Steffen Voß - Technologie & Gesellschaft

Audible.de – auch andere kämpfen mit dem DRM

Steffen Voß

Auf der Suche nach einer Möglichkeit unter Linux das Audioangebot des „brand eins“-Magazins über audible.de zu nutzen, bin ich über den Beitrag „Hörbücher mal in grauenhaft… audible.de“ gestoßen. Dort beschreibt „Der Zaubberer mit dem Hut in der großen weiten Welt“ seine Probleme mit dem DRM von audible – Interessant ist dabei die Diskussion mit dem Audible-Mitarbeiter in den Kommentaren.audible könnte sich sparen, einen Software für Linux zu schreiben, wenn sie dieses dumme DRM weglassen oder die nötigen Informationen dazu offenlegen würden, damit OS-Lösungen programmiert werden können. Die Einstellung „Wir denken uns ein Format aus und alle Geräte- und Softwarehersteller müssen sich daran halten.“ ist ein wenig komisch für „eine noch sehr junge und daher sehr kleine Firma“.

Ich selbst benutze inzwischen auch hauptsächlich Linux und audible ist mir bei meinem Umstieg von Windows auf Linux auch vor allem dadurch aufgefallen, dass es plötzlich keine Möglichkeit mehr gibt, das „brand eins“-Audioangebot zu hören.

Das ist aber kein audible-Problem: Ich hatte den gleichen Tanz vor Kurzem mit dem Downloaddienst von Saturn. Die haben mir einen Track geschenkt, den ich nachher nirgends abspielen konnte. Deren Tipp war: „In iTunes brennen und wieder als MP3 auslesen.“ Das steht bei denen sogar in der FAQ.

DRM ist der größte Scheiß, weil er die legalen Kunden bestraft, während man bei den nicht legalen Alternativen von Bitorrent, eMule & Co. diese Probleme nicht. Da kann man die MP3s auf JEDEM Player mit JEDEM Betriebssystem abspielen, auf CDs brennen, im Auto oder in der Badewanne höre usw.

Ich würde sehr gerne hin und wieder ein Hörspiel oder ein Hörbuch kaufen – aber wenn ich das dann nicht hören kann, wie ich will, lass ich das lieber.

Fazit für heute
Ich werde „brand eins“ also nicht unter Ubuntu hören können. Dann muss ich also wieder lesen.

Kommentare

saljut6
saljut6:

„Fazit für heute
Ich werde „brand eins“ also nicht unter Ubuntu hören können. Dann muss ich also wieder lesen.“

das denke ich nicht…. 🙂

also ich selber bin linux (ubuntu)nutzer und auch audible premium abonent….
ich verstehe ehrlich nicht ganz wo das problem liegt wenn man unter ubuntu den audible manager mittels wine installiert dann kann man ohne probleme den audible manager in vollem umfang nutzen, also auch sämtliche audio daten hören bzw. auf seinen tragbaren player exportieren…..
über das thema DRM kann man natürlich streiten doch das abspielen solcher formate ist meist kein großes problem unter linux, denn dank wine kann man ja die dafür vorgesehen programme ohne großes hin und her installieren

gruß
saljut6

8.1.2008 um 10:32
Steffen
Steffen:

Audible macht Werbung damit, dass man bei ihnen Bücher auf dem *MP3-Payer* bekommen kann.

Das stimmt nicht. Es funktioniert eben nicht auf MP3-Playern, sondern nur auf einigen MP3-Playern.

Und ich habe keine Lust für jedes Angebot eine eigene Abspielsoftware mit irgendwelchen Krücken zu installieren.

Außerdem höre ich den „brand eins“-Podcast hauptsächlich unterwegs. Und auf meinem MP3-Player kann ich kein Wine installieren.

Wenn mir jemand etwas verkaufen will, muss er mir ein wenig entgegen kommen.

9.1.2008 um 10:29
SMut
SMut:

Also DRM ist senf und auch die großen Musikkonzerne sehen das nun ein.
Audible meint noch immer, sich mit ihrem proprietären Mist sich die Nase vergolden zu können. Die Angebote sind wirklich gut und auch die Zusatzideen, wie der Kapitelmode eine feine Sache, aber da ich nur ogg-vorbis kodiere, ist die Qualität bei der Größe lächerlich.

