Steffen Voß - Technologie & Gesellschaft

Kiel : Wozu ein Stadtwiki gut sein kann

Kiel | Foto: Steffen Voß
Kiel | Foto: Steffen Voß

Steffen Voß

In andere Städten gibt es schon lange „Stadtwikis“ – eine Art Wikipedia, aber nur für die eine Stadt. Karlsruhe ist das Vorbild. Auch in Kiel gab es schon länger so ein Wiki. So richtig ist das aber damals nicht ins Laufen gekommen. So hat Patrick Coquelin im Mai 2013 kiel-wiki.de registriert und ein MediaWiki installiert. Seither wächst das Wiki vor sich hin und so langsam zeichnet sich ab, wohin die Reise gehen könnte.

Auch wenn ich skeptisch bin, ob das für die meisten Menschen gilt: Ich finde Wikis toll. Ich kann super damit arbeiten: Schnell Informationen abkippen, dann nach und nach ausbauen und immer wieder neu organisieren. Außerdem finde ich Kiel toll – Zwei Gründe, die dazu geführt haben, dass ich Patrick sogleich meine Hilfe angeboten habe. Nun helf ich einfach aus, wo es gerade interessant ist.

Aber braucht man wirklich noch eine Seite, auf der Artikel wie in der Wikipedia vorgehalten werden – nur zu noch unwichtigeren Dingen? Muss da wirklich jede Straße drin stehen? Wem bringt das was? Inzwischen bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass diese Informationen nur die Basis sein sollten. Interessanter finde ich die Möglichkeit, diese Basisinformationen in aktuelle Kontexte zu stellen: Zur Zeit diskutiert die Ratsversammlung zum Beispiel darüber, ob das „Hindenburgufer“ umbenannt werden sollte. Wer sich zu Fragen wie dieser eine fundierte Meinung bilden will, muss die Geschichte dieser Straße kennen. So bildet der Artikel inzwischen die Geschichte der Straße aber auch die Debatte um die Rück- oder Umbenennung ab. Idealerweise sollte man über den Artikel auch weitergehend an Argumente kommen, die dafür oder dagegen sprechen.

Die Kieler Nachrichten berichten tagesaktuell und können aus Platzgründen nicht jedes Mal wieder die ganze Geschichte von vorne erzählen. Die Webseiten der jeweiligen Beteiligten, stellen nur die eigene Position da. So ein Stadtwiki hat damit die Funktion eines neutralen Bodens, das Platz genug hat, um alle Seite zu präsentieren und einen zeitlichen Überblick zu geben. Das allerdings funktioniert natürlich nur, wenn sich genügend Menschen beteiligen. Und jetzt kommst Du ins Spiel:

  1. Registrier Dich.
  2. Such nach Deiner Straße.
  3. Ergänze die Postleitzahl und alles, was Du über deine Straße weißt, wie zum Beispiel welche Sehenswürdigkeiten, Unternehmen oder Vereine es dort gibt – so wie zum Beispiel in der Steinstraße.

Mit ein wenig Übung kannst Du dann auch andere Artikel anlegen oder ergänzen.

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Kommentare

Sven Thomsen
Sven Thomsen:

Interessanter Seiteneffekt: Nachdem ich die Beschreibung einzelner Straßen gelesen habe, ist mir aufgefallen, dass ich meine Umgebungsstraßen nicht so beschreiben könnte. Zeit für eine Lauf-Runde zur Bestandsaufnahme 🙂

4.1.2014 um 10:33

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