Steffen Voß - Technologie & Gesellschaft

Johnny Cash – I see a darkness

Steffen Voß

Es ist schon Pech, wenn man gerade mit einem Comic über das Leben Johnny Cashs begonnen hat und dann erfährt, dass es genau das demnächst als Kino-Film geben soll. Und dann ist es noch größeres Pech, wenn der Film den gleichen Aufhänger wie Du nutzen will. Wie gut aber, dass sich Reinhard Kleist von diesen Widrigkeiten nicht hat abschrecken lassen.Genau wie „Walk the line“ setzt das Comic beim Konzert in Folsom Prison an und beide erzählen darum die Vorgeschichte. Doch während der Film dort endet, wo er mit der Hochzeit von Johnny Cash und June Carter eine Happy Ending findet, zeigt das Comic, dass das Leben kein Hollywood-Film ist – Johnny Cashs schon gar nicht.

Reinhard Kleist zeigt auch den späten Johnny Cash, der mit Rick Rubin einige der großartigsten Aufnahmen in Cashs letzten Jahren machte. Er zeigt aber auch, dass den jungen Cash die Aufputschmittel nicht nur fertig gemacht haben. Sie haben ihn auch auf seinen kreativen Höhepunkt gebracht.

Großartig gelungen sind die Comic-Umsetzungen einiger Cash-Songs. Die Story von dem Jungen namens Sue oder natürlich Folsom Prison Blues.

Reinhard Kleists Johnny Cash. I see a darkness ist die Ergänzung für die Cash Fans, denen I Walk the Line nicht reichte und denen Franz Doblers 412 Seiten Biographie The Beast in me zu viel ist.

Links:
Johnny Cash. I see a darkness
Walk the line
The Beast in me. Johnny Cash. Und die seltsame und schöne Welt der Countrymusik.

Kommentare

Boogie - slidetone.net
Boogie - slidetone.net:

Doblers „The Beast in me“ ist nie zuviel. Das soll die Qualität von Kleists Comic Cash aber nicht schmälern.

11.7.2007 um 15:59

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