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Drei Nutzen von BarCamps

Thilo Spahl und Jacob Bilabel auf dem BarCamp Fortschritt | Foto: Steffen Voß
Thilo Spahl und Jacob Bilabel auf dem BarCamp Fortschritt | Foto: Steffen Voß

Immer wie­der hö­re ich, dass es für ei­ni­ge Angestellte nicht leicht ist, für das BarCamp Kiel frei zu be­kom­men: Man kön­nen vor­her nicht sa­gen, wel­che Themen be­spro­chen wür­den und im Nachhinein kann man auch nicht wirk­li­ch nach­wei­sen, was denn pas­siert ist. Das liegt na­tür­li­ch am Format, denn ein BarCamp ist das Gegenteil des „Nürnberger Trichters„.

Inspiration

In halb­stün­di­gen oder 45-minütigen Sessions kann man kei­ne tief­grei­fen­den, neu­en Kenntnisse oder Fähigkeiten ver­mit­teln. Und die Session bau­en in der Regel nicht auf­ein­an­der auf. Insofern kann man ein BarCamp nicht mit ei­ner klas­si­schen Fortbildung ver­glei­chen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kön­nen aber in re­la­tiv kur­zer Zeit Einblick in vie­le ver­schie­de­ne Themen be­kom­men – Neues hö­ren und Ideen zum Nach- und Weiterdenken mit­neh­men.

Netzwerken

Ich fin­de im­mer, dass die Sessions oh­ne­hin nur der Vorwand sind, da­mit die Leute zu­sam­men kom­men. Die Sessions hel­fen da­bei, si­ch ge­gen­sei­tig ken­nen­zu­ler­nen und wei­ter über die Themen zu dis­ku­tie­ren. Wer frei­be­ruf­li­ch ar­bei­tet oder den Sprung in die Selbstständigkeit oder an­de­re Hobbyprojekte plant, kann hier Mitstreiterinnen und Mitstreiter fin­den.

Wer kei­ne neu­en Leute bei ei­nem BarCamp ken­nen­lernt, der ver­passt ei­nen gro­ßen Teil. Ich fin­de des­we­gen auch das BarCamp in Kiel extra-charmant, weil un­ter den gut 220 Teilnehmern im­mer ein be­trächt­li­cher Anteil Leute ist, die no­ch nie auf ei­nem BarCamp wa­ren. Wenn man der Theorie „Stärke der schwa­chen Bindungen“ von Marc Granovetter folgt, dann sind die­se Bekanntschaften äu­ßert wert­voll. Immer wie­der sind aus dem BarCamp neue kom­mer­zi­el­le und nicht-kommerzielle Projekte ent­stan­den.

Selbstvergewisserung

Für Kiel ist das BarCamp auch ei­ne Selbstvergewisserung: Es gibt hier ei­ne Menge cle­ver­er Leute, die tol­le Sachen ma­chen. Vielleicht ist es auch ei­ne Stärke, dass man in Kiel nicht auch schon ein BarCamp nur mit Marketing-Leuten oder nur mit Programmierern ge­füllt be­kä­me. Die Besucherschaft ist im­mer sehr bunt: Schüler, Studentinnen, Abgeordnete, Marketing-Expertinnen, Programmierer, Verwaltungsleute, bis hin zu Rentnern. Ein BarCamp oh­ne Community geht nicht.

Dieser Artikel er­schien im Rahmen der  Blogparade zum Thema „Nutzen von BarCamps„, die am 30. August 2014 en­det.

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