Steffen Voß - Technologie & Gesellschaft

Linux : Elegantes ElementaryOS

elementaryOS
elementaryOS | Eigener Screenshot

Steffen Voß

In letzter Zeit hatte ich zunehmend das Problem, dass mein alter EeePC 1000h zu langsam für Ubuntu wurde. Vielmehr wurde Ubuntu zu klobig für das kleine Netbook. Ich erledige damit keine komplexen Aufgaben. Aber selbst beim schlichten Surfen blockierte schnell der ganze Rechner. Eine schlankere Lösung musste her: ElementaryOS.

Vor längerer Zeit hatte ich schon einmal nach einem Linux für ältere Computer gesucht und damals auch verschiedene Distributionen gefunden. Das Problem ist nur: Ich finde die alle hässlich. Die sehen oft aus wie Windows 95. Das will ich nicht mehr. Ich hab also einfach mal nach einem schönen Linux gesucht und dabei zufällig auch eines gefunden, das auch noch auf dem Netbook gut läuft.

ElementaryOS basiert technisch auf Ubuntu 12.04, orientiert sich optisch am MacOS und bringt verschiedene, eigene Programme mit – alle auf eine möglichst schlichte, einfache Oberfläche ausgelegt. Das finde ich schon sehr gelungen.

Schade finde ich, dass die Oberfläche noch(?) diese Leiste am oberen Bildschirmrand hat. Da ist dann auch so eine Art Startmenü. Ich habe mich bei Ubuntu daran gewöhnt, dass Programme keine von der Oberfläche getrennten Elemente mehr haben. Es ist einfach sehr praktisch, wenn die Progamm-Menüs am oberen Rand sind. Da man dann mit der Mouse einfach gegen den Rand schieben kann, sind die Bedienelemente gefühlt wesentlich größer – man muss nicht so genau zielen.

Video

Mein EeePC ist inzwischen mit 2GB RAM und einer SSD aufgerüstet. ElementaryOS startet damit ziemlich schnell und das System wacht vor allem innerhalb von 10 Sekunden wieder auf, wenn ich das Laptop einfach nur schlafen gelegt habe. Genügend schnell für „mal eben was nachgucken.“ Standard-Browser ist zwar Midori. Mit Chromium ist auf ElementaryOS aber auch ein Browser verfügbar, der das beste aus den knappen Ressourcen macht. Ich bin zwar ein eingefleischter Firefox-Fan. Aber Chromium ist hier wirklich den entscheidenden Faktor flotter.

Ich weiß gar nicht, wie viele Linux-Distribution ich allein schon auf dem EeePC hatte – von Ubuntu über Jolicloud bis Android. Ich glaube aber, ElementaryOS könnte länger bleiben.

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Pingbacks

  1. Distributionen: OzonOS ist Fedora in chic

Kommentare

Micha
Micha:

Hm, das wäre ja vielleicht auch etwas für meinen Acer Aspire One.

8.8.2014 um 21:29
Steffen Voß
Steffen Voß:

Jo, einfach mal ausprobieren. Bei mir ist es ja so, dass ich auf dem Laptop nie Dinge habe, die ich nur auf dem Laptop habe. Ich kann das Ding jeder Zeit platt machen und etwas Neues ausprobieren. Dadurch wechsel ich häufiger mal, wenn mir ein interessantes OS über den Weg läuft.

8.8.2014 um 21:58
anonymous
anonymous:

So wirklich ist Elementary OS ja nicht für ältere Rechner bzw. als ressourcensparende Alternative zu Ubuntu gedacht. Welche Ubuntuversion lief denn zuvor darauf?

9.8.2014 um 04:30
Steffen
Steffen:

Vorher war Ubuntu 14.04 drauf.

9.8.2014 um 11:43
Normy
Normy:

Vieleicht drauf hinweisen, das elementaryOS Luna URALT ist, ja sogar schon veraltet ist und sicher jetzt nicht mehr installiert werden sollte.

Die Nachfolgerin elementaryOS Freya ist nämlich bald fertig und als Beta1 verfügbar – die basiert auf dem aktuellen .buntu.

Und ja, elementaryOS (und nichts anderes kommt mir auf meine Rechner) ist wesentlich (!) besser geeignet für ältere Rechner als .buntu selber. Es ist zwar zum Glück nicht mehr viel .buntu in elementaryOS, aber dennoch soviel das man von den Vorteilen profitiert.

Selbst auf meinem 10 Jahre alten Notebook Amilo Pro 2045 rennt elementaryOS, während .buntu eher zähflüssig lief und ständig Probleme machte.

