Steffen Voß - Technologie & Gesellschaft

Gusty Gibbon : Ubuntu aktualisiert sich selbst

Steffen Voß

Aus Feisty Fawn wird Gutsy Gibbon – Seit heute gibt es die Version 7.10 der Linux-Distribution „Ubuntu“, die ich seit cirka 2 Wochen teste. Unter Windows ist ein Versionswechsel normalerweise mit einer Neuinstallation verbunden. Aber Linux ist nicht Windows.Das Update läuft natürlich per Internet und lässt sich mit einem Klick starten. Danach läuft ein 700MB großer Download, der bei mir mit den vollen 16MBit durchkam und in ein paar Minuten erledigt war.

Danach wurden die nötigen Teile des Systems aktualisiert. Was genau da passiert ist, kann ich nich sagen. Das hat aber ungefähr eine Stunde gedauert. Dabei bin ich nur einmal gefragt worden, ob ich eine Datei ersetzen will. Das war die Treiber-Blacklist, auf die ich meinen WLAN Treiber gesetzt habe, Da ich nicht weiß, was das Update mit der Datei vorhatte, habe ich der Aktion einfach mal zugestimmt. Immerhin habe ich mir ja aufgeschrieben, was ich da eintragen muss.

Am Ende wollte Ubuntu dann einmal neustarten. Das wars. Und alles funktioniert genauso wie vorher. Naja – bis auf den WLAN Treiber. Da musste ich den Blacklist-Eintrag noch einmal einfügen. Aber seither funktioniert alles ganz hervorragend. Von den 3D-Effekten habe ich zwar immer noch nichts, weil die Fenster weiterhin schwarz bleiben, aber das ist mir recht egal.

Dafür habe ich die Drucker-Verwaltung entdeckt! Ich habe an meinem Windows-Rechner einen Drucker, der im Netz freigegeben ist und ich habe einfach mal probiert, ob ich den als Netzwerkdrucker nutzen kann. Es geht! Und zwar total einfach: Man kann hier einfach das Netzwerk durchsuchen und den Drucker auswählen. Ubuntu verfügt dann schon über die nötigen Treiber.

Ich würde sagen: Das Update war 1000x besser als unter Windows. Auf den ersten Blick hat sich gegen über Ubuntu 7.04 nichts getan, aber immerhin wurde mit dem Kernel Herz und Seeler des Betriebssystems im laufenden Betrieb ausgetauscht. Bei Windows hat man nach einem Update vermutlichen einfach das Gefühl, dass man etwas total Neues vor sich hat, weil die das Look & Feel jedesmal total verändern. Da muss ich sagen, gefällt es mir unter Ubuntu besser, dass ich nicht umlernen muss.

Übrigens: Der Versionssprung von 7.04 auf 7.10 klingt erst einmal wie ein Minor-Update. Bei Ubuntu aber werden die Versionen anders gezählt: Jahreszahl – 2000 Punkt Monat. Um die Versionen besser zu unterscheiden gibt es die Spitznamen – die aktuelle Version heisst „Gusty Gibbon“ – die nächste Version, die im April 2008 kommen soll wird entspechend 8.04 sein und Hardy Heron heissen.

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