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Linux: Elegantes ElementaryOS

elementaryOS
elementaryOS | Eigener Screenshot

In letzter Zeit hatte ich zunehmend das Problem, dass mein alter EeePC 1000h zu langsam für Ubuntu wurde. Vielmehr wurde Ubuntu zu klobig für das kleine Netbook. Ich erledige damit keine komplexen Aufgaben. Aber selbst beim schlichten Surfen blockierte schnell der ganze Rechner. Eine schlankere Lösung musste her: ElementaryOS.

Vor längerer Zeit hatte ich schon einmal nach einem Linux für ältere Computer gesucht und damals auch verschiedene Distributionen gefunden. Das Problem ist nur: Ich finde die alle hässlich. Die sehen oft aus wie Windows 95. Das will ich nicht mehr. Ich hab also einfach mal nach einem schönen Linux gesucht und dabei zufällig auch eines gefunden, das auch noch auf dem Netbook gut läuft.

ElementaryOS basiert technisch auf Ubuntu 12.04, orientiert sich optisch am MacOS und bringt verschiedene, eigene Programme mit – alle auf eine möglichst schlichte, einfache Oberfläche ausgelegt. Das finde ich schon sehr gelungen.

Schade finde ich, dass die Oberfläche noch(?) diese Leiste am oberen Bildschirmrand hat. Da ist dann auch so eine Art Startmenü. Ich habe mich bei Ubuntu daran gewöhnt, dass Programme keine von der Oberfläche getrennten Elemente mehr haben. Es ist einfach sehr praktisch, wenn die Progamm-Menüs am oberen Rand sind. Da man dann mit der Mouse einfach gegen den Rand schieben kann, sind die Bedienelemente gefühlt wesentlich größer – man muss nicht so genau zielen.

Video

Mein EeePC ist inzwischen mit 2GB RAM und einer SSD aufgerüstet. ElementaryOS startet damit ziemlich schnell und das System wacht vor allem innerhalb von 10 Sekunden wieder auf, wenn ich das Laptop einfach nur schlafen gelegt habe. Genügend schnell für „mal eben was nachgucken.“ Standard-Browser ist zwar Midori. Mit Chromium ist auf ElementaryOS aber auch ein Browser verfügbar, der das beste aus den knappen Ressourcen macht. Ich bin zwar ein eingefleischter Firefox-Fan. Aber Chromium ist hier wirklich den entscheidenden Faktor flotter.

Ich weiß gar nicht, wie viele Linux-Distribution ich allein schon auf dem EeePC hatte – von Ubuntu über Jolicloud bis Android. Ich glaube aber, ElementaryOS könnte länger bleiben.

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Pingbacks

  1. Distributionen: OzonOS ist Fedora in chic

Kommentare

Micha

Hm, das wä­re ja viel­leicht auch et­was für mei­nen Acer Aspire One.

Steffen Voß

Jo, ein­fach mal aus­pro­bie­ren. Bei mir ist es ja so, dass ich auf dem Laptop nie Dinge ha­be, die ich nur auf dem Laptop ha­be. Ich kann das Ding je­der Zeit platt ma­chen und et­was Neues aus­pro­bie­ren. Dadurch wech­sel ich häu­fi­ger mal, wenn mir ein in­ter­es­san­tes OS über den Weg läuft.

anonymous

So wirk­li­ch ist Elementary OS ja nicht für äl­te­re Rechner bzw. als res­sour­cen­spa­ren­de Alternative zu Ubuntu ge­dacht. Welche Ubuntuversion lief denn zu­vor dar­auf?

Steffen

Vorher war Ubuntu 14.04 drauf.

Normy

Vieleicht drauf hin­wei­sen, das ele­men­ta­ry­OS Luna URALT ist, ja so­gar schon ver­al­tet ist und si­cher jetzt nicht mehr in­stal­liert wer­den soll­te.

Die Nachfolgerin ele­men­ta­ry­OS Freya ist näm­li­ch bald fer­tig und als Beta1 ver­füg­bar – die ba­siert auf dem ak­tu­el­len .bun­tu.

Und ja, ele­men­ta­ry­OS (und nichts an­de­res kommt mir auf mei­ne Rechner) ist we­sent­li­ch (!) bes­ser ge­eig­net für äl­te­re Rechner als .bun­tu sel­ber. Es ist zwar zum Glück nicht mehr viel .bun­tu in ele­men­ta­ry­OS, aber den­no­ch so­viel das man von den Vorteilen pro­fi­tiert.

Selbst auf mei­nem 10 Jahre al­ten Notebook Amilo Pro 2045 rennt ele­men­ta­ry­OS, wäh­rend .bun­tu eher zäh­flüs­sig lief und stän­dig Probleme mach­te.