Ich hoffe, dass irgendwann einmal jemand ein bisschen den ogg-vorbis codec aufbohrt, mit Kapitelfunktion versieht und dann noch sowas wie den Hörbuchverlag dazu überredet, das Zeugs über’s Web DRM-free zu verticken.

Ansonsten wird das nix mit mir als Kunde…

Steffen

27.2.2008 um 07:08
SHoffmann
SHoffmann:

Ich habe mich heute durch eine Kunden-Treueprämie von Arcor verleiten lassen, Audible.de zu nutzen.

Erstmal klang das richtig gut: kostenlos; beim Registrieren konnte man die meisten Optionen wie Newletter etc. abwählen. Aber als es an das Runterladen ging, war Schluß.

Irgendwo in der Hilfe steht dann auch klipp und klar, daß kein Linux unterstützt wird. Aber da bin ich ganz bei denen, die z.T. sogar schon richtig Geld bezahlt hatten, bevor sie das merkten: Sowas _muß_ man vorher sagen. Wie unseriös ich den Laden finde, muß ich wohl nicht weiter ausführen.

Gespannt bin ich noch auf meine Beschwerde-Nachricht, die direkt nach dem Download-Versuch abgesetzt habe. Das war’s dann mal wieder. Ich gehöre auch zu denen, die Zeit anders als mit DRM-Geschichtchen und Behelfsmaßnahmen a la Wine verbringen wollen.

Kunde ist König – wäre schön; wann ist das soweit?

SH

8.11.2008 um 14:24
Gast
Gast:


Audible.de empfohlen von ARCOR, 08. Nov 2008

Ich habe mich heute durch eine Kunden-Treueprämie von Arcor verleiten lassen, Audible.de zu nutzen.

Erstmal klang das richtig gut: kostenlos; beim Registrieren konnte man die meisten Optionen wie Newletter etc. abwählen. Aber als es an das Runterladen ging, war Schluß.

Irgendwo in der Hilfe steht dann auch klipp und klar, daß kein Linux unterstützt wird. Aber da bin ich ganz bei denen, die z.T. sogar schon richtig Geld bezahlt hatten, bevor sie das merkten: Sowas _muß_ man vorher sagen. Wie unseriös ich den Laden finde, muß ich wohl nicht weiter ausführen.
^^

Ja mei – du bist doch schon über 18 oder? – Also ich nehm es mal ganz stark an das du schon über 18 bist. Und damit gehört auch Lesen und Denken zu einem Vertragsabschluss deinerseits.
Wenn sowas in der Hilfe drinsteht dann wurde es vorher gesagt. Die Hilfe ist nunmal die Möglichkeit für die Betreiber derartige Informationen zu vermitteln.

Nochmal Hilfe gibt es nur beim betreuten Wohnen.

27.12.2008 um 14:32
Gast
Gast:

mmmmmhhh heißt das ganze nicht hilfe?
und benutzt man die hilfe nicht nur wenn was nicht funktioniert?
man könnte auch einfach einen verweiß bei der anmeldung einblenden der die unterstützen betriebssysteme benennt.

26.1.2009 um 00:53
blindgaenger
blindgaenger:

Ich habe vor einiger Zeit mal eine Diskussion zu genau dem Thema Audible+Linux verfolgt, in der ein angeblicher Audible-Mitarbeiter versucht hat sich zu rechtfertigen. Das Ganze war nicht sehr ergiebig und der Mitarbeiter nicht wirklich einsichtig … Linux wäre halt nur eine Minderheit.

Ich glaube nicht, dass sich an der Einstellung etwas geändert hat. Schade nur, dass sie zum einen den wachsenden Linux-Markt ausblenden, obwohl oder gerade weil sie ein interessantes Sortiment haben. Warum sonst fallen ständig Linux-Nutzer rein. Mich eingeschlossen!

… und das sind bestimmt nicht „die Bösen“ die DRM-freie Musik in der Welt verbreiten wollen. Die nämlich holen sich ihre Sachen ganz bestimmt woanderst. Schade!

18.3.2009 um 21:50
Johannes
Johannes:

Benutze auch Ubuntu und war etwas zurückgestoßen von dem Nichtsupport von Linux von audible. Habe aber dann mal gegoogelt, ob es einen Woraround gibt, und tatsache: Unter http://maulik.freeshell.net/Miki.pl?page=2007-03-22.miki steht, wie man auch unter Ubuntu audible.de nutzen kann. Ist zwar nicht ganz so komfortabel, aber mir reicht’s.

