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Sexgott oder nicht? Eine Lektion im Schützen der eigenen Daten

Zur Zeit kur­siert ei­ne Internetseite, die auf ein­drucks­vol­le Weise klar macht, was Datenschutz be­deu­tet und wie man sei­ne Daten selbst oft nicht schützt. Dabei wol­len die Benutzer nur tes­ten, ob sie ein Sexgott sind oder nicht.Unter sexgott-or-not.com gibt es ei­nen von die­sen klei­nen Tests, die ei­nem nor­ma­ler­wei­se am Ende sa­gen, was man für ein Typ Mensch ist.

In die­sem Fall aber kommt kein Ergebnis, son­dern der Hinweis: „Ätsch! Du wur­dest ver­arscht. Alle Deine Angaben ge­hen an den Typen, der Dir den Link ge­schickt hast.“ Und der wird si­cher et­was mit Deinem Vornamen an­fan­gen kön­nen und die Sache si­cher auf­schluss­reich fin­den.

Also: Niemals rich­ti­ge Daten an­ge­ben, wenn es nicht un­be­dingt nö­tig (Bestellungen, Anträge…) ist. Und im­mer dar­an den­ken, ob das was man da ab­schickt auch im E-Mail-Eingang ir­gend­ei­nes Bekannten se­hen möch­te. Betreiber von sol­chen Seiten ha­ben näm­li­ch even­tu­ell ver­schie­de­ne Möglichkeiten, fest­zu­stel­len wer Du bist. 

Es wä­re zum Beispiel mög­li­ch, dass auf ei­ner an­de­re Site des glei­chen Betreibers eCards ver­schickt wer­den kön­nen. Dort gibt man nor­ma­ler­wei­se den rich­ti­gen Namen als Absender an. Der Anbieter mar­kiert Deinen Browser mit ei­nem Cookie – ei­ner klei­nen Datei mit ei­ner Art Seriennummer. Diese kann wie­der aus­ge­le­sen wer­den, wenn Du den Sextest aus­füll­st. Und schon gibt es zu Deinem Name ei­ne Liste Deiner se­xu­el­len Vorlieben.

Wenn sol­che Daten er­st ein­mal er­ho­ben sind, wer­den sie auch ver­wen­det. Ein in­ter­es­san­tes Beispiel lie­fert da „Dr. Billy Baypack.

Kommentare

Susi Sonnenschein

ich glau­be aber, dass die leu­te al­les ma­chen mit der aus­sicht bei so­und­so viel mil­lio­nen ge­sam­mel­ter punk­te ei­nen ent­saf­ter oder toas­ter zu ge­win­nen. wenn man da­mals bei der volks­zäh­lung pay­back­punk­te ver­ge­ben hät­te oder ein au­to ver­lost, hät­te es kei­ne pro­ble­me ge­ge­ben.

„Positiv wer­tet Kosellek, dass die GEZ Billy Baypack trotz sei­nes of­fen­bar il­le­ga­len Aufenthalts nicht an die Ausländerbehörde oder die Polizei mel­de­te – zu­min­dest be­kam er von dort bis­her we­der Besuch no­ch Post. Bei der Weitergabe scheint die Behörde al­so mög­li­cher­wei­se den Datenschutz et­was erns­ter zu neh­men, als bei der Beschaffung. Andererseits wä­re die Abschiebung von Billy Baypack na­tür­li­ch auch der Verlust ei­nes Gebührenzahlers – was of­fen­bar nicht im Interesse der zen­tra­len Einnahmestelle liegt.“

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