9.8.2014 um 12:23
Steffen
Steffen:

Wenn man Freya schon installieren sollte, würde nicht „Beta“ dran stehen, oder? 😉

Davon abgesehen hab ich das nirgends gefunden – vielleicht gabs die Beta da aber nicht nicht.

9.8.2014 um 15:06
J.Ar
J.Ar:

Eine ‚elementaryOS Freya beta‘ gibt es noch nicht. Erst wenn alle Bugs der Entwickler beseitig sind soll eine erscheinen.

Den Zähler für die Bugs kann man hier verfolgen…

http://isisisreleasedyet.com/

mfG J.Ar

9.8.2014 um 16:08
Normy
Normy:

@Steffen

Bitte lesen. Ich schrieb „bald“, derzeit sind es noch zwei Bugs, an denen gearbeitet wird.

Ich halte es daher für sinnlos, die Leute auf das alte „Luna“ loszulassen. Lieber noch etwas Geduld üben.

Und ja – warum sollte man eine Beta1 nicht installieren ?

Jede Distri ist eine Betaversion – Bugs werden immer gefunden und gefixt. Auch wenn nicht beta dransteht. Und bei elementaryOS sind die betas immer schon extrem stabil gewesen.

Alles weitere – siehe der Link auf den Bugzähler, wenn man da drauf klickt, kommt man zur Entwicklerseite.

9.8.2014 um 19:36
Anon
Anon:

Warum sollte Luna uralt sein? Es basiert auf 12.04, sprich einer LTS-Version und somit spricht genauso wenig / viel dafür wie dafür 12.04 zu installieren, welches ja noch einige Zeit weiter unterstützt wird.

9.8.2014 um 23:01
Normy
Normy:

Das alt bezog sich darauf, das u.a. ein uralter Kernel verwendet wird, der nicht alle Hardware unterstützt (z.B. keine modernen Wacom Intuos Tablets). Auch die libs sind steinalt – manche Software (z.B. novacut) weigert sich, darauf installiert zu werden. Backports sind selten und man hängt dann wieder mal an der PPA-Nadel.

Und nochmal – Freya steht vor der Tür. Warum also nich das alte Luna installieren ?

Aktuell: Nur noch EIN Bug zu fixen – dann steht die erste Beta zur Verfügung 🙂

10.8.2014 um 13:08
Steffen
Steffen:

Okay, die Beta ist jetzt raus – allerdings, wie schon vermutet: eher für Leute, die testen wollen: http://www.omgubuntu.co.uk/2014/08/elementary-os-freya-beta-download

11.8.2014 um 07:15
Steffen
Steffen:

Dazu kommt, dass das Entwicklerteam nicht versprechen will, dass man von der Beta zur Final über den normalen Update-Path kommt: http://elementaryos.org/answers/possibility-to-upgrade-freya-beta1-to-further-versions

11.8.2014 um 07:54
Normy
Normy:

Letzteres ist Quark. Klar kann man von Beta1 bis RC zum final realease kommen, wenn man alle Updates einspielt.

Dies ist doch bei allen (!) Distris so – egal ob Alphas, Betas oder RCs. Es ist immer sicherer, wenn man die final Version komplett neu installiert. Darauf wird hingewiesen. Ich selber habe aber nie Probleme gehabt, meine Betas mit allen Updates zum Final Release zu machen.

Warum sollte das jetzt anders sein ?

11.8.2014 um 12:09
Anon
Anon:

Die elementary-Leute werden wohl schon Ahnung von ihrem Release-Prozess haben und somit in dieser Hinsicht sicherlich mehr als du. Das sind ja nicht einfach nur drei Leute die mal fünfzehn Pakete neu zusammenstellen.

Schade finde ich, dass die Ober­flä­che noch(?) diese Leiste am obe­ren Bild­schirm­rand hat.</blockquote
An der oberen Leiste ändert sich wenig, aber dadurch, dass Elementary Headerbars (siehe auch Gnome 3 / GTK+ 3.10) eingeführt hat ist die Klickfläche vieler Funktionen gestiegen.

16.8.2014 um 10:15
peacepro
peacepro:

Hallo, funktioniert bei ElementaryOS die Lautstärkenregelung über Fn+F10, Fn+F11 und Fn+F12? Mute, leiser und lauter?

16.2.2015 um 21:40
Steffen
Steffen:

@peacepro: Bei mir tut es das.

18.2.2015 um 21:51
peacepro
peacepro:

@Steffen
Ich hab es mir installiert.
Es sieht super aus.
Es funktioniert alles.
Könnte mein neuer Lieblingsdesktop werden.
Genial stylisch!

19.2.2015 um 00:12

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