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Woher kommt der Hass?: Leser beschimpfen Netzpolitik.org

Kotze
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Blanker Hass und Häme schlägt ei­nem ent­ge­gen, wenn man si­ch die Kommentare un­ter dem ak­tu­el­len Spendenaufruf auf netzpoltik.org an­schaut. Bereits vor ei­ni­ger Zeit hat­te Betreiber Markus Beckedahl die un­ter­ir­di­sche Kommentarkultur the­ma­ti­siert – doch die­se Reaktionen fin­de ich über­ra­schend.

Seit fast ei­nem Jahrzehnt ist netzpolitik.org Anlaufpunkt für Menschen, die si­ch für Politik rund um das Internet in­ter­es­sie­ren. Durch die­ses Blog heißt Netzpolitik über­haupt Netzpolitik. Das al­lei­ne ist schon ein Verdienst. Ich bin si­cher nicht im­mer ei­ner Meinung mit den Artikeln – ge­le­gent­li­ch Grenzen sie stark an Polemik. Trotzdem bie­tet netzpolitik.org ei­nen the­ma­ti­schen Überblick, den kei­ne an­de­re Seite im deutsch­spra­chi­gen Netz bie­tet.

Nun ha­ben die Betreiber Markus Beckedahl und André Meister kei­ne Lust mehr, ih­re Arbeit dort quer­zu­fi­nan­zie­ren und ha­ben zum Spenden auf­ge­ru­fen. Und statt si­ch über die Professionalisierung und auf ein bes­se­res Angebot zu freu­en, gibt es in den Kommentaren vor al­lem Verachtung und Neid.

Man kann ja von netzpolitik.org hal­ten was man will: Mir ist das auch oft zu viel Meinung und zu we­nig sach­li­che Berichterstattung. Warum aber kann man so ei­nen Spendenaufruf nicht ein­fach igno­rie­ren? Warum hängt man auf netzpolitik.org rum, wenn ei­nem das Blog nicht ge­fällt? Woher kommt die­ser Hass, der über­all im Netz zu fin­den ist?

Ich fin­de es er­staun­li­ch, dass si­ch Markus Beckedahl und sei­ne Kolleginnen und Kollegen das seit Jahren an­tun. Aber da­mit die­se gan­zen Kommentar-Freaks no­ch mög­lichst lan­ge et­was zum Aufregen ha­ben, wer­de ich jetzt an netzpolitik.org spen­den.

Kommentare

Skalg

Manche se­hen es halt schon als Verrat an der Sache, dar­auf auf­merk­sam zu ma­chen, dass man Spenden kann.

Mathias

Mit dem Erfolg kommt der Neid der an­de­ren. Das war schon im­mer so… Leider!

Alex

Habe ge­ra­de er­st ei­nen ähn­li­chen Artikel von Jürgen Vielmeier ge­le­sen, der si­ch eben­falls mit der der­zei­ti­gen Kritik in so­zia­len Netzen be­schäf­tigt. Interessant ist sei­ne These, dass vie­le „Kritiker“ nicht ge­lernt ha­ben Kritik ver­nünf­tig zu for­mu­lie­ren:

http://netzwertig.com/2013/04/17/kritik-richtig-dosieren-warum-wir-eine-neue-diskussionskultur-brauchen/

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