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Behördengang

Der Hauptauftrag meines heutigen Tages war die Besorgung einer Meldebescheinigung beim Rathaus. Da laut Internet das Bürgeramt von 8-16Uhr geöffnet hat, hab ich mir gedacht, dass ich vorher ja noch einige andere Dinge erledigen könnte, dann schnell im Rathaus reinschneie und schließlich zum Mittag wieder Zuhause sein kann. Ich war dann um 11:47 Uhr im Rathaus und habe mir eine Nummer gezogen: 261 – laut Anzeige war gerade Nummer 150 dran. Tja. Mit dem „reinschneien“ war es wohl nichts. Da muss ich später noch einmal schneien.Eine halbe Stunde später bin ich wieder da: Nummer 160 – Das ist einfache Mathematik: 10 Nummer = 30 Minuten bedeutet 100 Nummer = 300 Minuten. Leider hat das Rathaus nur bis um 4 auf. Also latsch ich wieder los, kauf mir die aktuelle c’t und ein Buch, renn ans andere Ende der Kieler City, um meiner Freundin eine „Weiße Heide“ mitzubringen – hat sie mir als Auftrag aufgegeben, als ich ihr telefonisch erklärte, dass das hier länger dauern könnte.

Gegen halb 2 bin ich wieder da: 200

Ich setz mich zu einigen Jugendlichen auf die Treppe, denn alle würdevolleren Sitzplätze sind schon belegt. Ich blätter durch die c’t – die ist aber mal wieder so langweilig wie leider so oft. Dann such ich mir doch nen Sessel und merke, dass es zunehmend leerer wird.

Das Buch ist besser als die c’t und plötzlich huschen die Nummern auf der Anzeige nur so durch. Zwischen 230 und 260 hatten offenbar nur 5 Leute so viel Geduld/Zeit wie ich.

Die Frau vom Rathaus freut sich, als ich ihr den Blumentopf auf den Tisch stelle. Selbst als ich ihr erklär, dass der nicht für sie wäre, erfreut sie sich weiter zumindest an dem Gedanken, einer der Kunden brächte ihr einen Blumentopf mit.

Nach 2 Minuten habe ich meine Perso wieder, die Meldebescheinigung auf dünnstem Recycling-Papier mit dem Charme eines Kassenbons und 4 ¤ weniger in der Tasche. Auf dem Rückweg brauch ich etwas zu essen und ich bring meiner Freundin einen Muffin mit zur Arbeit.

Alles in allem habe ich 3 Stunden gebraucht, 20¤ aus reiner Langeweile ausgegeben und jetzt auch nur den Schein in der Hand, den ich noch brauchte, um mich fürs Referendariat zu bewerben…

Wenn noch jemand eine Geschäftsidee sucht: Ich wäre durchaus bereit jemandem 2¤ dafür zu geben, dass er mir eine SMS schickt, wenn meine Nummer bald dran ist.

Kommentare

Jan Winters

„Ich blätter durch die c’t – die ist aber mal wieder so langweilig wie leider so oft.“ – da musste ich sehr lachen und 100% zustimmen. 😀

Steffen

Da bin ich ja beruhigt, dass das auch andere so sehen. Einige behaupten ja, man könne kein Profi sein, wenn man kein c’t Abo hat.

Das Problem ist aber, dass die über ALLES schreiben, was mit Computern zu tun hat. Und was ist das heutzutage eigentlich nicht mehr?

Ich befürchte, dass der Anteil von Artikeln, die mich in der c’t tatsächlin interessieren und aus denen ich wirklich Neues erfahre in der „Gala“ ungefähr genauso groß sein würde. 😀 Anders ist das natürlich mit dem Playboy, den man ja ausschließlich wegen der Artikel liest. 😉

delphine

oho, man will sich nun doch zum ref anmelden?! 😉

Steffen

Naja, die Bewerbung hab ich halt mal abgeschickt. Und früher oder später müssen die mich nehmen. Das lässt mir Zeit, etwas besseres zu finden. 😉

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