zu krass.
Grüße Myriam

Judith P.

Toller Artikel. Deshalb schrei­be ich gleich mal ei­nen Kommentar.
Konstruktive Kritik: Was ver­birgt si­ch hin­ter dem Link Iron Blogger? Da kom­me ich auf ei­nen ge­fähr­li­che Warnhinweis Seite.
Eventuell wur­de die Seite ge­hackt?

Tolle gro­ße Schrift im Artikel, kann ich auch auf mei­nem 30 Zoll le­sen oh­ne 10cm vorm Bildschirm zu sein.
Zum schrei­ben die­ses Kommentars mus­s­te ich aber wie­der deut­li­ch nä­her rü­cken. Große Labels an den Feldern, Minischrift in den Feldern. Das könn­te man no­ch ver­bes­sern, fin­de ich.

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