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Studie: Wie genau ist OpenStreetMap?

Ein Vorwurf, dem Open Source Lösungen immer ausgesetzt sind: Nicht zuverlässig. Egal ob es um Linux, Wikipedia oder eben Openstreetmap geht. Immer wieder wird behauptet, dass es ja ganz nette Spielereien für den Privatgebrauch sind, dass sie aber den höheren Ansprüchen kommerzieller Anforderungen nicht entsprechen können. Bei OpenStreetMaps hat der Engländer Dair Grant gerade die Probe aufs Exempel gemacht und OpenStreetMap mit den Karten von Google Maps verglichen.

Google Maps lässt es sich nicht eben wenig kosten, von der Firma Teleatlas umfangreiche und hochwertiges Kartenmaterial zu bekommen. Diese Karten werden von Mitarbeitern der Firma erstellt. Wie schneiden diese Karten im Vergleich zu Karten ab, die von Privatleuten mit GPS-Geräten auf Fahrrädern erstellt werden?

Dair Grant hat auf diese Weise seine Heimatstadt Haywards Heath in West Sussex kartographiert und auch ihn interessierte die Frage nach der Qualität. Er verglich seine Karten und die Google Karten mit der Realität und kam auf ein interessantes Ergebnis: Die Google Karten wichen in 89 Punkte von dem tatsächlichen Straßensystem ab. Die Fehler reichten von falschen Straßennamen bis hin zu nicht existierenden Straßen.

89 Fehler in einer Stadt, mit überhaupt nur 500 Straßen ist schon eine interessante Zahl. Die freien Karten müssen sich also nicht hinter den kommerziellen Karten verstecken. Vielmehr bietet die Community-Organisation die Möglichkeit wesentlich schneller auf veränderte Verkehrsführungen zu reagieren. Sind die Karten erst einmal komplett vorhanden, reicht eine interessierte Person pro Stadtteil, um bei straßenbaulichen Veränderungen zeitnah zu reagieren und die Geodaten mit wenigen Klicks anzupassen.

Außerdem gilt zu überlegen, wie genau die Karten für eine bestimmte Anwendung überhaupt sein müssen. Um einer Route zu folgen reicht es in den meisten Fällen wohl, wenn die Anzahl der Kreuzungen stimmt. Ob die nun auf den Meter genau an der richtigen Stelle sind, ist dann eher zweitrangig.

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