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Bitte fahren Sie nicht zu schnell

Die Warnung Hatlers vor Beginn des Films „Der Wixxer“ ist wohl eher nicht ern­st ge­meint, die­se Art „Aufklärung“ kennt aber trotz­dem wohl je­der, denn sie ist ja mitt­ler­wei­le über­all.Im Kino und in Videotheken hän­gen Plakate mit der Warnung, dass man für Raubkopien bis zu 2 Jahre in den Knast kom­men kann. Vor je­dem Kinofilm gibt es ent­spre­chen­de Trailer und wenn man Pech hat, wird man bei ei­ner DVD vor dem Film zwangs­be­lehrt und am Ende gibt es auch no­ch ein­mal ein paar Hinweise – un­ter an­de­rem zur öf­fent­li­chen Aufführung auf Bohrinseln (kann mir das je­mand er­klä­ren?).

Ich fin­de das sehr sinn­voll. Der Mensch lernt am Besten, wenn er das Wissen wo­fort an­wen­den kann. Sitzt er vor ei­ner ge­brann­ten DVD, weiß er gleich, dass das nicht le­gal ist. Filmt er im Kino „Herr der Ringe 4“ mit, er­fährt er no­ch be­vor der Film an­fängt, dass das nicht er­laubt ist und dass da­durch Firmen Geld nicht ver­die­nen, dass ih­nen zu­steht.

Diese Art der ju­ris­ti­schen Volksbildung soll­te auch in an­de­ren Bereichen des täg­li­chen Lebens ein­ge­führt wer­den: Wer in ein Auto ein­steigt soll­te vom Radio be­lehrt wer­den: „Fahren Sie bit­te nicht zu schnell. Überhöhtes Tempo ist ein häui­ger Grund für Unfälle und die­se kos­ten die Volkswirtschaft jähr­li­ch Millionen.“

Auch auf den Formularen des Finanzamtes soll­ten sol­che Hinweise zu fin­den sein: „Bitte ge­ben Sie ehr­li­ch Ihre Einkommensverhältnisse an. Falsche Informationen kön­nen Sie in den Knast brin­gen und Steuern fi­nan­zie­ren uns doch die schö­nen Straßen, auf de­nen Sie schnell durch die Gegend fah­ren kön­nen.“

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