28.3.2009 um 14:31
Gast
Gast:

der witz ist, dass es ueberhaupt kein problem waere die titel zumindest unter linux abzuspielen. fuer die nokia handys exist. naemlich ein funktionierendes java applet. dieses anzupassen sollte wirklich kein problem sein. mit der sun java umgebung f. handys konnte ich das applet auch unter linux zum laufen bringen.

12.7.2009 um 09:51
sascha
sascha:

hallo, nur ein kleiner hinweis:

da ich auch audible geschaedigt bin (.aa (=autschautsch) format, drm bloedsinn, kein linux), wollte ich mal auf eine alternative hinweisen, ueber die ich gerade zufaellig gestolpert bin: libri.de bietet mittlerweile ebenfalls ein abo an. ungefaehr gleicher preis wie audible (9,95 monatlich oder 7,99 jahresabo), buecherumfang ist mir noch unbekannt, vor allem aber mp3 oder wma format! damit waere diese ganze drm verurachte sch??sse vom tisch!
ich werde jetzt mal mutig sein, mein zweitabo bei audible kuendigen und das budget libri zukommen lassen. wenn es funktioniert und die auswahl stimmt …

gruss sascha

p.s. vielleicht aendert auch audible dann seine problematische politik, wenn genug leute umsteigen.

31.12.2009 um 22:26
Al_
Al_:

Herunterladen geht, abspielen mit Hilfe von Wine auch. Der unterste Post in http://www.opensuse-forum.de/erledigt-audible-h%C3%B6rbucher-download-unter-opensuse-software-anwendungen/allgemeines-f17/t2511-f21/ beschreibt, wie man die Audibleprogramme freischalten muss. Kopieren auf MP3-Player geht nicht, da USB von Wine nicht unterstützt wird.

PS: Audible schreibt, sie würden Community Approaches unterstützen, welche eine Linux-kompatible Version ihrer Software bauen wollen. Mein Angebot wurde aber ignoriert. Offenbar ist diese ‚Unterstützung‘ lediglich ein Werbetrick.

3.9.2010 um 22:00
Steffen
Steffen:

Com­mu­nity Approach: Dann müssten die ja auch ihren DRM-Code preisgeben…

Wine: Hörbücher wollte ich eigentlich nicht am Desktop-Rechner hören. Naja, soweit ich weiß, klappt das mit Amazons MP3-Service besser.

3.9.2010 um 22:04
Gast
Gast:

Hallo Leute,

ihr sprecht mir aus der Seele! Ich wollte gerade audible ausprobieren, merke dann, dass der Download nicht funktioniert, rufe in der Audible-Hotline an und muss mir dann eine Menge Sch**** von dem Mitarbeiter in der Leitung anhören. Vor allem ärgert mich, dass man erst merkt, dass Audible nicht Linux-kompatibel ist, NACHDEM man die Datei schon gekauft hat (hatte zum Glück über Gutschein bezahlt). Das ist definitiv unseriös! Dieser Hinweis, dass das Ganze Betriebssystem gebunden ist, müsste VOR dem Download kommen.

Lieben Gruß an Alle, die ähnlichen Ärger hatten!
Eva

6.1.2012 um 17:33
melone
melone:

Leider gibt es keinen hochwertigen Player, der das Format unterstützt. Die hochwertigen Geräte die das Format noch unterstützt haben sind ausverkauft und auch gebraucht nicht mehr zu finden. Die Hersteller guter mp3Player haben das Format bei den neuen Playern verbannt. Es wird nicht mehr unterstützt. Die Idee mein Telefon an die Stereoanlage anzuschließen empfinde ich als lächerlich und beschämend zugleich. Die Audible App ist auch nicht gut zu nennen. Eine herbe Enttäuschung ist Audible durch dieses proprietäre Format. Schade auch, daß ich dem Verein schon Geld dafür bezahlt habe, für ein sterbendes und in Zukunft nicht mehr abspielbares Format. Ich werde Abstand halten und mir keine weiteren Bücher mit diesem Audible DRM verseuchten Format mehr kaufen.

10.8.2013 um 15:37

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