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Digitale Agenda: Keine Angst vor freiem WLAN!

Freies WLAN in der Türkei
Freies WLAN in der Türkei | Foto: Jerome Bon / CC-BY-2.0

Es gab einmal eine SPD-Initiative für freie WLANs. Das war 2012. Mit der CDU lässt sich das heute offenbar nicht durchsetzen. Aber auch SPD-Chef und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel fremdelt mit dieser Freiheit für Internetzugänge. Warum eigentlich?

An der Diskussion verstehe ich zurzeit zwei Dinge nicht:

  1. Hier in Kiel gibt es ja mittlerweile so viele freie Hotspots, dass man eigentlich immer einen in Laufweite hat. Der regionale Internetanbieter TNG ist inzwischen so eine Art Mobilfunkprovider in der Stadt. Dazu kommen Hotspots von KielNet und den Kieler Nachrichten. Da kommt eine Startseite, auf der man mit einem Häkchen irgendwas erklärt und bämm kann man surfen. Die Kriminalität müsste es also schon geben.
  2. Die meisten Leute werden ihre WLANs ohnehin nicht öffnen, weil sie gar nicht wüssten, wie sie die unbekannten Gäste von ihren privaten Daten fernhalten können. Außerdem kann es doch nicht sein, dass da andere Leute auf ihre Kosten mitsurfen! Da schlägt auch der Geiz zu.

Was man aber sehen kann: Die aktuelle rechtliche Lage bevorzugt die Internetprovider, weil die ohnehin von der Störerhaftung ausgenommen sind. Die Telekom oder Kabel Deutschland richten auf den Accesspoints ihrer Kunden Hotspots ein, die dann nur von Kunden genutzt werden können. Das ist kein freies WLAN! Gleichzeitig werden Bürgerinitiativen wie Freifunk diskriminiert. Die müssen sich Krücken ausdenken und den Internetverkehr über das Ausland umleiten.

In der Blogparade zu #digitalLEBEN sind viele zum Teil sehr gegenteilige Meinungen eingegangen. In einem waren sich aber alle einig: Wir brauchen mehr schnelles Internet. Mit freiem WLAN ließe sich das Mobilfunk-Netz stark entlasten. Da dümpeln den ganzen Tag dicke DSL-Leitungen vor sich hin, ohne dass sie jemand nutzt, während die Mobilfunknetze überlastet sind. Dieses Potential sollten wir nutzen!

Pingbacks

  1. Digitale Agenda: Keine Angst vor freiem WLAN!Arbeitskreis Digitale Gesellschaft

Kommentare

Frank Ulroch

Wenn man häu­fi­ger im (eu­ro­päi­schen) Ausland ist, fal­lem ei­nem zwei Dinge auf:
1. Roaming-Gebühren – das ist ein an­de­res Thema
2. die viel­fäl­ti­ge „Free WiFi“-Nutzung

Gerade im Ausland hilft dies un­ge­mein, Pkt. 1 zu um­ge­hen. In Dänemark und bei­spiels­wei­se Tschechien hängt in je­dem Café, auf je­dem Campingplatz un­über­seh­bar das WLan-Passwort und läft zum Verweilen. Habe da­bei nicht den Eindruck, das diee Länder an ex­tre­mer Kriminalität lei­den – ganz im Gegenteil!

Welche Argumente ha­ben die Verhinderer ei­gent­li­ch?
Wie und in wel­cher Form kann man die­se ent­kräf­ten?

Wäre doch schön, am neu­en Kielkanal und am Kieler Bootshafen free WiFi zu nut­zen!

Steffen Voß

Die Roaming-Gebühren wer­den Ende nächs­ten Jahres fal­len: http://kfrng.de/uhk66 (Danke, EU! 😉 )

Das Argument ist so­weit ich weiß die­ses dif­fu­se: „Da kann ja je­der kom­men!“ So ge­n­au weiß ich das nicht.

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