Steffen

Wenn man Freya schon in­stal­lie­ren soll­te, wür­de nicht „Beta“ dran ste­hen, oder? 😉

Davon ab­ge­se­hen hab ich das nir­gends ge­fun­den – viel­leicht gabs die Beta da aber nicht nicht.

J.Ar

Eine ‚ele­men­ta­ry­OS Freya be­ta‘ gibt es no­ch nicht. Erst wenn al­le Bugs der Entwickler be­sei­tig sind soll ei­ne er­schei­nen.

Den Zähler für die Bugs kann man hier ver­fol­gen…

http://isisisreleasedyet.com/

mfG J.Ar

Normy

@Steffen

Bitte le­sen. Ich schrieb „bald“, der­zeit sind es no­ch zwei Bugs, an de­nen ge­ar­bei­tet wird.

Ich hal­te es da­her für sinn­los, die Leute auf das al­te „Luna“ los­zu­las­sen. Lieber no­ch et­was Geduld üben.

Und ja – war­um soll­te man ei­ne Beta1 nicht in­stal­lie­ren ?

Jede Distri ist ei­ne Betaversion – Bugs wer­den im­mer ge­fun­den und ge­fixt. Auch wenn nicht be­ta dran­steht. Und bei ele­men­ta­ry­OS sind die be­tas im­mer schon ex­trem sta­bil ge­we­sen.

Alles wei­te­re – sie­he der Link auf den Bugzähler, wenn man da drauf klickt, kommt man zur Entwicklerseite.

Anon

Warum soll­te Luna ur­alt sein? Es ba­siert auf 12.04, sprich ei­ner LTS-Version und so­mit spricht ge­nauso we­nig / viel da­für wie da­für 12.04 zu in­stal­lie­ren, wel­ches ja no­ch ei­ni­ge Zeit wei­ter un­ter­stützt wird.

Normy

Das alt be­zog si­ch dar­auf, das u.a. ein ur­alter Kernel ver­wen­det wird, der nicht al­le Hardware un­ter­stützt (z.B. kei­ne mo­der­nen Wacom Intuos Tablets). Auch die libs sind stein­alt – man­che Software (z.B. no­va­cut) wei­gert si­ch, dar­auf in­stal­liert zu wer­den. Backports sind sel­ten und man hängt dann wie­der mal an der PPA-Nadel.

Und noch­mal – Freya steht vor der Tür. Warum al­so nich das al­te Luna in­stal­lie­ren ?

Aktuell: Nur no­ch EIN Bug zu fi­xen – dann steht die er­s­te Beta zur Verfügung 🙂

Steffen

Okay, die Beta ist jetzt raus – al­ler­dings, wie schon ver­mu­tet: eher für Leute, die tes­ten wol­len: http://www.omgubuntu.co.uk/2014/08/elementary-os-freya-beta-download

Steffen

Dazu kommt, dass das Entwicklerteam nicht ver­spre­chen will, dass man von der Beta zur Final über den nor­ma­len Update-Path kommt: http://elementaryos.org/answers/possibility-to-upgrade-freya-beta1-to-further-versions

Normy

Letzteres ist Quark. Klar kann man von Beta1 bis RC zum fi­nal rea­lea­se kom­men, wenn man al­le Updates ein­spielt.

Dies ist doch bei al­len (!) Distris so – egal ob Alphas, Betas oder RCs. Es ist im­mer si­che­rer, wenn man die fi­nal Version kom­plett neu in­stal­liert. Darauf wird hin­ge­wie­sen. Ich sel­ber ha­be aber nie Probleme ge­habt, mei­ne Betas mit al­len Updates zum Final Release zu ma­chen.

Warum soll­te das jetzt an­ders sein ?

Anon

Die elementary-Leute wer­den wohl schon Ahnung von ih­rem Release-Prozess ha­ben und so­mit in die­ser Hinsicht si­cher­li­ch mehr als du. Das sind ja nicht ein­fach nur drei Leute die mal fünf­zehn Pakete neu zu­sam­men­stel­len.

Schade fin­de ich, dass die Ober­flä­che no­ch(?) die­se Leiste am obe­ren Bild­schirm­rand hat.</blockquote
An der oberen Leiste än­dert si­ch we­nig, aber da­durch, dass Elementary Headerbars (sie­he auch Gnome 3 / GTK+ 3.10) ein­ge­führt hat ist die Klickfläche vie­ler Funktionen ge­stie­gen.

peacepro

Hallo, funk­tio­niert bei ElementaryOS die Lautstärkenregelung über Fn+F10, Fn+F11 und Fn+F12? Mute, lei­ser und lau­ter?

Steffen

@peacepro: Bei mir tut es das.

peacepro

@Steffen
Ich hab es mir in­stal­liert.
Es sieht su­per aus.
Es funk­tio­niert al­les.
Könnte mein neu­er Lieblingsdesktop wer­den.
Genial sty­li­sch!

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